Keine Verluste bei den Senioren

Fußballkreis Waldeck geht mit 67 Teams in die neue Saison

Drei Spieler beim Kampf um den Ball im A-Liga-Spiel zwischen FSG Ittertal/Marienhagen und TSV Ehringen.
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Der Schriftzug passt nicht mehr: Moritz Hamel (10) und seine Teamkollegen vom SV Ittertal brauchen nach der Trennung vom TV Marienhagen neue Trikots. Auch Jonas Böttger (am Boden), der in Marienhagen zu Hause ist. In der Mitte der Ehringer Jens Urtlauf.

Der anhaltende Lockdown im Fußball hat in Waldeck nicht zur befürchteten Abmeldewelle geführt. Wie in der vergangenen Saison haben die Vereine auch für die Spielzeit 2020/21 wieder 67 Senioren-Mannschaften gemeldet.

Es gebe damit unter dem Strich „keine Verluste“, stellte Kreisfußballwart Gottfried Henkelmann fest. Das stimmt für die Zahlen. Das „Aus“ der SG Diemelsee, der einzige Rückzug im Fußballkreis in Corona-Zeiten, macht die neue Neuner-Reserve der SG Nieder-Waroldern/Landau wett. Doch auch Marienhagen verschwindet von der Bühne – der Turnverein hat die Spielgemeinschaft mit dem SV Ittertal nicht verlängert; der SVI tritt damit solo in der Kreisliga A und, mit Neuner-Team, in der Kreisliga C.

Keine Freude lösen bei Henkelmann die unterschiedlichen Staffelgrößen aus. Sie reichen von 17 Teams (Kreisoberliga, C-Liga) über 14 (Kreisliga A) bis zu nur 13 in der B-Liga. „Es ist unglücklich, dass wir so eine Schieflage haben“, sagte Henkelmann. Zwar liegen die sogenannten Durchführungsbestimmungen für die einzelnen Ligen mit Regelung von Auf- und Abstieg noch nicht vor, Henkelmann machte aber klar, dass der Fußballkreis innerhalb von zwei Jahren zurück zu einheitlichen Klassengrößen mit jeweils 15 Mannschaften will.

Der Rahmenterminplan, den der Hessische Fußball-Verband am Sonntag bekannt gab, sieht mit Start am 5./6. September eine Saison bis zum 13. Juni 2021 vor. Die Winterpause schmilzt für einzelne Klassen auf nur noch zwei Monate zusammen (14. Dezember bis 12. Februar). Ostermontag, Himmelfahrt und Fronleichnam sind für die Ligen mit 17 Mannschaften und mehr fest als Spieltage verplant.

Vier „englische Wochen“ – zwei im September, zwei im Oktober – sieht das Terminraster vor. Falls dem Heimverein für ein Abendspiel das Flutlicht fehlt, sollen der Tausch des Heimrechts oder das Ausweichen auf Nachbarplätze mit „Licht“ das Mittel der Wahl sein. „Wir müssen jetzt alle zusammenzurücken“, sagte Horst Riemenschneider, der Kasseler Regionalbeauftragte.

Pokalspiele in der zweiten Augusthälfte?

In Waldeck müssten KOL und C-Liga wegen ihrer Größe eigentlich unter der Woche spielen. Wollen sie das nicht, dann müssten sie den Rahmenplan voll ausschöpfen, also spielen bis Dezember. Schwierig. Das dürfte Debatten geben bei der Sommersitzung der Vereine. Einen Termin dafür gibt es noch nicht. Henkelmann sucht nach einer Räumlichkeit, in der die „Corona-Abstände und -Auflagen erfüllt werden können“.

Die Terminpläne können die Klassenleiter schon entwerfen. „Die Schlüsselzahlen sollen bis Mitte der Woche vergeben sein“, so Henkelmann. Allerdings steht die Planung nach wie vor unter Vorbehalt. Die Landesregierung erlaubt weiterhin Kontaktsport nur mit bis zu zehn Personen, ihre aktuelle Verordnung gilt bis zum 16. August. Die Fußballer hoffen danach auf die entscheidenden Lockerungen. „Ab dem 17. August könnten dann auch wieder Testspiele stattfinden“, sagt Riemenschneider.

In diesem Fall wäre die zweite Augusthälfte frei für Pokalspiele. Henkelmann hofft sehr darauf und kündigt an: „Alles, was wir früher anfangen dürfen, würde ich mit Pokal vollpacken.“ Immerhin haben 31 Mannschaften für den Kreispokal gemeldet. Rekordverdächtig.

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