SC Willingen landet mit 2:0 gegen SV Weidenhausen einen ganz wichtigen Sieg

Starker Max Ullbrich macht für Willingen verdient den Deckel drauf

Klares Foul: Willingens Spielführer Christoph Keindl wird in der 28. Minute vom Weidenhäuser Thomas Hammer mit beiden Beinen voraus unfair gestoppt – aber der Elfmeterpfiff blieb aus. Rechts lauert SV-Keeper Johannes Klotzsch. Foto: Artur Worobiow

Schwalefeld. Der Blick auf die anderen Ergebnisse verdeutlicht es: Das 2:0 (1:0) des SC Willingen gegen den SV Weidenhausen war so was von wichtig. Mit nunmehr zehn Punkten bleiben die Upländer auf dem ersten Abstiegsplatz, aber der Rückstand auf Rang fünf beträgt nur drei Zähler.

Es war wieder ein Paradebeispiel, wie in Tor einem Spiel eine völlig andere Richtung geben kann. Die erste Viertelstunde gehörte eindeutig den Gästen, die leichtfüßig und selbstbewusst kombinierten, während den Gastgebern die Verunsicherung angesichts der letzten Niederlagen anzumerken war. Nur mit Mühe verhinderten die SCW-Kicker einen Rückstand und zum Glück stand Christian Steinmetz bei seinem Treffer hauchdünn im Abseits (10.).

Schwache erste Viertelstunde

„Es war offensichtlich“, meinte Trainer Uli Drilling, „dass bei einigen das Kreuz nicht ganz so breit war“. Allerdings nur bis zur 16. Minute. Dann leitete Matthias Bott den ersten gelungenen Angriff ein, der aufgerückte Außenverteidiger Jan-Niklas Albers zog eine klasse Flanke von der linken Seite mit links vors Tor und Florian Heine köpfte den Ball unhaltbar unter die Querlatte – 1:0. Fortan war die Körpersprache eine völlig andere, wurden plötzlich die Zweikämpfe gewonnen. „Da hat sich echt was gelöst“, meinte Co-Trainer Rainer Schramme.

SV-Coach Maikel Buchenau verstand derweil nicht, „wie man so den Faden verlieren und einen bis dahin unterlegenen Gegner stark machen kann“. Nun gaben die Willinger den Takt vor – nur die Chancenverwertung hielt da nicht stand. Nach Doppelpass mit Jan-Henrik Vogel scheiterte Michel frei durch an Johannes Klotzsch (25.) und als Christoph Keindl frei im Strafraum zu lange mit dem Abschluss zögerte, da verwehrte ihm der nicht immer sichere Schiri Gimmler (Salzkotten) beim Foul von Thomas Hammer auch noch den Elfmeter (28.).

Kurz danach drehte Bott einen 17-Meter-Freistoß über die Mauer an die Unterkante der Latte und Steffen Butterweck kam nicht richtig hinter den Abpraller (39.). Kein Glück hatte auch Vogel, wieder blieb der SV-Keeper Sieger (42.).

Viele Chancen liegen gelassen

„Die ersten Minuten sind ganz wichtig“, schwor Schramme die Mannschaft nach Wiederbeginn ein. Die sortierte sich auch sofort wieder und setzte die Vorgabe, schnell über die Außen nach vorne zu spielen, um. Nach einer direkten Kombination über mehrere Stationen bediente Eric Kroll in der Mitte Vogel, aber auch der scheiterte aus kürzester Distanz an Klotzsch (53.). „Was verballern wir für Dinger“, tanzten Drilling und Co. an der Linie.

Zunächst wurde es bei der einzigen großen Weidenhäuser Chance, die Yannick Wilke gegen Henrik Renke akrobatisch klärte und der anschließenden Ecke (58.) noch einmal knifflig, aber dann wurde auf der Gegenseite endlich erfolgreicher Konter gefahren. Nach Abschlag von Wilke schickte Albers über links den starken Max Ullbrich auf die Reise, der wurde beim Übersteiger von Hammer gefoult. „Der ist drin, der hat so viel Selbstvertrauen“, war sich Schramme sicher, dass „Toppi“ selbst den Elfmeter verwandeln würde – und das gelang (66.).

Die Messe war gelesen, auch weil die Innenverteidiger Butterweck und Philipp Ullbrich die Defensive zusammenhielten und alle anderen auch nach hinten arbeiteten. Da blieb Drilling nur, seine Truppe zu loben: „Das war der SC Willingen, den ich sehen will.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare zu diesem Artikel