Max Ullbrich und Florian Heine treffen - Torwart Michael Schirk hält Punkt fest

SC Willingen verdient sich 2:2 beim Tabellenzweiten

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Unruheherd und Torschütze: Florian Heine (rechts) beschäftigt die Sandershäuser Marcel Grosse (links) und Kevin Kutzner und erzielte sogar gegen drei Sandershäuser das zwischenzeitliche 2:1. Hinten schaut Jan-Henrik Vogel zu.

Heiligenrode – Verdienter Punkt beim Tabellenzweiten: Der Fußball-Verbandsligist SC Willingen hat im ersten Spiel nach der Winterpause und zwei Tage nach dem Rücktritt von Trainer Uli Drilling bei der TSG Sandershausen ein 2:2 (1:1) erkämpft.

„Wir haben eine gute Reaktion auf eine doch ereignisreiche Woche gezeigt“, meinte der in die Verantwortung gerückte Co-Trainer Rainer Schramme (siehe Text unten). „Wir haben uns von der ersten Minute an top präsentiert.“ Vor dem Anpfiff hatte der komplette Kader inklusive Betreuer in einem Kreis ihre Einheit demonstriert.

Im Regen von Heiligenrode hatten die Upländer auf dem alten Kunstrasen zunächst den böigen Wind im Rücken und kombinierten sich aus einer sicheren Defensive immer wieder geschickt nach vorne. Als der spielfreudige Jan-Henrik Vogel nach einer Ecke volley abzog, da konnte Keeper Maik De Coster nur abklatschen und Max Ullbrich staubte aus vier Metern per Kopf ab – 0:1 (12.).

Max Ullbrich staubt erfolgreich ab

„Das ist unser Spiel“, pushte Schramme seine Truppe. Christoph Keindl (14./33.) und Florian Heine (20.) hätten durchaus nachlegen können. Die Sandershäuser wussten sich gegen die kombinationssicheren Gäste oft nur durch Fouls zu behelfen. Umso überraschender fiel der Ausgleich, als Christopher Minne nach einem Eckball und zu kurzer Abwehr aus 13 Metern volley traf (39.).

In Durchgang zwei nahm der Wind zu, die Sandershäuser Bälle flogen oft zu lang, die der Willinger , wenn hoch gespielt, standen in der Luft. „Es war kompliziert zu spielen“, sah auch TSG-Coach Friedhelm Janusch viel Kampf um jeden Meter und nur wenige gute Chancen. Die ersten hatte der SCW durch Vogel (55.), dessen Schuss De Coster aus dem Winkel holte, und Heine (58.). Auf der Gegenseite parierte der für Yannick Wilke im Tor stehende Michael Schirk gegen Magnus Künkler (60.).

Florian Heine narrt drei Gegenspieler

Für einen fußballerischen Leckerbissen sorgte dann Heine. Per Diagonalpass von Philipp Ullbrich bedient narrte der Torjäger gleich drei TSG-Abwehrleute auf dem berühmten Bierdeckel und schoss flach ins lange Eck zum 1:2 ein (74.). Wäre Heine nur vier Minuten später nicht frei an De Coster gescheitert, vermutlich hätten die Willinger alle drei Punkte mitgenommen.

„Zum Glück hat Vogel das Ding gemacht“, durfte Janusch aber doch noch jubeln. Der SCW-Spielmacher brachte unglücklich Artem Radcenko zu Fall und Minne drosch den Strafstoß zum 2:2 in die Maschen.

Die Nachspiel hatte es dann in sich. Sie dauerte sechs Minuten, weil Felix Stengele gegen Jan-Niklas Albers zu Fall kam, als er auf dem Pflaster nach dem kurzen Auslauf wegrutschte und sich offenbar am Bein schwerer verletzte. „Das war eine klare Rote Karte“, zürnte Janusch. „Es war ein Foul im Laufduell“, war Kollege Schramme eher beim guten Schiedsrichter Felix Berger (Wehretal), der nur Gelb zog.

Trainer in Beurteilung nicht einig

In der von der TSG-Bank und unflätigen Zuschauern aufgeheizten Atmosphäre wäre den Gästen dann fast noch der eine Punkt entglitten. Aber Schirk wehrte mit Reflex und Gesicht den Kopfball von Minne aus nur vier Metern nach Ecke von Künkler ab. „Der Sieg wäre nicht unverdient gewesen“, meinte Janusch. Da war nicht nur sein Gegenüber anderer Meinung. „Das sehe ich doch anders“, erwiderte Schramme, „zumal wir spielerisch doch ein bisschen besser waren“.

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