Trainer Uli Drilling fordert nach zuletzt zwei Niederlagen eine Reaktion der Mannschaft ein

SC Willingen beim Tabellenführer SV Steinbach unter Zugzwang

Einsatz gefährdet: Willingens Christoph Keindl (hinten, gegen den Eichenzeller Jonas Grösch) hat sich im Pokal in Höringhausen ohne Fremdeinwirkung am Knie verletzt. Foto: Artur Worobiow

Willingen. Nach einem ganz schwachen Spiel geht es ausgerechnet zum Tabellenführer: Der SC Willingen gastiert in der Fußball-Verbandsliga Nord am Sonntag (15 Uhr) beim SV Steinbach.

„Nach dem 2:3 gegen Eichenzell ist eine Reaktion gefragt“, unterstreicht Trainer Uli Drilling, „und die erwarte ich auch“.

Auf dem Weg dahin war das Halbfinale im Kreispokal am Mittwoch in Höringhausen nur ein Intermezzo, zumal „die Platzverhältnisse kaum Fußball möglich gemacht haben“. Heraus kam ein Kampfspiel, „dass wir auch verdient 2:1 gewonnen haben“.

Eine Handvoll Wackelkandidaten

Die Begegnung beim Kreisoberligisten wirkt freilich noch nach. Christoph Keindl ist in ein Loch getreten und hat sich das Knie überstreckt; der Einsatz des Kapitäns ist fraglich. Angeschlagen sind auch Matthias Bott nach einem Schlag auf den Knöchel und Patrick Wissemann, der auf die Hand gefallen ist. Im Pokal geschont wurde Christian Kuhnhenne (Muskelverhärtung). Definitiv fällt Sebastian Butz auch nächsten Mittwoch in Schwalmstadt für die Offensive aus, der Winterberger ist auf Studienfahrt. „Wir haben aber einen großen Kader und werden eine gute Mannschaft stellen“, gibt sich Drilling kämpferisch.

Wie trotz Personalsorgen eine schlagkräftige Truppe zu stellen ist, dass beweist aktuell der SV Steinbach (siehe unten stehenden Text). „Dafür machen die das wirklich ordentlich“, schmunzelt der SCW-Coach angesichts von 16 Punkten aus sechs Partien für das letzte Aufgebot des Hessenliga-Absteigers.

Zunächst mit einem Punkt zufrieden

Selbst haben der Medebacher und sein Co-Trainer Rainer Schramme erst sechs Zähler verbucht. „Unser Ziel war und ist es uns von unten fernzuhalten“, so Drilling, „deshalb stehen wir nach den beiden letzten Niederlagen auch ein bisschen unter Zugzwang“. Angesichts der klaren Vorzeichen für den Gang zum Tabellenführer wären die Upländer zunächst auch mit einem Punkt zufrieden.

Den holten die Willinger im Übrigen im November 2015 beim 2:2 im Steinbach, um dann im Mai 2016 gegen den bereits als Meister feststehenden SVS zuhause mit 1:5 zu verlieren.

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