1:2-Niederlage für SCW trotz starker kämpferischer Leistung

Zwei Gastgeschenke verderben Willinger Hünfeld-Auftritt

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Erstes Tor in der Verbandsliga: Sebastian Müller (hinten) brachte Willingen auf 1:2 heran; das Foto zeigt ihm im Spiel gegen den CSC 03 Kassel. 

Hünfeld - Der SC Willingen hat seine zweite Saison-Niederlage quittiert. 1:2 (0:0) beim Hünfelder SV - keine Schande, doch die Verbandsliga-Fußballer aus dem Upland waren arg enttäuscht. 

"Das war bitter, weil ein Punkte drin gewesen wäre", gab Trainer Rainer Schramme zu Protokoll. Zwar hatte der gastgebende Hessenliga-Absteiger gefühlte 60, 70 Prozent Ballbesitz und setzte seinen Gast von Beginn an unter Druck. Aber die Willinger Defensive stand und ließ dem HSV nur wenige Torgelegenheiten."Vom Kämpferischen und von der Einstellung her war das top", lobte Schramme.

Und doch: Ein schlechter Nachgeschmack bleibt. Es waren zwei Gastgeschenke, die den Hünfeldern zu ihren Treffern verhalfen. In der 55. Spielminute bekamen die Willinger auf der linken Seite den Ball erst nicht geklärt, dann folgte ein zu kurzer Rückpass zu Torwart Michael Schirk. Kevin Krieger sprintete dazwischen  und schob dankbar ein. 

Nach dem Doppelschlag eigentlich k.o.

Direkt nach Wiederanstoß verloren die Gäste den Ball im Mittelfeld, Florian Münkel schnappte ihn sich, setzte sich gut durch und schloss unhaltbar für Schirk zum 2:0 ab (56.). "Auf einmal liegst du 0:2 zurück, und dann ist das Spiel gerade bei den Temperaturen eigentlich verloren", meinte Schramme. Zumal der SCW in Jan-Henrik Vogel, Florian Heine und Max Ullbrich seine besten Offensivspieler nicht dabei hatte.

Doch die Upländer kamen noch einmal zurück. "Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie topfit ist", meinte Schramme. In der 68. Minute spielte der überragende Christoph Keindl einen Pass auf Sebastian Müller, der mit viel Tempo in den Strafraum kam und flach ins lange Eck zu seinem ersten Verbandsliga-Tor traf. Der Treffer dürfte dem Neuzugang besonders gut getan haben.

Münkel köpft nach Lattentreffer vorbei

Die Willinger versuchten noch irgendwie einen Punkt mitzunehmen, erzwangen ausgeglichene Spielanteile. Den einzigen vielversprechenden Vorstoß mit Sebastian Butz und Keindl stoppte HSV-Torhüter Jonas Hosenfeld (82.). Auf der anderen Seite zielten die eingewechselten Aaron Gardermann (87.) und Christoph Neidhardt (90.) nach Kontern nicht sonderlich genau und verfehlten das Tor deutlich.

In der ersten Halbzeit hatte der SCW trotz des Hünfelder Drucks nur wenig zugelassen. Die beste Chance des HSV vergab Münkel, er köpfte einen Lattenabpraller nach etwas verunglückter Flanke von Andre Vogt freistehend über das Tor (15.). Den Schuss von Alexander Reith klärte Schirk zur Ecke (35.).

Tor fürs eigene Team verhindert

Für den SCW hatte Matthias Bott früh mit einem Freistoß knapp am Winkel vorbei einen Akzent gesetzt (7.). Einen guter Angriff über Keindl, Tobi Schumann und Butz klärten die Hünfelder gerade noch vor dem lauernden Müller (38.).

Noch ein Kuriosum aus Minute 53: Nach einer Flanke von rechts hatte Julian Rohde den Ball schlecht getroffen, der kullerte trotzdem Richtung Tor, aber Maximilian Fröhlich stoppte ihn rutschend beim Versuch, ihn über die Linie zu bringen. Dann packte Torwart Schirk zu. 

"Es war ärgerlich, dass wir zweimal gepennt haben", sagte Trainer Schramme noch. Lange beschäftigen sollen die Patzer das Team nicht. Am Montag beginnt die Vorbereitung auf das Spiel gegen Weidenhausen.  

 

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