2:5-Niederlage bei der SG Bad Soden

SC Willingen verliert nach der Pause den Faden

+
Erneut erfolgreich: Sebastian Butz (vorn) erzielte in Bad Soden das 1:0 den SC Willingen (Archivfoto).

Bad Soden – Die längste Anreise der Saison ist ohne Ertrag geblieben: Der SC Willingen hat die Verbandsliga-Partie bei der SG Bad Soden verdient mit 2:5 (2:2) verloren.

Bis  zur Pause sah es freilich danach aus, dass die Upländer nach dem Auftakt-3:1 gegen die SG Hombressen auch beim ambitionierten Aufsteiger punkten könnten. „Wir sind gut reingekommen“, fand Trainer Rainer Schramme und verwies auf die Glanztat von SG-Keeper Abdul Ersöz gegen Sebastian Butz nach Vorarbeit von Matthias Bott und Florian Heine in der 6. Spielminute. 

Keine 60 Sekunden später eroberte Heine im Mittelfeld den Ball, bediente Butz und diesmal traf die SCW-Spitze flach aus acht Metern zum 0:1 ins kurze Eck. 

Mütze bei Eigentor im Pech

Die Gäste waren mit ihrem schnellen Umschalten nach Ballgewinn brandgefährlich, da nutzte Soden zunächst das Mehr an Spielanteilen nichts. Der Ausgleich in der 16. Minute fiel glücklich für die SG, denn SCW-Abwehrchef Raphael Mütze sprang bei einem Klärungsversuch das Kunstleder ans Schienbein und schlug als unhaltbare Bogenlampe hinter Torwart Yannick Wilke ein. 

Nach knapp einer halben Stunde hatte Heine die erneute Führung auf dem Kopf, aber frei am langen Pfosten strich sein Versuch nach Ecke von Jan-Henrik Vogel drüber (29.). Erneut gejubelt werden durfte kurz danach, als Max Ullbrich, geschickt von Vogel, allein auf Ersöz zulief, genau quer passte und Bott mit langer Grätsche den Ball über die Linie drückte (35.). 

Die Führung retteten die Willinger aber nicht in die Pause. Zwar glänzte Wilke per Fußabwehr gegen Kevin Paulowitsch (42.), aber beim 16-Meter-Hammer des Sodeners in den Winkel (44.) war er machtlos. Ein Traumtor. 

Defensive: Abstimmung klappt nicht

Agierten die Gäste bis dahin auf Augenhöhe, vielleicht sogar einen Tick besser, so ließen sie nach dem Kabinengang nach. „Wir hatten gewisse Abstimmungsprobleme im Defensivverhalten“, erkannten Schramme und sein Nebenmann Hubertus Albers. 

Etwa in der 52. Minute, als Mütze nach einem langen Ball das Laufduell gegen Daniele Fiorentino verlor und Jaron Krapf dessen Querpass aus sieben Metern zum 3:2 verwertete. Ein richtiges Geschenk war der nächste Treffer, als sich Keeper Wilke und Mütze nicht einig waren und erneut Krapf leichtes Spiel hatte (68.). 

Schramme: Nicht drei Tore schlechter

Hatte die SCW-Abwehr schon in der ersten Hälfte einige Schwierigkeiten mit den schnellen SG-Leuten, so wurden allein die Schnelligkeitsvorteile nun immer deutlicher. Auch beim 5:2. Fiorentino schüttelte Jan-Niklas Albers ab und lupfte den Ball aus 18 Metern ins Netz.

 „Unsere Innenverteidiger waren viel zu oft in 1:1-Situationen gezwungen“, sah Schramme die taktischen Vorgaben kaum umgesetzt. „Und das haben die Bad Sodener brutal ausgenutzt.“ Im Angriff lief auch nichts mehr zusammen. „So steht dann am Ende eine deutliche Niederlage“, zog Schramme sein Fazit, „aber ich habe uns keine drei Tore schlechter gesehen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare