Winkelheide: „Wir sind kein Spitzenteam“

Volkmarser nach 0:4 gegen Wabern ernüchtert

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Bein raus: Der Volkmarser Andre Kuhaupt (Mitte) im Zweikampf mit dem Waberner Martin Mühlberger, links VfR-Akteur Luca Lüther. 

Volkmarsen. Ernüchterung beim VfR Volkmarsen: Mit 0:4 (0:3) hat der beste heimische Fußball-Gruppenligist das Heimspiel gegen den TSV Wabern verloren.

Die Gastgeber bekamen keinen rechten Zugriff aufs Spiel. „Wir stehen zwar weit oben in der Tabelle, sind aber keine Spitzenmannschaft, das hat man heute gesehen. Wir haben zu Recht gegen eine echte Spitzenmannschaft verloren“, hakte Spielertrainer Leon Winkelheide die Partie vor dem Derby gegen Korbach ab.

Maßvorlagen aus dem Mittelfeld

Wabern stand von Beginn an ziemlich hoch, blieb aber im Mittelfeld absolut undurchlässig und suchte systematisch die Schwachstellen in der Defensive der Gastgeber, ohne das Offensivfeuerwerk früherer Jahre abzubrennen. Maßvorlagen auf dem massierten Mittelfeld erwiesen sich als Erfolgsrezept des Tabellenzweiten gegen den Vierten. In der 13. Minute traf Martin Mühlberger aus zehn Metern unter die Latte, der Ball sprang hinter die Linie. Gegen Jakob Splietorp konnte Tormann Marius Flörke noch Schlimmeres verhindern (15.), musste sich aber bei Florian Korells Schuss aus 14 Metern zum zweiten Mal geschlagen geben.

Der Keeper entschärfte einen weiteren Hochkaräter von Marcel Geisser (28.), dann eine umstrittene Szene. Flörke brachte im direkten Duell Martin Mühlberger am linken Pfosten zu Fall. „Ich war zuerst mit der Hand am Ball“ beteuerte Flörke vergeblich, dass er sich keine unsportliche Aktion geleistet hatte. Im kurzen Innehalten von Emin Dag beim Schuss vom Punkt sah er dagegen ine nicht geahndete Regelwidrigkeit.

Herbold scheitert an Keeper Korell

Der Schuss ins rechte Eck galt und markierte auch den Halbzeitstand. Denn bei den Vorstößen von Jannik Herbold (31.) und Luca Lüther war Maximilian Korell den entscheidenden Moment schneller am Ball; den Freistoß von Herbold fischte Waberns Keeper noch aus dem rechten Winkel.

Dag hatte die erste Chance nach Wiederanpfiff, doch sein Schuss aus acht Metern landete bei Marius Flörke (47.). Die Platzherren waren aber zu unbeweglich, um einen erkennbaren Angriffszug auf den Weg zu bringen. In in der 70. Minute fand Fabian Korell dagegen die Lücke in der Volkmarser Abwehr und spielte den eingewechselten Sebastian Kraus an, der am rechten Pfosten frei den 0:4-Endstand markierte.

Das vierte Mal kein Gegentor

In den letzten zehn Minuten ließ der sichere Sieger die Gastgeber noch ein wenig gewähren, doch Jannik Herbold köpfte in der besten Szene übers Tor (80.). Als Florian Korell in einer deftigen 1:1-Situation mit Flörke zu Fall kam, blieb der Pfiff zwar aus, dafür zog Schiedsrichter Raphael Blome zum zweiten Mal den gelben Karton. Drei Minuten in Unterzahl änderten nichts mehr am Ergebnis.

„Wir konnten heute eins zu eins umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten“, meinte Wabern Coach Kim Sippel am Ende einer Begegnung, in der sein Team so wenig zittern musste wie das Gebälk des eigenen Tores. Am meisten freue ihn, so Sippel, „dass wir zum vierten Mal in Folge zu null gewonnen haben.“ (ahi)

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