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TuSpo unterliegt Edermünde unglücklich durch spätes Tor

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Von: Gerhard Menkel

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Zum Wegwerfen:  Foto mit Luca Lüther und Dominik Lüdtke
Zum Wegwerfen: Das Foto mit Luca Lüther und Dominik Lüdtke (vorn) entstand nicht beim Spiel gegen Edermünde, passt aber dazu. © Artur Worobiow

Die einen feierten, die anderen trauerten: Nach der 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen den SC Edermünde ist der Klassenerhalt des TuSpo Mengeringhausen ungewisser denn je. Der Sieger dagegen ist durch.

Mengeringhausen - Würden Resultate durch Ballbesitz entstehen, der TuSpo Mengeringhausen hätte sich am Mittwochabend zumindest einen Punkt aufs Konto getan. Da sie durch Tore zustande kommen, nahm der SC Edermünde alle drei Punkte mit – und betanzte nach seinem Sieg an der Hagenstraße den Klassenerhalt in der Gruppenliga 1.

Ob die Verlierer das Bleiberecht noch erhalten? Ihre Niederlage war aus dem Stoff, aus dem Abstiege gewebt sind: fast 90 Minuten feldüberlegen gespielt, kurz vor Schluss den K.o.-Treffer quittiert, und das nach einer der ganz wenigen gefährlichen Aktionen des Gegners. „Verdient hatten wir es auf jeden Fall nicht, hier zu verlieren“, stellte Spielertrainer Andre Gutmann traurig fest.

Die ersatzgeschwächten Gäste – laut Trainer Teame Andezion gehörten drei Spieler der SCE-Reserve zum Kader – standen sehr tief und verdichteten die Räume. Der Gegner habe nur auf Fehler seiner Mannschaft gelauert, fand Gutmann: „Sie wollten uns auf Abstand halten, auch tabellarisch.“

Mengeringhäuser Abschlüsse fast nur aus der Rubrik harmlos

Keeper Moritz Föll musste vor der Pause nur einen Ball abwehren, er lenkte den Freistoß von Daniel Kraus zur Ecke (27.). Dazu gab es ein paar „Wackler“ (Gutmann), die Philipp Schwedes oder Nico Müller verlässlich abliefen – gleich nach drei Minuten klärte Müller gegen Jonathan Mertsch solch eine Situation.

Und der TuSpo? Kam zu drei, vier Abschlüssen aus der Rubrik harmlos. Das änderte sich nach der Pause nicht, obwohl die Gastgeber ständig im Vorwärtsgang und vom Willen getrieben waren, diese Partie zu gewinnen. Nach einer Ecke von Dominik Lüdtke etwa köpfte Sven Schwedes den Ball genau in die Arme von Torwart Tobias Ebert (51.). Lediglich der Flachschuss aus 20 Metern desselben Schwedes eine Viertelstunde später verbreitete echte Torgefahr.

SCE-Trainer Andezion: Nehmen den Sieg gerne mit

„Wir haben uns über 90 Minuten nicht so viele Torchancen herausgespielt, dass wir den Torwart ernsthaft unter Druck setzen konnten“, musste Gutmann einräumen. Und die Gäste? Ihnen reichte ein langer Ball, um der inzwischen als Dreierkette aufgestellten TuSpo-Abwehr den entscheidenden Schlag zu versetzen.

Schiedsrichter Simon Hesse pfiff den Gästen sogar noch einen Vorteil ab, den sie zum Treffer genutzt hatten. Er gab nach Foul von Keeper Föll stattdessen Strafstoß, den Kraus sicher verwandelte (83.).

Als dann Lüdtke in der vierten Minute der Nachspielzeit im Getümmel nicht durchkam, war die Niederlage der Gastgeber besiegelt. „Ein glücklicher Sieg“, bekannte SCE-Coach Andezion und ergänzte unter Hinweis auf eine Reihe schwerer Verletzungen im Kader: „Aber wir nehmen ihn gerne an nach dem vielen Pech, das wir in der Rückrunde hatten.“

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