Vereinsvertretersitzung in Mehlen

Fußballkreis: Henkelmann kandidiert für den Chefposten

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Der Stabwechsel kommt: Der scheidende Kreisfußballwart Peter Bauschmann (rechts) und sein designierter Nachfolger Gottfried Henkelmann. 

Noch fünf Wochen ist Peter Bauschmann in Amt und Würden. Seine Zeit als Chef im Fußballkreis Waldeck endet beim Kreisfußballtag am 6. März in Volkmarsen. Verabschiedet hat er sich schon mal.

Mehlen – Bei der Wintersitzung für die Kreisober- und Kreisliga, seiner letzten im Spitzenamt, am Mittwochabend in Mehlen sagte Bauschmann, in einem durchaus bewegenden Moment, den Vereinsvertretern tschüss. „Ich hatte viele schöne Jahre, es hat Spaß gemacht“, sagte der Korbacher, der 1985 als Pressewart in den Fußballausschuss kam. 

Kreisfußballwart wurde Bauschmann im Jahr 2000. Als seinen designierten Nachfolger stellte er Gottfried Henkelmann vor. Keine Überraschung: Der Kandidat aus Ehringen ist seit acht Jahren der Stellvertreter und seit Sommer Leiter der Kreisoberliga und der Kreisliga A. Bauschmann warb um breite Teilnahme in Volkmarsen. Vier Jahr lang hätten sich die Ausschussmitglieder für die Vereine eingesetzt. „Es wäre schön, wenn ihr nun am 6. März mal zwei Stunden Zeit für uns hättet“, sagte er.

Saisonrück- und -ausblick bildeten wie üblich die Anker der Sitzung, doch auf die Tagesordnung kamen in Mehlen viele Themen. Ein Überblick.

Die Ligen

„Ihr habt’s mir leicht gemacht“ – so oder so ähnlich wie bei Gottfried Henkelmann für KOL und Kreisliga A fiel auch das Fazit von Dirk Emmert aus, neuer Chef der erstmals eingleisigen C-Liga. Gudrun Biederbick nannte die Zusammenarbeit in der Kreisliga B zwar ebenfalls unproblematisch, die Klassenleiterin wies jedoch kritisch auf bereits zweimaliges Nichtantreten hin, einen Spielabbruch und immerhin zehn Nachholspiele. Deren Zahl liegt ansonsten sehr übersichtlich zwischen drei (KOL) und sechs in der A-Liga.

Die Strafen

Mit bis jetzt 72 Urteilen der Einzelrichter hat die Sünderkartei der Saison – mit Frauen und Jugend – fast den gleichen Umfang wie im Vorjahr (71). Aus dem Rahmen fielen zwei Klassen, teilte der scheidende Chef der Sportgerichtsbarkeit, Ewald Wollert, mit: die KOL mit nur acht Urteilen (Vorjahr 16) und die A-Liga, die ihre Zahl umgekehrt von neun auf siebzehn fast verdoppelt hat. Vier Urteile fällte die Kammer, davon zwei wegen Spiellabbrüchen.

Die Restrunde

In allen Klassen geht’s am 29. Februar/1. März weiter. Die letzten Punktspiele steigen einheitlich am Pfingstsamstag (30. Mai). Gegen vorgezogene Spiele hat Gottfried Henkelmann grundsätzlich nichts einzuwenden: Vorteile habe dadurch höchstens die Konkurrenz, die das Ergebnis dann ja kenne. Vorziehen müssen die beiden Teams des SC Blau-Gelb Korbach – den „Pauli“ belegen am 30. Mai die Leichtathleten.

Die Schiedsrichter

Für den Neulings-Lehrgang, der an diesem Freitag in Bad Arolsen startet, sind zehn Kandidaten fest angemeldet, zwei seien noch „in der Schwebe“, berichtete KSO Matthias Henkelmann und folgerte: „Das ist für das Minus, das wir haben, viel zu wenig.“ Möglichen Nachzüglern steht die Tür offen: Bis heute, 18 Uhr, können Vereine noch Anwärter anmelden. In der laufenden Saison hat Henkelmann bisher drei Punktspiele auf Waldecker Plätzen nicht besetzen können, weil nicht genug Unpartteiische parat standen. Diese Problem hätten alle ländlichen Kreise.

Vom Verbandstag am 6. Juni erwartet Henkelmann Beschlüsse, durch die das Schiedsrichterwesen „ziemlich auf den Kopf gestellt wird“. Als Stichworte nannte er Schiedsrichtersoll, Pflichtsitzungen und Spesenordnung. Ins Detail wollte der KSO am Mittwoch nicht gehen: Es habe keinen Sinn, Spekulationen anzustellen, bevor die Dinge beschlossen seien.

Ramadan

Die SG Wellen/Wega hatte für die Sitzung einen Antrag angekündigt mit dem Ziel, dass Spiele ihrer Reserve während des Ramadans auf den Vormittag (11 Uhr) gelegt werden können. Da etliche ihrer Spieler Muslime sind und in diesem Jahr vom 23. April bis 23. Mai zwischen Sonnenauf- und -untergang nicht essen und trinken dürfen, versprach sich die SG, dass sie bei einem früheren Anpfiff dennoch für die „Zweite“ auflaufen könnten. Wellens Vorsitzender Manfred Riepel berichtete in Mehlen nun, nach dem aktuellen Stand werde man auch ohne Anstoßänderung jeweils ein Team stellen. „Es kann aber sein, dass wir Probleme kriegen.“ Klassenleiter Emmert versprach Entgegenkommen.

Digitaler Spielerpass

Der Spielerpass auf Pappe ist definitiv ein Auslaufmodell. Schon ab der nächsten Saison will der Verband komplett auf den digitalen Ausweis umstellen; über den entsprechenden Antrag wird auf dem Verbandstag abgestimmt. „Das, was wir jetzt üben, wird dann Gesetz“, sagte Gottfried Henkelmann. Waldeck gehört in dieser Saison zu den Kreisen, die den Digi-Pass und die sogenannte Spielerberechtigungsliste in der Praxis testen. Laut Henkelmann sind die Erfahrungen gut: „Fast alles ist auf dem neuesten Stand.“

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