Verbandsligist aus dem Upland gewinnt 5:2 beim TSV Rothwesten 

Rückstand als Wachrüttler für SC Willingen

Einer der stärksten Willinger und Torschütze zum 1:1: Christoph Keindl. Foto: Artur Worobiow/Archiv

Rothwesten. Hubertus Albers neigt ja nicht zum Überschwang. Gestern war der Trainer des SC Willingen aber durchaus angetan. „Das war schon richtig gut“, sagte er zur Leistung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit des Gastspiels beim TSV Rothwesten. Unterm Strich standen für den heimischen Fußball-Verbandsligisten ein 5:2 (3:1)-Erfolg, der Sprung über die 40-Punkte-Marke und die Revanche für das Hinspiel-2:3.

Dass die Upländer einen kleinen „Wachrüttler (Albers) brauchten, fiel nicht weiter ins Gewicht. Sie hatten den ersatzgeschwächten Gegner im ersten Abschnitt völlig im Griff. Mit der Ausnahme einer Szene: In der 11. Spielminute zog Dennis Salioski auf der linken Seite bis zur Grundlinie, spielte den Ball hoch an den langen Pfosten, wo Kristian Noja zum 1:0 nur einnicken musste.

Ullbrich im Tor kaum geprüft

Max Ullbrich im Tor war machtlos. Der Stürmer, nicht zum ersten Mal im Job des Aushilfstorwarts, war für Alessandro Casella eingesprungen, der mit Bandscheibenbeschwerden zu tun hatte. Stammkeeper Yannick Wilke ist noch im Urlaub.

„Danach hat die Mannschaft gezeigt, was in ihr steckt“, sagte Albers. Ullbrich musste bis zur Pause keinen Ball halten. Die Upländer überzeugten in Abwehr wie Angriff gleichermaßen, aus dem geschlossen auftretenden Team ragten Jan-Henrik Vogel und Christoph Keindl heraus.

Nur zwei Minuten zwischen Rückstand und Ausgleich

In die Karten spielte den Gästen der schnelle Ausgleich in Minute 13. Keindl spielte einen langen Diagonalpass auf die linke Seite, Florian Heine legte für Vogel ab, dessen Hereingabe der mitgelaufene Keindl aus fünf Metern verwertete.

Die Willinger kamen nun ins Rollen und kurz hintereinander zu ihren nächsten beiden Toren. Beim 2:1 für den SCW legte Heine quer für Eric Kroll auf, der aus 16 Metern trocken verwandelte (26.). Der dritte Treffer entsprang einem von Vogel direkt verwandelten Freistoß in den Winkel aus 25 Metern (29.).

Niklas Michel hätte vor der Pause nachlegen können. Nachdem Vogel TSV-Verteidiger Maxi Igel in Höhe des Fünfers den Ball abgeluchst und quergepasst hatte, traf sein Teamkollege den Ball halb im Fallen nicht gut und legte ihn knapp am Tor vorbei (40.).

Heines Doppelpack

„In der zweiten Halbzeit haben wir nicht die Spannung hochhalten können. Da war ich nicht mit einverstanden“, sagte Albers. Die Konsequenz: Rotwesten kam durch Nojas Tor aus zehn Metern nach schönem Freistoß-Zuspiel von Kevin Seeger heran (52.). Der unglücklich spielende Niklas Michel verpasste die schnelle Antwort (65.), sie gab dann Heine. Er schloss eine schöne Einzelleistung mit einem Flachschuss zum 4:2 für den SCW ab (74.)

Heine hatten kurz danach mit einem Lattentreffer Pech, ließ aber seinen Treffer Nummer zwei in der Schlussminute doch noch folgen. Dazwischen lagen Torchancen für beide Teams und ein Pfosten-Ball von Noja (85.). Albers fand den Sieg auch in der Höhe völlig verdient. (mn/apz)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare