Fußball-Verbandsliga: Glücklicher, aber nicht unverdienter Erfolg der Upländer

SC Willingen erkämpft sich 3:1 in Grebenstein

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Hielt seinen Kasten mit starker Leistung sauber: Willingens Torwart Michael Schirk.

Grebenstein – Etwas glücklich hat der SC Willingen die Partie der Fußball-Verbandsliga Nord beim TuSpo Grebenstein mit 3:1 (1:1) gewonnen.

Aber auch verdient, weil die Abwehrarbeit vor allem nach der Pause wieder hervorragend funktioniert hat. Die Partie war, wie erwartet, hart umkämpft, weil die Gastgeber, im Hinspiel 4:1 erfolgreich, im Abstiegskampf um jeden Punkt verlegen sind. 

Das erste Viertel ging dabei an die Upländer. „Wir sind gut rein gekommen“, konnte SCW-Trainer Rainer Schramme auch die frühe Führung notieren. Matthias Bott zog eine Ecke von links auf den langen Pfosten und da netzte der aufgerückte Abwehrchef Raphael Mütze aus sechs Metern per Kopf ein (11.). Die Gäste blieben zunächst überlegen und tauchten vermehrt in der gefährlichen Zone auf. Nach 19 Minuten verpasste es Max Ullbrich die Führung auszubauen, seinen 16-Meter-Schuss nach Vorarbeit von Florian Heine drehte Torwart Andre Schreiber mit der Hand zur Ecke.

Die Zügel etwas schleifen gelassen

„Insgesamt haben wir uns aber wohl zu sicher gefühlt unser Spiel weiter durchzuziehen“, sah Schramme fortan auch einige Nachlässigkeiten im Passspiel. Bestraft wurde das nach 24 Minuten, als sich Jan-Henrik Vogel und Philipp Ullbrich 25 Meter vor dem eigenen Gehäuse nicht einig waren, Manuel Frey dies nutzte und Leon Ungewickel dessen scharfe Flanke aus acht Metern humorlos vollendete. Die schnelle Antwort verhinderte erneut Schreiber, als er Heines Abschluss per Fußabwehr entschärfen konnte (26.).

„Wir haben uns in der Pause neu aufgestellt“, erzählte Schramme. Das fruchtete wieder ganz schnell, denn in der 56. Minute schoss Tobias Schumann einen zu kurz abgewehrten Freistoß von Vogel aus elf Metern zum 1:2 ab. „Wir hätten dann ein bisschen konsequenter auf das dritte Tor gehen sollen“, sah der SCW-Coach seine Elf nun mächtig unter Druck, „wir haben einfach zu tief gestanden“. 

Schirk hält zweimal bärenstark

Oft brannte es lichterloh in und um den eigenen Strafraum, aber irgendwie brachten die Gäste immer wieder noch einen Fuß dazwischen. So ergaben sich für die Grebensteiner nur zwei echt Möglichkeiten, aber da war Michael Schirk auf dem Posten. „Er hat bärenstark gehalten“, lobte Schramme seinen Torhüter, der damit prompt zurückzahlte, dass ihm Stammkeeper Yannick Wilke („der Michi hat das verdient“) den Vortritt gelassen hatte. In der 70. Minute glänzte er beim 18-Meter-Schuss von Mario Bajo und bald danach klärte er den 14-Meter-Versuch von Adrian Schäfer per Fuß zur Ecke (78.).

Mit einer Einzelaktion (Schramme: „In seiner unnachahmlichen Art“) entschied schließlich Heine mit seinem 23. Saisontreffer die Partie. Von Eric Kroll über die rechte Seite bedient, tanzte der Goalgetter seinen Kontrahenten aus und setzte den Ball mit seinem starken linken Fuß oben ins lange Eck (87.). Der 30-Jährige wurde auch von seinen Abwehrspielern geherzigt, weil er damit auch ihre kämpferisch starke Vorstellung endgültig veredelt hatte. (mit apz)

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