Mengeringhausen und Volkmarsen trennen sich 1:1

Freistoßtore als Höhepunkte im Gruppenliga-Derby

Zwei Gute unter sich: Jona Wießner vom VfR Volkmarsen ist einen Tick schneller als der Mengeringhäuser Torschütze Dominik Lüdtke. Foto: werner spitzkopf

Mengeringhausen – Jörg Büchse fasste die Partie kurz und direkt zusammen: „Ein Grottenkick“, urteilte der Trainer des TuSpo Mengeringhausen nach dem 1:1 (0:0) im Gruppenliga-Treffen mit dem VfR Volkmarsen.

Kann man so sehen, wenn man die Elle einer gewissen Spielkultur anlegt. Etwas her gab die Partie – außer dem siebten Punkt für die Grün-Weißen und dem zweiten für den VfR – in puncto Spannung und Einsatz.

Matthias Wiegand urteilte nach drei Niederlagen seines Teams am Stück weniger streng. „Endlich mal wieder einen Punkt geholt“, sagte der Volkmarser Trainer. Schön redete auch er nichts. 

TuSpo-Keeper Figge mehrfach gefordert

Aus dem Spiel heraus produzierten die Gäste, zumindest in der ersten Halbzeit, zwar mehr gefährliche Situationen als die Heimelf – die Rückkehr von Jona Wießner wirkte belebend. „Aber der letzte Pass auf unseren schnellen Stürmer kommt zu selten an“, sagte er.

So hatte der VfR bis zur Pause, nach einer ereignisarmen halben Stunde, immerhin vier Abschlüsse gegen Fabian Figge. Am stärksten gefordert war der TuSpo-Keeper  in der 32. Spielminute. Erst parierte er den strammen Schuss von Jari Kuhaupt, dann wehrte er den Nachschuss von Victor Gossmann zur Ecke ab. In guter Position stand nach schönem Angriff des VfR auch Jannik Herbold, sein Schuss flog hoch über den Kasten (44.).

Ohne Tim Schade fehlt Struktur

Und der TuSpo? Bis auf die Halbchance für Dominik Lüdtke mit Kopfball (30.) kam nichts. „Fußballerisch hat da ja alles gefehlt“, begründete Büchse seinen Derbyverriss. An seiner Mannschaft vermisste er den Angriffsschwung. „Wir haben im Spiel nach vorne zu wenig gemacht. Unübersehbar waren die Abstimmungsprobleme über die 90 Minuten.“

Vielleicht ist Spielmacher Tim Schade im Aufbau derzeit nicht zu ersetzen. Defensiv spielte der TuSpo mit Dennis Jakob und Aman Tesfu auf der Sechserposition sowie neuformierter Kette gut – stark auf der rechten Seite Marcel Löhndorf, der kurzfristig fit geworden war.

Wiegand hatte es geahnt

Dass der TuSpo drei Minuten nach Wiederbeginn trotz aller Offensivprobleme  in Führung ging, lag an einem herrlich von Lüdtke getretenen Freistoß Aus 25 Metern zirkelte er den Ball präzise in den Winkel.

 VfR-Coach Wiegand hatte es geahnt. „Ich habe draußen gesagt, der liegt ideal für einen Linksfuß.“ Lüdtke bestätigte ihn klasse.

Die erste Gelegenheit zum Ausgleich vereitelte Keeper Figge. Den prima getretenen Freistoß des eingewechselten Andre Kuhaupt wischte er stark aus dem Winkel (59.). Auf der anderen Seite verzog der freigesperrte Lüdtke deutlich (71.). Der VfR hatte sich da längst gefangen.

Schröder überrascht den TuSpo bei Mauer-Bildung

Das verdiente 1:1 fiel ebenfalls per Freistoß, ebenfalls aus 25 Metern, nur die Umstände waren andere als beim 1:0. Steffen Schröder wartete nicht, bis sich der Gegner zur Mauer sortiert hatte. Er führte kurzerhand aus und überwand Figge ins lange Eck (72.). Büchse wollte es kaum glauben: „Da muss sich einer vor den Ball stellen“!

In der Schlussphase machte vor allem der VfR Druck. Zwar vergab Jakob für den TuSpo noch eine gute Chance, nachdem Björn Richter eine Hereingabe gerade eben vor Adam Sek zur Ecke abgewehrt hatte (80.). Doch bei Herbolds nächstem Freistoß, den am Ende Wießner knapp verfehlte (88.), und Schröders Abschluss knapp vorbei (90.+1) brannte es im TuSpo-Strafraum.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare