Fußball-Verbandsligist SC Willingen strickt Lösung in Trainerfrage bis zum Saisonende

SC Willingen mit Schramme und Albers an der Linie

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Über dem roten Strich bleiben: Der zum Cheftrainer aufgerückte Rainer Schramme will mit den Willinger Verbandsliga-Fußballern schnell die nötigen Punkte holen. 

Willingen – Der bisherige Co-Trainer Rainer Schramme und der Sportliche Leiter Hubertus Albers trainieren den Fußball-Verbandsligisten SC Willingen bis zum Saisonende.

Beim 2:2 gegen die TSG Sandershausen war Schramme noch allein an der Linie, an diesem Samstag (16 Uhr) gegen Spitzenreiter SV Steinbach wird Albers neben ihm stehen. 

Eine Neuausrichtung war notwendig geworden, nachdem der bisherige Chefcoach Uli Drilling am vergangenen Freitag zurückgetreten war. Drei Tage zuvor hatten ihm die SCW-Verantwortlichen ebenso überraschend mitgeteilt hatten, dass sie für nächste Runde nicht mehr mit ihm planen.

„Ich bin froh, dass Hubi wieder einspringt und zwar in gleichberechtigter Position“, war Schramme selbst ein Befürworter eines neu zusammengestellten Teams, dem weiterhin auch Torwarttrainer Stefan Bangert angehört. „Die Zeiten der Alleinkämpfer im Trainergeschäft in diesen Klassen ist vorbei“, ergänzte der 47-jährige Berndorfer, der damit auch besser seine Polizeidienste händeln kann. 

Albers war schon im vergangenen Frühjahr nach der Entlassung von Uwe Schäfer bis zum Saisonende eingesprungen und hatte den Ligaerhalt geschafft.

Über dem roten Strich bleiben

Und was ist in der nächsten Runde? Damit beschäftigt sich Schramme zunächst nicht. „Wir werden sicherlich irgendwann im April mal reden.“ Zunächst soll sich voll auf das Sportliche konzentriert werden.

„Wir müssen sehen, dass wir über dem roten Strich bleiben“, fordert Schramme. Bei wahrscheinlich fünf Absteigern beträgt der Vorsprung wenig komfortable sieben Punkte. Daran hat sich auch mit dem verdienten Remis gegen Sandershausen nichts geändert.

Doppelfunktion: Hubertus Albers ist Sportlicher Leiter und wieder Trainer. Foto: ni

Nach dem Gastspiel beim Rangzweiten reist jetzt der Tabellenführer an. „Ich finde das gar nicht schlecht, dass wir gleich die Topteams vor der Brust haben“, meinte Schramme, „da müssen wir gleich voll da sein“. Auf dem Kunstrasen in Heiligenrode ist das gelungen, „das war eine gute Leistung“.

Auf dem gleichen Geläuf im Uplandstadion ist der SCW personell ähnlich aufgestellt. Fraglich ist nur weiterhin Christian Kuhnhenne (umgeknickt), der am Dienstag noch nicht trainieren konnte. 

Wahrscheinlich kehrt Stammkeeper Yannick Wilke ins Tor zurück, nachdem Michael Schirk beim Auftakt den Vorzug bekommen hatte. „Das war das Ergebnis der Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung“, erklärte der Coach, „das muss man dann auch honorieren“. Der Rüthener zahlte es spätestens mit seiner Glanztat in den Schlusssekunden zurück.

Steinbach personell gebeutelt

Auf die Partie gegen Steinbach freut sich Schramme, „das sind richtige sportliche Herausforderungen“. Die hatten die Upländer beim 2:2 im Hinspiel, als in letzter Minute noch der Ausgleich kassierte wurde, schon einmal angenommen. 

„Wenn ich ehrlich bin, dann hätten wir verlieren müssen“, erinnerte sich auch Petr Paliatka daran. „Ich habe wieder nicht viele Optionen“, ergänzte der SVS-Spielertrainer angesichts der permanenten personellen Engpässe. „Aber gerade das hat die Mannschaft auch zusammenrücken lassen und stark gemacht“, ist dem 34-jährigen Ex-Profi nicht bange. 

Dem wollen die Willinger mit ihrer Geschlossenheit begegnen. Schramme: „Kompakt stehen und schnell in die Spitze spielen.“ Und damit die drei Punkte einfahren.

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