Verbandsliga Nord: SCW sorgt für zu wenig Gefahr gegen Aufsteiger

1:3 gegen Baunatal - Willinger Kunstrasen-Premiere geht daneben

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Musste mit dem SC Willingen ein 1:3 gegen Aufsteiger Baunatal hinnehmen: Jan Albers (links).

Willingen. Der erste Pflichtspielauftritt des SC Willingen auf künstlichem Geläuf ging in die Hose. Das Heimspiel der Verbandsliga Nord verloren die Upländer Fußballer am Samstag mit 1:3 gegen Eintracht Baunatal.

„Wir haben den Gegner stark gemacht! Wir haben gut angefangen, aber mit naiven Defensivverhalten die Tore zugelassen und so den Gegner in die Karten gespielt", sagte Willingens Coach Uli Drilling nach der Pleite gegen den Aufsteiger, bei der ihm zudem die richtige Körpersprache in seinem Team fehlte.

Das konnte zwar ein optisches Übergewicht und eine höhere Ballbesitzquote nachweisen, die Gäste zeigten sich aber gnadenlos effektiv. 

Nachdem die Gemeinde den Rasenplatz gesperrt hatte, wurde auf Kunstrasen gespielt, wo der SCW mit drei Spitzen druckvoll begann und einige Abschlüsse hatte. Richtige Torgefahr hielt sich jedoch schon da in Grenzen.

Die Gäste tauchten erstmals nach neun Minuten vor dem Tor  auf. Mit dem zweiten Auftritt wurde es gefährlich, mit einer Glanzparade gegen Hani Osman hielt Torhüter Yannick Wilke den SC noch schadlos. Doch nur eine Minute später wurde das naive Abwehrverhalten, wie es SC-Trainer Drilling später nannte, bestraft. Die Zentrale vor dem Tor war verwaist und so konnte Andreas Bürger nach einem Konter aus 16 Metern rechts unbedrängt abziehen – 0:1 (13.).

Willingen brauchte dann zehn, fünfzehn Minuten, um sich zu schütteln, hatte dann jedoch wieder Vorteile. In der 35. Minute wuselte sich Niklas Michel durch zwei, drei Gegner im Strafraum, kam zu Fall und nicht wenige der 130 Zuschauer warteten auf einen Pfiff. Der kam nicht.

Willingen drückte weiter, wobei sich fast immer Eric Kroll hervortat. Vor dem Eintracht-Tor war oft Hochbetrieb und es war schwer da durchzukommen, die SC-Angriffe waren jedoch auch nicht zwingend genug.

Als alle den Halbzeitpfiff erwarteten, verlor Jan Henrik Vogel einen Zweikampf am gegnerischen Strafraum, es folgte ein Konter im Höchsttempo, der erst im eigenen Strafraum in gemeinschaftlichen Handeln gestoppt werden konnte, allerdings auf Kosten eines Strafstoßes. Christian Krug trat an und traf sicher zum 0:2, danach ging es direkt zum Pausentee.

Nach dem Seitenwechsel kam der SC ambitioniert aus der Kabine, drückte die Gäste in deren letzten Drittel. Die richtige Durchschlagskraft fehlte aber weiter, mehr als einige Halbchancen waren nicht zu vermelden. Dann wechselte der SC offensiv, änderte die Vierer- in eine Dreierkette und ließ so Baunatal kaum aus deren Hälfte rauskommen. Aber vor dem Kasten waren sie gegen Mann und Maus verteidigende Eintrachtler zu harmlos. Nur selten wurde es richtig gefährlich, so wie in der 62. Minute, als Florian Heine nur cm am Pfosten vorbeizirkelte. 

In der 75. Minute wurden die Hausherren für ihr Bemühen dann endlich belohnt, Vogel kam an der 16 Meterlinie zentral vor dem Tor zum Schuss und der saß – 1:2. Jetzt ging die Post noch einmal richtig ab. 20-Meter-Freistoß Bott (81.), Ecke Heine (83.), Kopfball Butterweck (87.) – das Runde wollte aber nicht ins Eckige. Stattdessen konnte Tim Kraus einen SC-Angriff abfangen, gegen die entblößte Abwehr enteilen und zum 1:3-Endstand einschießen. (dv)

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