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1:0-Sieg: TuSpo Mengeringhausen bleibt in der Gruppenliga

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Von: Gerhard Menkel

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Die Mannschaft des TuSpo Mengeringhausen nach dem 1:0 über Mengsberg.
Aufgebaut zur Feier des Klassenerhalt: Die Mannschaft des TuSpo Mengeringhausen nach dem 1:0 über Mengsberg. © Werner Spitzkopf

Happy End nach 32 Spieltagen Abstiegskampf: Der TuSpo Mengeringhausen bleibt Gruppenligist auch nächste Saison. Der finale Akt: ein Sieg über den TSV Mengsberg.

Mengeringhausen - Das Tor zum 1:0 (1:0)-Erfolg über den Tabellenzehnten fiel in der allerersten Minute. Sven Schwedes setzte nach der Hereingabe von Luca Lüther einen Kopfball an, der hinter Torwart Sacir Nikocevic ins Netz fiel.

Unterm Strich hätten die Grün-Weißen den dritten „Dreier“ am Stück gar nicht gebraucht. Der FC Körle, der ihnen den Liga-Platz noch hätte streitig machen können, quittierte eine 2:4-Heimpleite gegen den FC Homberg und steigt wie die SG Bad Wildungen, der FV Felsberg und die SG Kirchberg/Lohne in die Kreisoberliga ab.

TuSpo-Trainer Gutmann nach seinem letzten Spiel: Team hat Charakter gezeigt

Die Mengeringhäuser, in den vergangenen Wochen diverse Male totgesagt, rundeten mit diesem Erfolg eine blendende Rückrunde ab. Sie holten 26 Punkte, genau doppelt so viele wie in der ersten Halbserie.

„Wir haben uns zu keinem Zeitpunkt aufgegeben. Das waren alles Endspiele in den letzten sechs, sieben Wochen“, sagte Trainer Andre Gutmann nach seinen letzten 90 Minuten an der Hagenstraße und lobte: „Wir haben Charakter gezeigt.“

Es war nicht so, dass die schnelle Führung gleich die Spannung aus der Partie vor vielleicht 180 Zuschauern gesogen hätte. Das lag an den Zwischenständen aus Körle. Dort hatte der FC aus einem 0:1 bis zur Pause ein 2:1 gemacht. Das hielt den Druck auf den TuSpo aufrecht, bloß nicht zu verlieren.

Die Möglichkeit der Pleite, sie war nicht groß, aber wegen des knappen Vorsprung lange gegenwärtig. Nicht dass die Mengsberger alles Fußballer-mögliche unternommen hätten, um die Partie zu drehen. Ihr erster Abschluss, ein Flachschuss von Arifi Arian an den Außenpfosten, war in der 30. Minute zu bestaunen. Mehr ließ die abermals sichere Abwehr der Gastgeber nicht zu.

TuSpo näher am 2:0 als Mengsberg am Ausgleich

Aber der TuSpo schaffte mit einem zweiten Treffer auch keine Ruhe im Karton. Tim Schades Schuss aus 18 Metern, den Nikosevic über die Latte lenkte (18.,), war die zweitbeste Aktion der ersten Halbzeit. Eine Viertelstunde später monierte Schade, er sei nach Hereingabe von Tim Sommer direkt vor dem Tor beim Abschluss geschubst worden. Der Schiedsrichter ließ weiterlaufen.

Nach der Pause kamen die Mengeringhäuser erst mal gar nicht in die Gänge. Gutmann fühlte sich zu rhetorischem Beinemachen aufgefordert: „Alle Mann wieder hoch fahren, wir schlafen ein“, rief er. Das war gleich nach der besten Torgelegenheit des Gegners, der eingewechselte Andre England, schön freigespielt, jagte den Ball frei vor Keeper Moritz Föll hoch über den Kasten (49.).

Erst nach ungefähr einer Stunde spielte der TuSpo wieder besser nach vorn und suchte zumindest den Abschluss. Die Versuche von Philipp Schwedes, Nico Müller per Kopf und Dominik Lüdtke flogen alle ziemlich weit über das Tor.

Als Lüdtke dann im Strafraum zu Fall gebracht wurde, hätten die Mengeringhäuser gern einen Elfmeter bekommen. aber Schiedsrichter Sebastian Schäfer ließ sich auf keinen Pfiff ein (68.). Drei Minuten später vergab Lüdtke die beste Gelegenheit im zweiten Abschnitt, er schob den Ball frei Nikosevic in die Arme.

Philipp und Sven Schwedes wechseln zum FSV Dörnberg

Die Spannung war dann sowieso aus dem Spiel, denn Homberg hatte in Körle seinerseits die Partie gedreht. Den Abpfiff quittierten die Mengeringhäuser mit ebenso viel Erleichterung wie Jubel.

Andre Gutmann zog danach Parallelen zu den knappen Heimniederlagen gegen Homberg (1:2) und Edermünde. (0:1), in denen manche schon Sargnägel für sein Team gesehen hatten. „Es war auch heute wieder so ein klassisches 0:0-Spiel, das wir aber verdientermaßen mal gewonnen haben.“

Gutmann sprach von einer „überragenden Rückrunde“. Die nur 13 Zähler vor der Winterpause erklärte er mit guten Gründen durch irres Verletzungspech - einer, der dem TuSpo lange gefehlt hatte, musste auch zum Abschluss passen: Giulian Braun fehlte wegen eines Infekts. Ansonsten war der Kader nahezu komplett.

Unter die Rubrik Personalien fällt zudem der gelungene Einstand von A-Junioren, vor allem: Torwart Moritz Föll und Marlon Paul. Das „Laufwunder“ habe auch er in der Hinrunde so nicht „auf dem Schirm“ gehabt, sagte Gutmann; Föll hütete da schon das Tor.. Ein weiterer Faktor: die in den letzten Wochen sehr gefestigte Abwehr..

Sie wird zur neuen Saison auf zwei bewährte Kräfte verzichten müssen: Außenverteidiger Denny Benndorf beendete mit der Partie seine Laufbahn, und Philipp Schwedes - gemeinsam mit Nico Müller eine Bank in der Innenverteidigung - wechselt im Paket mit seinem Bruder Sven zum Verbandsligisten FSV Dörnberg. Sie werden nach 12 und 13 Jahren beim TuSpo Lücken hinterlassen.

Nach zwei Jahren an der Hagenstraße wird außerdem Simon Schwechel zu seinem Heimatverein SV Freienhagen/Sachsenhausen zurückgehen. Auch Gutmann gab mit dem Saisonfinale seinen Ausstand: Als seinen Nachfolger stellte der TuSpo den Kasseler Patrick Gries vor.

Gutmann sagte, er gehe mit einem Grinsen. „Es war eine nervenaufreibende Zeit, gerade zum Schuss. Sie hat viel Energie gekostet. Die Mannschaft hat es mir in den letzten Wochen zurückgegeben.“

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