Fußball-Verbandsligist holt sieben Punkte aus den drei Spielen nach der Winterpause

SC Willingen schlägt CSC 03 Kassel mit 2:0

+
Brachte mit dem 1:0 den SC Willingen auf die Siegerstraße: Max Ullbrich, hier bedrängt vom Kasseler David Simoneit.

Willingen – Richtig gut waren sie nicht, aber gewonnen haben sie trotzdem wieder. Die Verbandsliga-Fußballer SC Willingen haben sich mit dem 2:0 (1:0) gegen den CSC 03 Kassel ins sichere Mittelfeld verabschiedet.

Es hätte freilich auch anders laufen können. „Wir sind schwer rein gekommen ins Spiel“, analysierte Trainer Rainer Schramme, „unser Passspiel war nicht genau genug und wir waren auch nicht so lauffreudig wie sonst“. Vielleicht lag es am trockenen, deshalb stumpfen Kunstrasen, vermutlich aber mehr am Gegner.

„Wir hätten durchaus 2:0 führen können“, sah auch CSC-Coach Lothar Alexi sein Team in der ersten halben Stunde vorn. Nicht beim Ballbesitz, aber bei den hochkarätigen Chancen. Nach einer Ecke von Karim Kouay kratzte Eric Kroll den Schuss von Maximilian Werner von der Linie; Yannick Wilke war bereits geschlagen (21.). Der nach der Winterpause erstmals im Tor stehende Keeper lenkte dann in der 30. Minute den Schuss von Jaroslaw Matys aus neun Metern mit einem Reflex über die Querlatte.

1:0 von Max Ullbrich als Dosenöffner

Danach schüttelten sich aber die Platzherren. „Ab da sah es anders aus“, konnten Schramme und Hubertus Albers, sein Nebenmann an der Linie, etwas ruhiger zuschauen. Nach vorne blieb es aber zunächst bei vielversprechenden Ansätzen – bis zur 42. Minute. Tobias Schumann steckte nach Ballgewinn von Jan-Henrik Vogel perfekt durch die Viererkette auf Max Ullbrich und der machte mit der Fußspitze das 1:0. „Der Dosenöffner“, wie Schramme es später nannte.

Die zweite Hälfte ging denn auch an die Upländer. „Da waren wir gut“, sagte der Coach, um gleich einschränkend hinzuzufügen: „Das Niveau der letzten Spiele haben wir nicht ganz erreicht.“ Wenn mal, oft unter Beteiligung von Sebastian Butz, Max Ullbrich und Vogel, richtig gut kombiniert wurde, dann kam die Kasseler Defensive gleich in Verlegenheit; die Freistöße von Matthias Bott verpfufften. Wichtig war angesichts der holprigen Offensive, dass die Abwehr und davor die Sechser Bott und Christoph Keindl standen. „Der Keindl hat 90 Prozent der Zweikämpfe gewonnen“, lobte Alexi die (im positiven Sinne) aggressive Spielweise der Willinger im Zentrum. Darüber hinaus bezeichnete er den Torabschluss seines Teams vor allem im zweiten Durchgang als „kläglich“.

Florian Heine kommt und trifft

Wie es geht, das zeigte auf der Gegenseite wieder einmal Florian Heine. Der Torjäger, der sich nach einer kurzen Nacht zunächst auf der Bank ausruhen durfte und erst drei Minuten zuvor eingewechselt worden war, schlenzte den Ball in Verlängerung der rechten Strafraumecke aus 20 Metern mit links unhaltbar hinten in den Winkel (68.). „Sensationell“, staunte selbst Alexi. Der Rest war, abgesehen von der anspruchsvollen Prüfung von Matys für Wilke (83.), gekennzeichnet von durchschaubarem Kasseler Anrennen und erfolglosem Willinger Lauern auf erfolgreiche Konter. 

„Schön war es nicht“, fasste Schramme die 92 Minuten durchaus kritisch zusammen. Aber sie waren erfolgreich und der Sieg verdient. „Unter Strich geht das so in Ordnung“, schloss sich Alexi dieser Auffassung an.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare