Gruppenliga: Nur drei Spiele finden statt

3:1 gegen Kirchberg/Lohne: Wildungen gewinnt Windspiel

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Bad Wildungens Nico Schäfer (links) gegen Kirchberg/Lohnes spielenden Trainer Paul Graf.

Bad Wildungen – Die SG Bad Wildungen/Friedrichstein war das bessere Team, auch in der zweiten Halbzeit gegen den immer stärkeren Wind. Lohn war ein 3:1 (2:0) in der Gruppenliga-Partie gegen die SG Kirchberg/Lohne.

„Absolut verdient“, lobte Simon Lieber denn auch seine Mannen, ehe die freudig im Kreis hüpften. „Vor allem in den ersten 25 Minuten haben wir richtig guten Fußball gespielt“, fand der Trainer der Wildunger. 

Schon in der sechsten Minute drehte Jan Leimbach eine Ecke mit Windunterstützung an den langen Pfosten. Beim nächsten Angriff wurde der Versuch von Kevin Wathling noch zur Ecke abgefälscht (7.), ehe direkt danach Iven Krüger frei knapp im Abseits stand. 

Auf der Gegenseite wurde SG-Spielertrainer Paul Graf grad noch abgeblockt und die anschließende Ecke war Ausgangspunkt der Wildunger Führung. Jan Kramer versetzte beim Konter Routinier Frank Jäger und sein Schuss wehte hinten in den Winkel – 1:0 (9.). Klasse herausgespielt war der zweite Treffer: Krüger schickte Wathling über links, der spielte Doppelpass mit Kramer und drehte den Ball dann in den hinteren Giebel (16.). 

Wildungens Leimbach muss verletzte raus

Fast wäre Graf die schnelle Antwort geglückt, aber sein Heber senkte sich nur an den linken Pfosten (18.). Pech dann für Leimbach, der sich bei einem Zweikampf am linken Knie verletzte und nach 20 Minuten bereits ausgewechselt werden musste. Nach und nach verloren die Platzherren etwas ihre Linie. „Kirchberg hatte dann zu viel Ballbesitz“, sah auch Lieber nun eine ausgeglichenere Partie. 

Vielleicht wäre es ruhiger geworden, wenn Frederik Paar beim Schuss des für Leimbach eingewechselten Florian Bruder nicht für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie geklärt hätte. Nach dem Wechsel blies es immer heftiger und böiger, dafür kam die Sonne raus. 

Wer nun bei den leicht irregulären Bedingungen einen Sturmlauf der Gäste erwartet hatte, der sah sich getäuscht. Während die bei ihren Anspielen Probleme mit dem Timing hatten, gelangten die Badestädter mit sinnvollem Kurzpassspiel immer wieder in die gefährliche Zone. Tim Krollpfeiffer (56.), aber vor allem der völlig freie Wathling (59) hätten eigentlich das Buch schon zu machen müssen. 

Freistoß mit Winddruck macht's spannend

Aber es wurde noch einmal spannend, als Marvin Diehl einen 25-Meter-Freistoß aus dem Halbfeld mit Winddruck unhaltbar in den Winkel hämmerte – es war der erste Kirchberger Schuss aufs Tor nach der Pause (70.). Bis auf eine Halbchance für Nils Schöneberger war es das aber, Torwart Niclas Köhler musste nicht wirklich eingreifen. Lieber: „Ich muss unserer Abwehr heute ein großes Lob zollen.“ 

Auf der Gegenseite beseitigte Bruder mit dem 3:1 letzte Zweifel, als er eine Flanke von Janis Schuldt am langen Pfosten über die Linie grätschte (85.). 

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