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Willingen spielt 2:2 in Bronnzell und kann gut damit leben

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Matthias Bott beim  Strafstoß
Sicher vom Punkt: Matthias Bott erzielte per Strafstoß zum 1:0 für Willingen in Bronnzell das erste Tor der neuen Verbandsliga-Saison. Archiv © Artur worobiow

So viel steht mal fest: Die Fußballer des SC Willingen sind in die neue Saison der Verbandsliga Nord besser gestartet als in die alte.

Fulda - Stand vor einem Jahr eine 0:2-Heimniederlage gegen Barockstadt II in der Ergebnisliste, stanzte die Mannschaft von Dardan Kodra gestern ein 2:2 (2:1) bei der SG Bronnzell in die Tabelle des ersten Spieltags.

„Es war ein gerechtes Unentschieden“, fasste der Sportliche Leiter des SCW, Hubertus Albers, die Partie zusammen. Beide Mannschaften konnten jeweils die relative Dominanz für eine Halbzeit für sich beanspruchen.

Der erste Abschnitt ging an Willingen. Kodra hatte sich für Torsicherung zuerst entschieden. In der Grundordnung stand ein Dreierverbund, in dem Ernst Constantin Kesper aus der Reserve auf der rechten Seite aushalf; bei Ballbesitz des Gegners verteidigten die Gäste in einer Fünferkette. „Das hat gut funktioniert und Ballsicherheit gegeben“, sagte Albers.

Matthias Bott der erste Torschütze der Liga in der neuen Saison

Nick Bärenfänger und Sebastian Müller saßen bei Anpfiff auf der Bank, während Matthias Bott zur Startelf gehörte – und sich früh in der Torschützenliste verewigte. Nach Foul an Tom Friedrich im Strafraum hatte Schiedsrichter Pächthold Strafstoß verhängt, den Bott gewohnt humorlos zum 1:0 für seine Farben verwandelte – der Treffer in der 3. Spielminute war, an der Spielzeit gemessen, der erste dieser neuen Verbandsliga-Spielzeit.

Die Willinger hatten die Partie danach im Griff. Aus der gut organisierten Abwehr heraus starteten sie mit direktem Spiel schnelle Angriffe; von „Nadelstichen“, sprach Albers. Einen davon nutzte Florian Heine zum 2:0, als er nach Diagonalpass von Jan-Henrik Vogel mit einem Heber über Torwart Jonas Ritzel hinweg seine dritte gefährliche Aktion vollendete.

Der Ausgleich für Bronnzell fällt zum unpassendsten Zeitpunkt

Insgesamt erreichten die Gäste bis zur Pause ein Chancenplus von 5:1, wie Albers berichtete. Und doch endete der erste Abschnitt ernüchternd. Wie aus dem Nichts verwertete in der Nachspielzeit Christoph Sternstein eine Flanke zum 1:2 aus Sicht der Gastgeber. „Das war schon ärgerlich, dass wir in der 45. Minute den Anschlusstreffer kriegen“, sagte Albers.

Das Tor machten den Neulingen der SG Beine. Sie kamen deutlich beflügelt aus der Kabine, die Partie erhielt ein anderes Gepräge. Die Viktoria setzte den SCW wiederholt bei Freistößen und Eckbällen unter Druck, und die Abwehr mit Torwart Florian Bouma hatte einige schwierige Situationen zu meistern. In der 65. Minute gelang ihr das nicht.

„Ergebnis, mit dem wir leben können“

Nach einer Ecke klärten die Willinger den Ball nicht weit genug, der eingewechselte Niklas Schneider flankte, Sternstein verlängerte, Franz Ruppel stand genau richtig und traf per Kopf zum 2:2-Ausgleich. In den letzten knapp 30 Minuten besaßen dann beide Teams die Möglichkeit zum „Dreier“.

Für Willingen verpasste Bott nach Doppelpass mit Jan-Henrik Vogel das Tor knapp (68.). Die letzte Gelegenheit ließ Heine aus, als er den Ball in der 83. Minute neben den Kasten hob. Bronnzell versuchte bis in die Nachspielzeit hinein alles für den Sieg, doch der SCW hielt stand.

Albers würdigte das 2:2 auch angesichts der warmen Temperaturen und des Auswärtsspiels als in Ordnung: „Das ist ein Ergebnis, mit dem wir leben müssen, aber auch leben können.“ (mn)

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