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Fußballer des TSV/FC Korbach schaffen Finalhattrick - Endspiel gegen den TuS Bad Arolsen

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Halbfinale Waldecker Pokal in Vöhl
Einer von zig Zweikämpfen: Der Korbacher Lukas Beil (rechts) versucht den Wesetaler Alen Muratovic vom Ball zu trennen. © bb

Die Fußballer des TSV/FC Korbach haben zum dritten Mal hintereinander ein Finale im Waldecker Pokal erreicht. Der Kreisoberliga-Primus setzte sich in Vöhl mit 2:0 (0:0) gegen die SG Wesetal durch.

Gegner im Endspiel am 4. Jun in Basdorf ist der TuS Bad Arolsen, der im Halbfinale in Höringhausen die SG Eppe/Nieder-Schleidern mit 4:2 bezwang.

Korbach – Wesetal 2:0 (0.0). Die Trainer waren sich einig: Am Erfolg des TSV/FC gab es nichts zu deuteln. „Wir haben das hochverdient gewonnen“, sagte Korbachs Übungsleiter Uwe Tenbusch. Seine Mannschaft habe „ganz wenig zugelassen“. Deshalb habe sie sich ein Kompliment verdient: „Wir haben das gespielt, was wir wollten.“

„Verdienter Sieg für Korbach“, sagte auch Daniel Döring. „Unser Ziel war es, denen das Leben so lange so schwer wie möglich zu machen“, so der SG-Trainer. Das gelang den leidenschaftlich kämpfenden Edertalern auch. Schade sei, so, Döring. dass die SG durch Elfmeter in Rückstand geraten sei.

Wesetaler Keeper wird zum tragischen Held

An dieser Entscheidung von Schiedsrichter Philipp Henry gab es nichts zu rütteln. Der bis dahin fehlerlos spielende Keeper Mathis Heder wurde zum tragischen Helden, als er Korbachs Eric Fuchs halblinks vor dem Kasten zu Fall brachte. Steffen Emde verwandelte sicher vom Punkt zum 1:0 für Korbacher

Das Spiel schrieb da schon die 82. Minute. Es hatte mit knapp 20 Minuten Verspätung begonnen, weil die Kreisstädter in den gleichen schwarz-weißen Trikots angereist waren wie Wesetal. Der gastgebende TSV Vöhl organisierte die eigenen Leibchen aus Basdorf, und der TSV/FC trat an in Rot.

Die Partie lieferte vor allem Spannung, ab und an auch gute Spielzüge. Viele Ballverluste prägten sie, oft genug kam der letzte Pass nicht an den Mann. Dien ersten Abschluss hatte die SG, doch Jonas Müller traf den Ball nicht richtig (5.). Auf der anderen Seite leitete Raphael Chirakakis einen perfekten Angriff des TSV/FC ein, Heder verhinderte am Ende gegen Fuchs den Rückstand.

Die Spielanteile waren verteilt. Chancen? Na ja. Moritz Runde (17.) und Christian Althoff (24.) kamen für Wesetal zu Abschlüssen, auf der anderen Seite verfehlten Fabian Jaslar (20.) und Fuchs (29.) das Tor. Althoffs Versuch nach Diagonalpass von Niklas Kann lenkte TSV/FC-Keeper Andre Mohr zur Ecke (40.).

Nach Wiederbeginn suchte Korbach den ruhigen Spielaufbau, den Kapitän Chirakkis nun aus der Dreierkette ornganisierte. Glück hatten die Wesetaler, dass der Unparteiische nicht pfiff, als Kevin Walger bei der Attacke von Steffen Rohleder zu Boden ging. (50.) Sechs Minten später vergab Walger die bis dahin beste Möglichkeit der Partie, als nach einem weiten Ball allein vor Heder den Tormann anschoss.

Wesetal lief sich jetzt stetig in der Korbacher Abwehr mit dem starken Dominik Imöhl fest, der Druck des TSV/FC wuchs. Heder verhinderte gegen Niclas Tenbusch (62.) und Henrik Plassmann (75.) zweimal stark den Rückstand. Dann traf Emde per Strafstoß, und er setzte schließlich auch den entscheidenden Punch. Nach klasse Vorarbeit des eingewechselten Elias Meyer drückte er den Ball zum 2:0 über die Linie (87.), das direkt vorher Walger noch verpasst hatte.

Die Korbacher feierten den Sieg vor 100 Zuschauern. Uwe Tenbusch kündigte an: „Jetzt wollen wir das Ding unbedingt gewinnen.“ (mn)

Zweikampf im fußball
Sprung ins Finale: Der Arolser Torschütze Lee Roy Peeters im Duell mit Tim Emde (li.) und Jannik Mühlhausen. © malafo

Arolser nutzen ihre Torchancen besser

Bad Arolsen - Eppe/Nieder-Schleidern 4:2 (1:1). Ein frühes Tor muss kein Vorteil sein. Denn nach dem Kopfballtreffer von Julius Müller in der der 2. Minute nach einem Eckball führten die Arolser, aber dieser Treffer beflügelte keineswegs ihr Spiel. Die SG Eppe/Nieder-Schleidern übernahm nun das Kommando auf dem Sportplatz in Höringhausen, allerdings viel mehr als Feldvorteile wollten für die Mannschaft von Trainer Björn Emde zunächst nicht herausspringen. Jannik Mühlhausen hatte dann nach 20 Minuten die erste große Ausgleichsmöglichkeit, doch sein Schuss war zu schwach, um den Arolser Torwart Tom Hannig vor Probleme zu stellen.

Spielerisch stand die Partie auf einem schwachen Niveau, denn beide Mannschaften suchten ihr Heil in langen Bällen, Versuche sich nach vorn zu kombinieren endeten oft mit leichten technischen Fehlern. Dennoch resultierten aus den langen Bällen durchaus Tormöglichkeiten. Der Arolser Daniel Johnson (23.) zielte aus zehn Metern fünf Meter zu hoch aufs Tor und für den Epper Christian Göbel (25.) wurde nach einem Freistoß der Winkel zum Tor zu spitz, um den Ball am Torwart vorbeizuspielen. Schließlich platzierte der Arolser Lee Roy Peeters (30.) seinen Kopfball nicht gut, sodass der Epper Keeper Nikolai Mühlhausen den Ball abwehren konnte.

Der Ausgleich für die Epper entstand aber aus einer schönen Kombination über Jannik Mühlhausen, der den Ball auf rechts zu Niklas Sauerwald passte, dessen Hereingabe haute Christopher Emde aus rund elf Metern wuchtig in die Maschen. Dann hatte Christian Göbel nach einer Ecke noch die Kopfballchance seiner SG eine Halbzeitführung mitzugeben, aber der Arolser Torwart hatte etwas dagegen.

Arolser Carton setzt spielerische Elemente

Mit der Einwechslung von Garett Carton kamen in der zweiten Halbzeit mehr spielerische Elemente ins Arolser Mittelfeld. Sein Passspiel öffnete oft Räume, in die Mitspieler hineinstießen. Nach einer schönen Kombination erzielte Peeters (55.) die erneute Führung für die Residenzstädter.

Nur drei Minuten später verpasste die SG Eppe durch einen Kopfball von Jannik Reising den Ausgleich und fast im Gegenzug hätte Kevin Sobotta mit einem Solo auf 3:1 stellen können. Das fiel dann auch nach einem schönen Solo über die rechte Seite von Müller und seine Hereingabe verwertete Kevin Paskal. Doch die SG Eppe gab noch längst nicht auf. Nach einem schönen Angriff über rechts verwertete Lars Dohle (83.) die Flanke zum Anschlusstreffer.

Dann wurde es in den Schlussminuten nochmal hektisch, der Epper Aaron Klasan sah nach einem Foul die rote Karte und in der der Nachspielzeit krönte Carton seine gute Leistung mit dem 4:2 nach einem Solo von der Mittellinie.

Während der Arolser Trainer Torsten Mähl von einem verdienten Sieg „aufgrund der zweiten Halbzeit“ sprach, war sein Gegenüber Björn Emde verärgert über Schiedsrichter Jannik Stiehl, weil er „uns zwei Elfmeter verweigert hat“. Der Epper Coach gab dann aber auch zu, dass sein Team dieses Spiel auch verloren habe, weil „wir unsere Chancen nicht genutzt haben“. Letztendlich war das frühe Tor doch ein Vorteil für die Arolser, die nun ins Endspiel einziehen. (rsm)

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