Dardan Kodra übernimmt die Verantwortung

SC Willingen: Trainer Rainer Schramme hört im Sommer auf

Fußballtrainer  Rainer Schramme im Gespräch mit einem der Willinger Spieler.
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Nach der „Corona-Saison“ ist (erstmal) Schluss für ihn: Rainer Schramme, hier im Kreise der Willinger Spieler.

Seit drei Jahren ist Rainer Schramme Teil des Trainerteams beim Verbandsligisten SC Willingen. Bald will er eine Pause einlegen. Sein Nebenmann übernimmt.

Willingen - „Es tut mal gut, sich auch um andere Dinge zu kümmern.“ So begründet Rainer Schramme seinen Rückzug als Willinger Trainer nach dieser Saison. Sein aktueller Mitstreiter Dardan Kodra ist künftig alleinverantwortlich, unterstützt von Till Frigger als Co-Trainer.

Schramme, der von 2000 bis 2006 selbst für den SCW in der Verbandsliga verteidigt hatte, war 2018 vom TSV Berndorf als Co-Trainer ins Upland zurückgekehrt. Nach der Entlassung von Uli Drilling im März 2019 rückte der Berndorfer zum Chefcoach auf, gleichberechtigt mit Hubertus Albers und seit vergangenem Sommer mit Dardan Kodra.

Die Entscheidung, ab dem Sommer eine Pause einzulegen, sei schon länger gefallen, unabhängig von Corona und rein aus privaten Gründen. „Verbandsliga ist neben dem normalen Beruf doch sehr zeitintensiv“, begründet der 49-jährige Polizeioberkommissar sein fußballerisches „Sabbatjahr“. Gleichwohl sei ihm der Schritt nicht leichtgefallen, „denn ich fühle mich in Willingen sehr wohl“.

SC Willingen: Kodra übernimmt Kader, der fast komplett zusammenbleibt

Auch Kodra hätte nichts gegen eine Fortführung der erfolgreichen Arbeit der beiden B-Lizenz-Inhaber gehabt. „Wir sind mittlerweile sehr gut eingespielt“, habe er aus der ruhigeren Art und den Erfahrungen seines 21 Jahre jüngeren Trainerkollegen doch lernen können. „Nun steigt meine Verantwortung“, ergänzt der Marsberger, der vor zwei Jahren die A-Jugend der Upländer übernommen hatte und im vergangenen Sommer zur ersten Mannschaft befördert worden war. Ihm zur Seite steht künftig noch mehr Co-Trainer Till Frigger, der bislang vornehmlich für die Videoanalyse zuständig war.

Der Sportliche Leiter Hubertus Albers kann die Beweggründe nachvollziehen, bedauert aber gleichzeitig das Ausscheiden von Schramme. „Es ist schon toll, was die Mischung aus erfahrenem und jungem Trainer bewegt hat.“ Gleichzeitig sei es nun aber auch logisch Kodra allein das Vertrauen zu schenken. „Wir haben nie etwas anderes geplant.“

Neben der Hoffnung auf einen baldigen Restart sind die Planungen für die nächste Saison schon weit gediehen. „Wir sind personell gut aufgestellt“, wagt Kodra einen Ausblick. Erste Gespräche haben ergeben, dass bis auf Torwart Michael Schirk alle Spieler bleiben werden. Kodra bedauert, dass der 27-jährige Rüthener zum Bezirksligisten SV Geseke wechselt, kann es aber nachvollziehen: „Er ist zu gut, um zweiter Torwart zu sein.“ Als neue Nummer zwei im Tor soll Eigengewächse Florian Bouma weiter aufgebaut werden.  

Neben Winter-Rückkehrer Sebastian Butz stoßen Jonathan Vach und Fynn Butterweck von der SG Goddelsheim/Münden zum Kader (wir berichteten). „Damit haben wir unser vorrangiges Ziel die eigenen Leute zu fördern und uns punktuell zu verstärken erreicht“, sieht der Sportliche Leiter Hubertus Albers keinen weiteren Handlungsbedarf. (ni)

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