1:3-Niederlage im Abstiegsduell gegen kirchberg/Lohne

Der VfR Volkmarsen schlägt sich selbst

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Schneller Antritt gefragt: Jari Kuhaupt auf Balljagd, sein VfR-Kollege Jona Wießner ist fallend ein Beobachter, dabei die Gästespieler Andre Itter und Martin Geisser.

Volkmarsen – Die Fußballer des VfR Volkmarsen haben in dieser Saison schon einige Tiefschläge eingesteckt. Die 1:3 (1:0)-Niederlage im Abstiegsduell der Gruppenliga gegen die SG Kirchberg/Lohne/Haddamar war nicht bloß einer mehr, sondern der bitterste.

Der VfR schlug sich im Grunde selbst. Er überließ einem direkten Konkurrenten die Punkte, der zumindest eine Halbzeit wie ein Sparringspartner gespielt hatte.

„Die wissen nicht, warum sie mit drei Punkten nach Hause fahren“, sagte VfR-Trainer Stefan Löber über die Gäste. Wenn man diesen Satz auf die Anteile der SG „KiLoHa“ am „Dreier“ bezieht, hat er was. Aber natürlich wussten die Gäste genau, was sie stark gemacht hatte. „Zwei ganz doofe individuelle Fehler“ des VfR, um mit Löber zu sprechen.

Der Ausgleich als Geschenk

Angebrochen war die 47. Minute, als VfR-Tormann Marius Flörke sich gegen einen Abschlag und für ein Kurz-Anspiel zu Benjamin Klein entschied. Der Abwehrspieler bewegte sich weg vom Tor, war völlig überrascht, verlor den Ball an Marvin Diehl, und der SG-Kapitän passte nach innen, wo Paul Graf locker zum 1:1 vollendete. Die Ansage der VfR-Trainer hatte, angesichts der schwierigen Platzverhältnisse, gelautet: hinten nur klare Sachen.

Unmittelbar vorher hatten die Gäste ihren ersten nennenswerten Abschluss der Partie zustandebekommen. Es kam noch besser für sie –nach Ballverlust und Foulspiel des VfR in der eigenen Hälfte jagte Graf den fälligen Freistoß über die Mauer zum 2:1 für die SG ins Netz (61.). Die Partie war auf den Kopf gestellt. „Deshalb stehen wir auch da unten drin, weil wir uns solche Dinger einbrocken“, sagte Löber.

Herbold besorgt die frühe Führung

Bis zur Pause hatte alles für sein Team gesprochen. Zwar kreierte es keine Chancen-Fülle, aber ein frühes Tor. Steffen Schröder zog einen Freistoß aus dem Halbfeld auf den langen Pfosten, Patrick Michel legte per Kopf auf für Jannik Herbold, der aus kurzer Distanz traf (6.).

Die Volkmarser kontrollierten das Spiel, es fehlten die Abschlüsse. Ein Eckball von Andre Kuhaupt, der den langen Pfosten streifte (43.), und ein schöner Angriff über rechts, bei dem Jari Kuhaupt etwas weit nach vorn gelaufen war, um die Hereingabe zu verwerten, das war’s.

Wießner verpasst das 2:2 so knapp wie keiner

Nach dem Rückstand waren die Volkmarser zwar weiter bemüht, aber es schien, als hätte ihnen jemand den Stecker gezogen. Sie spielten sich Chancen heraus; dass Janik Herbold aus spitzem Winkel an Torwart und Pfosten scheiterte (63.), Sören Heinemann (72.) und Victor Gossmann (76.) nicht platziert genug abschlossen, passte ins Bild. Die größte Gelegenheit zum Ausgleich vergab Jona Wießner, sein Schuss aus fünf Metern ging haarscharf am Pfosten vorbei (80.).

„Da waren wir nicht kaltschnäuzig genug“, sagte Löber, stellte dabei auch die Belastung des Abstiegskampfs in Rechnung. Die Entscheidung fiel in der 85. Minute, als Keeper Flörke eine scharfe Hereingabe von Diehl ins eigene Tor ablenkte.

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