Nochmal durchgerechnet: Eimelrod und Wellen/Wega müssen nicht direkt runter

Wenn, dann: So ist die aktuelle Lage in Sachen Abstiegsplätze

Doch noch eine Chance auf Rettung hat die SG Wellen/Wega um Yannis Barchanski (rechts, gegen Fürstenberg/Immighausens Sven Jesinghausen).
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Doch noch eine Chance auf Rettung hat die SG Wellen/Wega um Yannis Barchanski (rechts, gegen Fürstenberg/Immighausens Sven Jesinghausen).

Korbach – Für wen geht’s aufwärts, wer muss absteigen, wer darf bleiben? Woche für Woche rechnen Trainer und Spieler die neueste Lage aus. Wir haben auch gerechnet: Und siehe da: Aktuell ist einiges anders als man dachte.

Es ist am spannendsten, wenn die Fußballsaison die existenziellen Fragen erst am letzten Spieltag beantwortet. Mitunter ist das allerdings kompliziert: Richtzahlen und die Abhängigkeit von höheren Klassen lassen oft eine Fülle von Möglichkeiten zu – wie beim Finale an diesem Samstag.

Im Fokus des Waldecker Fußballs steht der Klassenerhalt, die Meister zumindest der Senioren sind bereits gekürt. Echte „Endspiele“ halten die Gruppen- und die Kreisoberliga bereit. 

Bis zu drei Absteiger drohten von KOL bis B-Liga vor dieser Saison. Nun zeigt sich: Aus der A-Liga müssen höchstens zwei Teams direkt runter, in der B-Liga gar nur eines. 

Eine Übersicht über die aktuelle Lage:

Gruppenliga

An der Zahl von vier Absteigern ist nicht mehr zu rütteln. Schwalmstadt II und Eintracht Edertal sind gewiss draußen, Kandidaten für ihre Begleitung nach unten sind VfR Volkmarsen, FSG Buchenberg/Ederbringhausen, (beide 32 Punkte), TSV/FC Korbach (33) und FC Homberg (34). Gewinnen Korbach (daheim gegen FV Felsberg) und der FCH (in Edertal), sind sie durch. Tun sie es nicht, beginnt womöglich das große Rechnen – je nachdem wie Volkmarsen (gegen SG Bad Wildungen) und die FSG (gegen Goddelsheim/Münden) abschneiden.

Kompliziert kann es bei Punktgleichheit werden. Der VfR weist den besseren direkten Vergleich mit Homberg und der FSG vor, der TSV/FC mit beiden Waldecker Kontrahenten, nicht aber mit Homberg. Buchenberg/Ederbringhausen wiederum lässt bei diesem Kriterium nur den FCH hinter sich. Sind drei Teams punktgleich, wird eine Extratabelle aus den Direktvergleichen gebildet.

Kreisoberliga

Meister (Mengeringhausen) und Vize (Freienhagen/Sachsenhausen) stehen fest, zwei Direktabsteiger auch (SG Edertal, Waldeck/Netze). 

Ob eine weitere Mannschaft unmittelbar gehen muss, hängt von der Gruppenliga ab: Nur wenn es dort drei Waldecker Teams nicht schaffen, hat die KOL drei Direktabsteiger, und der Viertletzte muss in der Relegation nachsitzen. So oder so bangen Rhoden/Schmillinghausen (27 Punkte) sowie Berndorf (25) und Wesetal (27), die am Samstag direkt aufeinandertreffen.

Übrigens: Gewissheit, dass sie drin bleibt, hätte bei Abpfiff ihrer Partie lediglich die SG Rhoden, aber nur, wenn sie ihr Heimspiel gegen Altenlotheim gewinnt: Sie liegt im Direktvergleich mit Wesetal besser. Ansonsten heißt es warten: Die Gruppenliga-Spiele (17.30 Uhr) werden eine Stunde später angepfiffen als die der KOL

Kreisliga A

Vasbeck/Adorf, Willingen II und Usseln haben für den Weg nach oben schon gepackt, Eppe/Nieder-Schleidern bestreitet die Relegation. Sicherer Absteiger ist Schlusslicht Fürstenberg/Immighausen. Der Vorletzte TSV/FC Korbach II kann sich dann in die Relegation retten, wenn aus der KOL nur zwei Vereine absteigen – dann wäre die Richtzahl 15 erreicht. Wenn nicht, spielt Wellen/Wega die Extrarunde.

Kreisliga B

An der Spitze ist nur noch die Frage offen, wer in die Relegation darf (N’Waroldern/Landau, Arolsen II oder Diemelsee). Fixer Absteiger ist Waldeck/Netze II; und der SV Eimelrod freut sich auf eine Zusatzchance. 

Da nicht mehr als zwei A-Ligisten direkt absteigen, ist der vorletzte Platz dank 15er-Richtzahl der Relegationsplatz. 

Bei nur einem Absteiger aus der A-Liga müsste sogar aus der Relegation der B- und C-Liga aufgefüllt werden. Heißt: Gembeck, Rhoden/Schmillinghausen II und Ederbringhausen/Buchenberg II müssen sich keine Sorgen mehr machen. (mn)

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