Hessenpokal-Knüller in Allendorf

Ederbergland und Willingen im Nord-Süd-Duell

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Wie weit ist er? Für Jan-Henrik Vogel (links) steht die Partie in Allendorf auch unter dem Stichwort Praxistest. Rechts Oliver Speer von der SG Hombressen.

Die führenden Mannschaften der Fußballkreise Frankenberg und Waldeck in einem K.o.-Spiel, das hat man nicht alle Tage. Der Hessenpokal führt sie zusammen.

An diesem Mittwoch Abend (19.30 Uhr) erwartet der FC Ederbergland zum Erstrunden-Duell auf der Beetwiese in Allendorf den SC Willingen.Aus diesem Vergleich zwischen Frankenberg und Waldeck, zwischen Verbandsliga Mitte und Nord, beziehe das Spiel sicher seinen besonderen Reiz, sagt Rainer Schramme. Sportlich hängt der Trainer des SC Willingen die Pokalpartie niedriger als die Liga. „Sicher versuchen wir zu gewinnen, aber zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison würde ich sie eher unter der Rubrik Testspiel einordnen.“

Schramme begründet diese Charakterisierung der Begegnung auch mit Trainingsrückständen von drei seiner Stammspieler wegen ihres gerade beendeten Urlaubs. Beim 3:1 zum Liga-Start gegen die SG Hombressen fehlte Christian Kuhnhenne noch, verzichtete Christoph Keindl auf einen Einsatz, kam Jan-Henrik Vogel erst nach einer Stunde. Alle drei dürften in Allendorf in der Startelf stehen, Schramme will ihnen eine Extraeinheit Fitness und Spielpraxis verschaffen.

Wegen Pokal hin- und hergerissen

Den Hessenpokal sieht Schramme zwiespältig. „Ich lege mehr Wert auf die Punktrunde“, sagt er. Außerdem seien die Ansetzungen der Pokalkicks am Mittwoch „nicht immer so glücklich“. Auf der anderen Seite sieht er die SCW-Erfolge vor zwei Jahren, die im Gastspiel des – damaligen – Regionalligisten Hessen Kassel gipfelten. Den Ehrgeiz ins Achtenfinale einzuziehen bringen die Spieler ohnehin mit.

Vom FC Ederbergland haben sich die Upländer nicht ausdrücklich ein Bild gemacht. Das letzte Testspiel gegen den FCE liegt auch schon mehr als ein Jahr zurück. Dass der Hessenliga-Absteiger ein Gegner auf Augenhöhe ist, wissen Schramme und Trainerkollege Hubertus Albers, die über ihren kompletten Kader verfügen, gleichwohl. „Wir kennen die Spieler“, betont Schramme.

FCE-Coach: Willingen nicht schlechter als wir

Eine etwas andere Pokalsicht als der SCW-Coach verrät der neue FCE-Trainer Stefan Trevisi. „Wir sind sehr motiviert, was den Pokal angeht. Die Herausforderung ist, für die anstehenden Englischen Wochen die Spieler immer wieder fit zu bekommen“, sagt Trevisi. Seine Mannschaft startete mit einem 3:1-Sieg über den VfB Marburg in die Saison der Verbandsliga Mitte ebenso erfolgreich wie die Willinger.

„Ich weiß nicht viel über Willingen. Aber wir haben einige Leute im Verein, die mir da einiges sagen können“, erzählt Trevisi. „Fest steht, dass wir im Gegensatz zum Marburg-Spiel von der ersten Minute an wach sein müssen. Schüchtern oder zaghaft zu agieren, wie gegen den VfB, soll es nicht mehrgeben. Willingen ist als Verbandsligist nicht schlechter als wir und unser Auftritt im Kreispokal in Gemünden sollte uns Warnung genug sein.“

Beim A-Ligisten gewann der FCE in Überzahl durch späte Tore in der 90. und 94. Minute glücklich mit 3:2. Der Gegner des Siegers der heutigen Partie im Achtelfinale wird nach Abschluss der ersten Runde ausgelost. mn/zhw

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