Letztes Verbandsliga-Heimspiel des Jahres soll siegreich enden

Schwalmstadt kommt: Willingens Trainer Drilling mahnt zur Disziplin

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Im ersten Spiel auf dem neuen Kunstrasen blieb Patrick Wissemann (rechts) mit Willingen gegen Baunatal (hier Niklas Kühne) ohne Punkte. Der zweite Anlauf soll gelingen.

Willingen. Für Trainer Uli Drilling ist es immer noch der bisherige Tiefpunkt der Saison. Am Samstag (15.30 Uhr) bietet sich den Verbandsliga-Fußballern des SC Willingen zuhause die Chance, die Antwort auf das 1:5 beim damaligen Schlusslicht 1. FC Schwalmstadt zu geben.

„Ich kann mir das Ergebnis bis heute nicht erklären“, sagt Drilling. Sein Team führte auf dem Kunstrasen in Treysa sogar mit 1:0 und hatte eine weitere Großchance, um dann perfekt ausgekontert zu werden. 

Für die Schwalmstädter war das nach zuvor nur einem Punkt aus sechs Spielen der Auftakt für dann 19 Zähler aus 13 Auftritten. „Das zeigt, dass da Qualität vorhanden ist“, warnt er. Und fordert gleichzeitig, „dass alle bereit sind, das Hinspiel wettzumachen“.

Damit soll die Forderung des Trainers, mindestens 30 Punkte bis zur Winterpause, erfüllt werden, nachdem zuletzt die Partie gegen Dörnberg ausfallen musste. „Wir hätten gerne gespielt, wir waren gut vorbereitet und wollten im Rhythmus bleiben.“ 

Diesmal kann wohl gespielt werden

Mit drei etwas intensiveren Trainingseinheiten wurde die Zwangspause überbrückt. Dieses Mal drohen kein Schnee und Eis, damit sollte auf Kunstrasen gekickt werden können. Dass nicht im Stadion gespielt werden kann, sieht Drilling nicht als Nachteil. „Alle müssen damit leben, dass nicht alle Plätze gleich groß sind.“

Außerdem hätte er mit seiner Mannschaft mindestens genauso oft auf dem Kunstrasen trainiert, „da dürften die Maße allen geläufig sein“. Den Einwand, das 1:3 gegen Baunatal sei vielleicht auch dem geringeren Platz für die Stürmer geschuldet, lässt der Medebacher nicht gelten. „Das würde ja bedeuten, das Verteidigen ist einfacher – das ist uns da ja auch nicht gelungen.“ Viel wichtiger sei die taktische Disziplin, „dann machen die paar Meter weniger in der Breite nichts aus“.

Wen Drilling und sein Co-Trainer Rainer Schramme aufs Feld schicken, ist noch hier und da offen. Christian Kuhnhenne (Adduktoren) und Christoph Keindl (Viruserkrankung) sind wieder im Lauftraining, aber zumindest für die Startelf keine Option. „Wir haben auf jeden Fall 15 fitte Leute zur Verfügung“, hat sich auch gegenüber dem noch Selbstvertrauen gebenden 4:2 in Sand personell wenig geändert.

Schwälmer backen kleinere Brätchen

Der 1. FC Schwalmstadt backt längst kleinere Brötchen. „Wir spielen seit drei Jahren gegen den Abstieg“, sagt Attila Güven, Trainer des einstigen Stammgastes in der Hessenliga, „das spiegelt unsere Qualität wider“. Die sehr junge Mannschaft verfüge insgesamt nur über wenig Verbandsliga-Erfahrung. „Und wenn dann nur sechs oder sieben Spieler funktionieren, dann ist das zu wenig.“ Zuletzt fehlten zudem einige Leistungsträger, aber da gibt Güven Entwarnung. „Ich kann wieder auf wichtige Spieler zurückgreifen“, nennt er beispielhaft Peter Liebermann und Taktgeber Vedran Jerkovic, die zuletzt schon beim 1:3 in Johannesberg wieder mitgewirkt haben. Der 27-jährige Kroate, der jahrelang bei Borussia Fulda in der Hessenliga gekickt hat, liegt mit sieben Treffern hinter Brian Mitchell (8) und vor Leon Lindenthal (6) auf Platz zwei der internen Torschützenliste. Zusammen hat das Trio damit zwei Drittel der 33 FCS-Tore erzielt. „Unser großes Ziel ist auf einem Nichtabstiegsplatz zu überwintern“, sagt Attila Güven, „deshalb brauchen wir einen Sieg in Willingen“.

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