Fußball-Verbandsliga: Upoländer fügen sich beim 1:5 beim FC Schwalmstadt zu schnell ihrem Schicksal

1:5 - Willingen baut das Schlusslicht kräftig auf

Vom Maskenmann verfolgt: Der Willinger Jan Henrik Vogel (links) ist vor dem Schwalmstädter Fabian Seck am Ball. Foto: Bernd Hahn

Treysa. Der SC Willingen fügt sich beim 1:5 beim FC Schwalmstadt zu schnell seinem Schicksal. 

Trainer Uli Drilling brachte es auf den Punkt. „Das war ein Paradebeispiel, wie man einen Gegner aufbauen kann“, ärgerte er sich über das 1:5 (1:2) des SC Willingen beim weiter das Verbandsliga-Schlusslicht haltenden 1. FC Schwalmstadt. Die Upländer sitzen ihrerseits auch erst mal im Tabellenkeller fest.

Dabei hatte es gut begonnen für die Gäste. Schon in der zweiten Minute prüfte Florian Heine unter Bedrängnis den FC-Keeper Tobias Girschikofsky und nach dessen Fußabwehr wurde der Nachschuss von Niklas Michel aus 14 Metern noch zur Ecke abgewehrt.

Guter Willinger Start

So ein Standard bescherte den besseren Gästen kurz danach die verdiente Führung, die Hereingabe von Matthias Bott köpfte Steffen Butterweck aus zwölf Metern unhaltbar unter die Querlatte (8.).

Dann wurde der Willinger Innenverteidiger aber zum Türöffner für das Schwalmstädter Spiel, den seine zu kurze Abwehr in die Füße von Peter Liebermann drückte dieser aus 20 Metern flach unten ins Eck – 1:1 (17.).

„Plötzlich war ein Riss in unserem Spiel“, erkannte Drilling, „und danach haben wir noch bei einem Standard gepennt“. In der 36. Minute köpfte Innenverteidiger Fabian Seck, der nach seinem Nasenbeinbruch erstmals mit einer Spezialmaske mitwirkte, kurzstehend aus elf Metern eine Ecke zum 2:1 ein (36.). Zuvor schon war die Dominanz des SCW auf dem Treysaer Kunstrasen dahin. In der 21. Minute bewahrte Yannick Wilke seine Elf vor einem Rückstand, als Vedran Jerkovic nach einem langen Diagonalpass und Stellungsfehler von Jan-Niklas Albers einen Heber ansetzte, aber der SCW-Torwart die Hände noch dran bekam. Die Willinger versuchten weiter nach vorne zu spielen und hatten auch etwas mehr Ballbesitz. Dem setzten die Gastgeber gefährliche Konter, gepaart mit Passsicherheit entgegen. Ein Schuss von Leon Lindenthal strich noch knapp am langen Pfosten vorbei (30.).

Fehler gnadenlos ausgenutzt

Mit zwei Halbchancen für die Willinger startete der zweite Durchgang. Zunächst zielte Matthias Bott aus der Distanz knapp vorbei (52.) und direkt danach ließ Girschikofsky den Schuss von Jan-Henrik Vogel nach vorne abprallen, dafür gab es aber keinen Abnehmer. Das war es aber bereits mit der Offensivherrlichkeit der SCW-Kicker in Durchgang zwei. Kombinationsfußball brachten sie nicht mehr auf den Platz und die vielen langen Bälle brachten die Elf von Trainer Attila Güven nicht wirklich in Gefahr.

Die Schwälmer lauerten weiter auf Konter und nutzten dabei die Willinger Fehler gnadenlos aus. „Mit dem 3:1 war die Sache entschieden“, ärgerte sich Drilling, „danach haben wir uns hier praktisch ergeben“. Lindenthal bereitete die Vorentscheidung vor, Brian Mitchell musste nur noch den Fuß dranhalten (65.).

Von den vielen gefährlichen Kontern saßen dann noch zwei: In der 74. Minute vollendete Ricardo Seck und mit dem Abpfiff Lindenthal.

Trainer-Duo rätselt

Drilling und sein Co-Trainer Rainer Schramme steckten direkt nach dem Abpfiff die Köpfe zusammen. Unerklärlich waren für beide „diese Ausschläge innerhalb von drei Tagen nach oben (2:2 beim Spitzenreiter Steinbach) und jetzt nach unten“. Da müssten einige Spieler ihre Einstellung überdenken – allerdings sehr schnell, denn am Sonntag reist schon der SV Weidenhausen an. (ni/apz)

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