Fußball-Verbandsliga: Eric Kroll, Sebastian Müller und Florian Heine die Torschützen in einseitiger Partie

SC Willingen glanzlos 3:0 gegen chancenlose Körler

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Anspielstation auf der rechten Seite und Torschütze zum 1:0: Willingens Verteidiger Eric Kroll.

Willingen – Am hochverdienten Sieg gab es nichts zu deuteln, gleichwohl war das 3:0 (2:0) des SC Willingen gegen den chancenlosen Verbandsliga-Vorletzten FC Körle alles andere als ein fußballerischer Leckerbissen.

Trainer Rainer Schramme war denn auch ehrlich, „wir haben nicht durch unsere Qualität und Dominanz gewonnen, sondern dank der Schwäche des Gegners“. In der Tat erreichten die Körler zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd die nötige Ligareife. „Wir wussten, was uns erwartet“, erklärte Trainer Tobias, „deshalb waren wir auch auf so eine Negativserie vorbereitet“. 

Eine gute halbe Stunde konnte seine Elf die mittlerweile neunte Niederlage in Folge verhindern, dann leitete Eric Kroll sie mit seinem Volleytreffer vom Strafraumeck ins lange Eck ein (37.). Der offensive Verteidiger, der auf seiner rechten Seite viel Betrieb machte und immer anspielbar war, hatte schon kurz vorher FC-Keeper Pascal Vaupel zu einer Flugparade gezwungen (26.). 

Angriffe zu oft durch die Mitte

Die Willinger hatten vom Anpfiff weg den Vorwärtsgang drin, rannten sich gegen die mit einer Fünferkette operierenden Gäste aber immer wieder fest. „Wir haben es zu oft zu kompliziert durch die Mitte versucht“, meinte Schramme. So blieb es bis zur Führung bei der Konterchance durch Max Ullbrich, als sich die Körler doch einmal aus der Deckung gewagt hatten (10.), dem Pfostenschuss von Florian Heine (24.) und dem Kopfball von Ullbrich nach Flanke von Jan-Henrik Vogel (26.). 

Als auch der Freistoß von Vogel vom Fünfmetereck nach unerlaubtem Rückpass verpuffte, da schien es nur mit dem dünnen 1:0 in die Kabine zu gehen (42.). Aber da war ja noch Sebastian Müller, der mit technisch feiner Einzelleistung den Ball halbhoch an den linken Innenpfosten und von da ins Tor setzte (45.+3).

Mit dem 3:0 schnell die Luft raus

Kaum waren 40 Sekunden im zweiten Durchgang gespielt, da erzielte Ullbrich ein reguläres Tor, aber nur der Linienrichter wollte Vorlagengebern Heine im Abseits gesehen haben. Kurz danach hieß es aber 3:0, als Ullbrich in der eigenen Hälfte Kadir Eren den Ball abluchste und Heine erfolgreich auf die Reise schickte (50.). 

Spätestens da war die Sache gelaufen, zu schwach war der als Dritter der Aufstiegsrunde nachgerückte Gruppenliga-Vize. Die FCK-Kicker freuten sich schon über ein im Mittelfeld gewonnenes Kopfballduell oder über eine erfolgreiche Grätsche. In die Nähe vom beschäftigungslosen Keeper Yannick Wilke kamen sie erst ganz spät durch die Schüsse von Henrik Ziebe (81.) und Felix Lenz (90.). „Die Mannschaft hat in ihrem Rahmen alles gegeben“, sagte Trainer Fehr, „mehr geht nicht“. 

Einige SCW-Kicker wirkten überspielt

Die Gastgeber waren freilich nicht in der Lage, den deutlichen Klassenunterschied in weitere Treffer umzumünzen. „Die sind doch platt wie sonst was“, forderte Kapitän Christoph Keindl seine Nebenleute wieder zu mehr Engagement auf. Vergeblich, der Mannschaft fehlte auch nach den 120 Pokalminuten vom Mittwoch die Frische. 

Einige Akteure wirkten auch überspielt, sicherlich auch dem engen Kader geschuldet. So standen, abgesehen von Ersatztorwart Michael Schirk, nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Matthias Bott und das Fehlen von Tobias Schumann (Urlaub) die verbliebenen elf Leute aus dem Verbandsliga-Kader auf dem Platz. Auf der Bank saßen so nur noch Spieler aus dem KOL-Team. Da wollte sich Schramme denn auch nicht so lange mit der Darbietung aufhalten – und kehrte das Positive hervor: „Drei Punkte, hochverdient, zu Null und oben in der Tabelle festgespielt.“

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