Fußball Gruppenliga: TSV Wabern gewinnt 4:2 beim VfR 

Volkmarser Aufholjagd bleibt unbelohnt

Volkmarsen – Solch unterschiedliche Halbzeiten sieht man selten. Der TSV Wabern schien im Gruppenligaspiel beim VfR Volkmarsen alles im Griff zu haben.

Nach einer halben Stunde führten die Zuckerrübenstädter durch drei Tore von Emin Dag (12./25.,29. Minute) und einem verwandelten Foulelfmeter von Fabian Korell mit 4:0 (30.) und die VfR-Anhänger befürchteten schon ein Debakel für den Tabellenletzten. 

Die Spieler von Trainer Matthias Wiegand hatten bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht mal so viel falsch gemacht, sondern Waberns Offensive viel richtig. Da stimmten die Pässe in die Spitze, die Kombinationen und auch das technische Vermögen von Korell, Dag & Co. auf dem holprigen Boden, den Ball trotzdem gut zu treffen.

Nach dem Wechsel in Volkmarser Köpfen zunächst nach Schadensbegrenzung aussah, entwickelte sich schnell in die Richtung: Da geht noch was. Während Wabern nun alles vermissen ließ, was man zuvor noch gesehen hatte, sah man dies von den Volkmarsern. 

Während die Gäste keinen Schuss mehr auf den Kasten von Torhüter Marius Flörke abgaben, legten die Volkmarser nun allen Respekt vor dem Tabellendritten ab und sie zeigten, dass auch sie mit dem Ball umgehen und sich nach vorn kombinieren können.

Das erste Mal blitzte dieses Können in der 55. Minute auf als Victor Gossmann den Ball zu Patrick Michel durchsteckte, der stand allein vor Torwart Maximilian Korell schloss aber schwach ab. Besser macht es der Passgeber vier Minuten später besser. Gossmann verkürzte auf 1:4. 

Direkt danach erhielt der starke Jona Wießner einen Pass in die Schnittstelle der Kette der Waberner, aber ein Kettenglied wollte ihn nicht ziehen lassen, wählt das Foul. Für diese Notbremse sah Maximilian Sperling die rote Karte. 

Das war nochmal ein Signal für die Volkmarser auf Attacke zu setzen. „Stabil sein Männer, stabil sein“ rief Waberns Coach Sippel immer wieder rein, aber seine Spieler setzten diesen Satz nicht um. 

Im Gegenteil, die Gäste kamen immer mehr ins Schwimmen. Der eingewechselte Fabian Drude, der dem VfR-Spiel nun die richtige Statik verlieh, schlenzte einen Freistoß aus 20 Meter in den Fünfmeterraum, Michel verlängerte den Ball direkt ins Tor (75.).

Die Gastgeber erspielten sich nun Chancen fast im Minutentakt, zweimal scheiterte Benjamin Klein (79./86.) mit Kopfbällen jeweils nach einer Ecke und einmal Drude (85.9 am gut reagierenden Torhüter. 

Als auch Michel und Jannik Herbold ihre Einschussmöglichkeiten in der Nachspielzeit nicht nutzten, war die Niederlage für den VfR perfekt. 

Volkmarsen war aber zumindest der moralische Sieger, auch wenn es dafür keine Punkte, könnte es diese Moral sein, die dem VfR noch zum Klassenerhalt trägt. 

Das sieht auch Trainer Wiegand so: „Wir haben in der ersten Halbzeit gar nicht so viel falsch gemacht, die Tore hat Wabern auch gut herausgespielt und auf die zweite Halbzeit können wir aufbauen.“ (rsm) 

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