Im Endspiel ein 3:1 über den SV Anraff

Frauen der SG Landau/Wolfhagen feiern Titel als Kreismeister im Futsal

Futsal-HKM 2019 der Frauen in Korbach, 01/19Der neue Futsal-Kreismeister SG Landau/Wolfhagen - hinten von links: Michelle Herold, Karoline Schwechel, Caroline Euler, Hannah Rode, Hartmut Schröder (Obnann), Julia Schröder, Anna Schäfer, Erich Herbold (Betreuer und Pressewart), Nele Walter, Anne Bausen, Kurt Gottlieb (Abteilungsleiter), Maria Ruppel (Waldecker Bank), Hagen Marquardt (Trainer) und Gudrun Biederbick (Kreisfrauenreferentin).Vorne von links: Vanessa Fischer, Lara Korndörfer, Sabrina Wandrei, Franziska Heldt und Martina Wachs.
+
Der neue Futsal-Kreismeister SG Landau/Wolfhagen - hinten von links: Michelle Herold, Karoline Schwechel, Caroline Euler, Hannah Rode, Hartmut Schröder (Obnann), Julia Schröder, Anna Schäfer, Erich Herbold (Betreuer und Pressewart), Nele Walter, Anne Bausen, Kurt Gottlieb (Abteilungsleiter), Maria Ruppel (Waldecker Bank), Hagen Marquardt (Trainer) und Gudrun Biederbick (Kreisfrauenreferentin).Vorne von links: Vanessa Fischer, Lara Korndörfer, Sabrina Wandrei, Franziska Heldt und Martina Wachs.

Korbach - Der Favorit hat gewonnen: Erstmals nach fünf Jahren feiern sich die Fußballerinnen der SG Landau/Wolfhagen wieder als Hallenkreismeister im Futsal. Doch der Weg zum Titel an diesem Sonntag war weder logisch noch leicht.

Das 3:1 der SG im Endspiel gegen den SV Anraff entsprach den Kräfteverhältnissen auf dem Parkett der Kreissporthalle. Landau/Wolfhagen setzte sich verdient gegen den Verbandsligisten durch, der damit seinen zweiten Platz aus dem Vorjahr neu auflegte."Ich freue mich riesig für die Mannschaft, dass sie hier Meister geworden ist", gab  Trainer Hagen Marquardt anschließend zu Protokoll.   

Doch beinahe wäre die SG gar nicht im Finale gelandet. Nach schon zwei Unentschieden in der Vorrunde stand sie im Halbfinale gegen den VfR Volkmarsen am Rande einer Niederlage. Der Erste der Vorrunden-Gruppe B führte nach dem Tor von Pia Tilenius (8.) durchaus verdient. Die Landauer regten sich zwar über den Treffer auf, weil einer der Schiedsrichter vorher gepfiffen hatte, doch er zählte.

Torhüterin Wandrei als Final-Garantin

Mit einem Kraftakt erzwang der Favorit in der 12. von 14 Spielminuten den Ausgleich, den Lara Korndörfer nach schönem Angriff markierte. Es kam zum Sechsmeterschießen, in dem Torhüterin Sabrina Wandrei die SG ins Endspiel führte - erst parierte sie zweimal gegen den VfR, dann verwandelte sie den fünften Sechsmeter zum 4:3 für die SG. 

"Wir haben glücklich gewonnen", gab Hagen Marquardt unumwunden zu. "Im Halbfinale haben wir nicht den Fußball gespielt, den wir können." Sein Trainerkollege Martin Funke war stolz auf sein Team: "Wir sind ein gleichwertiger Gegner gewesen für eine höherklassige Mannschaft."

VfR Volkmarsen überzeugt als Dritter

Als Trostpflaster holte sich der VfR als Turnier-Überraschung den dritten Platz durch einen völlig verdienten 1:0-Sieg gegen die  Anraffer "Zweite" (Tor: Alina Heinemann). Der SVA II war beim 0:4 gegen die eigene erste Garnitur chancenlos im ersten Halbfinale gewesen. Franziska Bischoff, Elisa Schellhase, Nele Süpring und Kora Haupt hatten die Tore erzielt und ihr Team damit fürs Endspiel in eine leichte Favoritenrolle gebracht.

Vorteil Volkmarsen: Szene aus dem klkeinen Finale zwischen dem VfR und Anraff II.

Doch die Auseinandersetzung der beiden aktuell führenden Frauenfußballteams in Waldeck bestimmte zusehends Landau/Wolfhagen. Im Vergleich zum Halbfinale war die SG kaum wieder zu erkennen, kombinierte prima und stand nach hinten sicher. Beim 1:0 nach schnellem Vorstoß profitierte Franzi Heldt vom genauen Zuspiel von Hanna Rode (5.), beim 2:0 lieferte dann die Spielführerin die Vorlage für Lara Korndörfer (11.).

Dramatik in der Schlussphase

In den letzten zwei Minuten stemmte sich Anraff mit aller Macht gegen den K.o., und prompt gelang Kora Haupt der Anschluss (13.). Der SVA warf alles nach vorn, kriegte den Konter, den Marlina Wachs 19 Sekunden vor der Schlusssirene zum 3:1 vollendete.

Trainer Marquardt verwies darauf, dass den beiden SG-Teams nach Verletzungen und Absagen neun Spielerinnen gefehlt hätten. "Der Erfolg ist umso höher einzuordnen." Auch Anraffs Trainers Alexander Baldauf musste in Anne Alff und Lisa Becker zwei Leistungsträgerinnen durch jüngere Spielerinnen ersetzen. "Wir sind froh, dass wir überhaupt so weit gekommen sind", sagte er.

Überzeugte als Torschützin und Vorbereiterin: Franziska Heldt von SG Landau (links), hier im Finale gegen die Anrafferin Franziska Karges.

Baldauf hört nach der Saison auf

Schon in der Vorrunde unterlag Anraff gegen Landau/Wolfhagen (1:2), kam aber dennoch als Gruppenerster weiter. Die finale Niederlage  im xten Duell mit dem Dauerrivalen schmerzte nicht nur sportlich, sondern auch aus einem besonderen Grund:Für Baldauf war es die letzte Gelegenheit, mit Anraff den Titel zu gewinnen. Er hört nach der Saison im Edertal auf.

"Die Mannschaft ist auch deshalb enttäuscht, weil sie die Meisterschaft für mich holen wollte", sagte Baldauf.  Nach vier Jahren in Anraff plant er eine Pause, ist aber auch offen für ein Engagement im Männerfußball.

Landau/Wolfhagen nahm den Pokal mit und 165 Euro für die Mannschaftskasse. Sponsor Waldecker Bank hatte insgesamt 600 Euro für das Turnier spendiert, das Gudrun Biederbick als "Werbung für den Frauenfußball" wertete. 

Die zuständige Referentin aus dem Kreisfußballausschuss freute sich, dass das Turnier ohne schwere Verletzungen ausgegangen war. Sie dankte ausdrücklich auch Ausrichter TSV Flechtdorf. Sportlich war der Titelverteidiger nicht über die Vorrunde hinausgekommen.     

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare