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Willingen kassiert gegen Eichenzell fünfte Niederlage in Folge

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Von: Manfred Niemeier

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Schiedsrichter Niklas Rüdenklau schaut, Gästespieler Benedikt Rützel (links) und der Willinger Sebastian Müller  beim Kopfball.
Da schaut Schiedsrichter Niklas Rüdenklau genau hin: Gästespieler Benedikt Rützel (links) und der Willinger Sebastian Müller kommen sich beim Kopfball in die Quere. © bb

Trainer Dardan Kodra brachte es auf den Punkt: „Die Situation ist jetzt richtig, richtig schwierig“, sagte er nach dem 1:3 (1:0) gegen den FC Eichenzell.

Willingen - Nach der fünften Niederlage in Serie müssen die Fußballer des SCW als Vorletzter der Verbandsliga Nord aufpassen, dass sie nicht frühzeitig den Anschluss verlieren. Dabei schienen sie am Sonntag lange Zeit auf dem Weg zum dringend benötigten zweiten Saisonsieg.

Mit kämpferischem Einsatz, aber auch spielerischen Elementen hielten sie konsequent ihre Grundordnung im 5-4-1 und verteidigten die knappe Führung aus der 45. Minute. Fynn Butterweck hatte praktisch mit dem Halbzeitpfiff den Ball zentral an zwei Gegenspieler vorbeigestreichelt und überlegt eingeschoben.

Es musste eine solche Einzelleistung her, weil ansonsten beide Teams angesichts der jüngsten Misserfolgsserien auf Absicherung bedacht waren und die Angriffe zwischen den Strafräumen entschärften. Torannäherungen gab so nur durch Standards.

FCE-Spielführer Rützel köpft Freistoß an den Pfosten

Gefährlich wurde es für die Gastgeber, als Benedikt Rützel einen Freistoß an den Innenpfosten köpfte und Jan-Niklas Albers den Nachschuss vor der Linie klärte (35.). Der zuletzt fehlende Innenverteidiger war für den von Rückenschmerzen geplagten Matthias Bott eingewechselt worden.

Mit der Chance von Butterweck, der von der linken Grundlinie Kirbus zu einer Fußabwehr zwang, fanden die Platzherren einen guten Start in Hälfte zwei. „Wir haben ganz bewusst erst kompakter gestanden“, lautete die Devise von FC-Spielertrainer Sebastian Sonnenberger, aber dann hatten wir ein klares Chancenplus.“

Mehr und mehr suchte seine Elf den Weg nach vorn. Der klasse Reflex von Torwart Michael Schirk gegen Marc Wettels verhinderte aber zunächst den Ausgleich (56.).

„Ordnung“, rief Kodra, „Entlastung“, Co-Trainer Rainer Schramme. Die Mannschaft schien dies zu beherzigen, denn Butterwecks Schuss nach guter Kombination wurde eben noch über die Latte geblockt (62.) „Wir hätten den zweiten Treffer setzen müssen“, haderte Kodra, „aber wir haben die Konter nicht vernünftig ausgespielt.“ Der letzte oder oft schon der vorletzte Pass wurde zu schlampig gespielt.

Die Begegnung kippt in der 74. Minute

Die Gäste drückten nun, aber die Willinger Ordnung hielt – bis zur 74. Minute, als Ferhat Yildiz einen langen Diagonalball per Heber verwertete. Mit dem Ausgleich brachen bei den Upländern defensiv alle Dämme.

Schirk, der beim Gegentor vielleicht hätte im Tor bleiben müssen, zeigte sensationelle Paraden gegen Yildiz (75.) und Marcel Ludwig (78., 80.), beim Kopfball von Wettels nach Ecke war er machtlos (80.). Ludwig machte mit einem Solo den Sack zu.

Die Enttäuschung saß tief beim SCW. „Wir sind nicht fit“, suchte Butterweck nach einer Erklärung für den Einbruch, „woran soll es sonst liegen?“ Der Trainer widersprach. „In Flieden haben wir in den letzten Minuten noch mal richtig nachlegen können“, so Kodra, „in einer Woche kann die Kondition nicht weg sein“. Er sah es eher als Kopfsache.

Für Jan-Henrik Vogel war ein Schlüssel, dass es wieder nicht gelungen ist, die Standardsituationen zu verteidigen. „Es ist ärgerlich, dass wir uns so um den Lohn bringen“, so der Kapitän. Auch Botts Ausfall („ein Fixpunkt“) habe dazu beigetragen, dass der Faden verloren ging. „Aber wir müssen die Fehler aufarbeiten und die Saison ist auch noch lang.“

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