Hoffen auf Ende der Notbremse

Fußballkreis Waldeck: Saisonstart am 1. August im Visier

Zurück aufn Platz: Geht es nach dem Kreisfußballwart, wird in waldeck schon am 1. August wieder im Ligabetrieb gespielt. Im Bild ein Elfmeter von Jona Wießner (Volkmarsen) gegen Torwart Yannic Schulze (Berndorf).
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Zurück aufn Platz: Geht es nach dem Kreisfußballwart, wird in Waldeck schon am 1. August wieder im Ligabetrieb gespielt. Im Bild ein Elfmeter von Jona Wießner (Volkmarsen) gegen Torwart Yannic Schulze (Berndorf).

Trainingsstart noch im Juni, Pokalfinale im Juli, Saisonstart Anfang August: Ein solches Szenario ist für die Waldecker Fußballer geplant, nachdem der Verband wichtige Weichen gestellt hat.

Korbach - Fast genau sieben Monate wurde im Waldecker Land kein Fußball gespielt. Die Starre neigt sich jetzt aber doch schneller dem Ende entgegen, als mancher noch vor zwei Wochen vielleicht gedacht hat: Während die Sieben-Tage-Inzidenz in Waldeck-Frankenberg vom unrühmlichen Spitzenplatz rasant auf unter 100 gesunken ist, hat der Vorstand des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) schon jetzt grünes Licht gegeben für die Rückkehr auf den Rasen. Nur die Corona-Lage muss noch mitspielen.

Am Ende der insgesamt vierstündigen Verbandsvorstandssitzung am Freitagabend - Präsidiumsmitglieder, Regionalverantwortliche und Kreisfußballwarte saßen online am Tisch - war Waldecks Kreisfußballwart Gottfried Henkelmann um wichtige Erkenntnisse reicher und kann nun bei den Planungen für die Saison 2021/22 konkreter werden. Zu den 14 Tagesordnungspunkten der HFV-Sitzung gehörten nicht nur Regularien wie der Jahresabschluss und die Erläuterungen der Rechnungsprüfer, sondern auch sportliche Fragen.

Hygienekonzepte bleiben weiter gültig

Und die Antwort auf die drängende Frage „Wann geht’s wieder los?“ wurde überraschend klar beantwortet: Wenn es die Pandemielage zulässt, könnte schon an diesem Wochenende wieder ein Freundschaftsspiel ausgetragen werden. Oder eben trainiert werden. Das beschlossen die Beteiligten des HFV. Erklärend dazu hieß es in der Pressemitteilung, dass der Betrieb nur „unter Beachtung der behördlichen Vorgaben und Verfügungslage ab 29. Mai 2021“ wieder aufgenommen werden kann.

Darauf wies auch Henkelmann ausdrücklich hin. Man dürfe sich sicher über diese gute Nachricht freuen, so der Ehringer. „Allerdings muss allen klar sein: Wir müssen erst aus der Notbremse heraus, am besten wäre es natürlich, Stufe 2 der Lockerungen zu erreichen. Immerhin, so Henkelmanns Rechnung, könnte bis zum Feiertag kommender Woche Stufe eins erreicht sein, wenn die Inzidenz fünf Werktage in Folge unter 100 liegt. Ausnahme: Für Junioren bis einschließlich 14 Jahre gelten andere Lockerungsschritte; sie dürften bereits bei Stufe eins ohne wieder spielen und trainieren.

Die Unterlagen fürs Kicken in Coronazeiten können die Vereine schon einmal aus der Schublade holen. „Die Hygienekonzepte gelten weiterhin“, so Henkelmann. Erneut vorgelegt oder verändert werden müssten sie nicht. Teilweise ergeben sich aber Veränderungen, wie Henkelmann aufzeigte. Die Zahl von 200 zugelassenen Zuschauern beispielweise vergrößert sich, da genesene oder bereits zweimal geimpfte Menschen nicht dazugezählt werden.

Meldeschluss 6. Juni

Wann geht die neue Saison los? In Stein meißeln kann man die Antwort nach wie vor nicht. Aber die Beschlüsse des HFV geben den Fußballkreisen stabilere Korsettstangen für die Planung mit auf den Weg. Der 29. August war zuletzt des öfteren als erhofftes Startdatum genannt worden. Im Kreis Waldeck plant Gottfried Henkelmann allerdings einen deutlichen früheren Saisonauftakt.

„Wenn wir schon Anfang August loslegen dürfen, dann strebe ich das auch an“, sagt der Kreisfußballwart und nennt das Wochenende 31.Juli/1. August als Wunschtermin - „oder das Wochenende darauf“. Das Ansinnen Henkelmanns: Er möchte sich zeitlich „ein bisschen Puffer lassen“ und deswegen keine Zeit verschwenden.

Bis zum 6. Juni haben die Vereine noch Zeit für die Mannschaftsmeldungen für die neue Saison. In der Woche danach will der Kreisfußballwart die Vereinsvertreter zur Videokonferenz einladen, bei der dann vor allem beschlossen werden soll, welches Spielsystem jede Liga spielen möchte - eine normale Serie mit Hin- und Rückrunde, eine verkürzte Runde mit anschließender Auf- und Abstiegsrunde oder eine andere Variante.

Wichtigster Knackpunkt bei der Terminfindung für den Saisonstart: Wie viel Vorbereitung brauchen die Mannschaften? Der Pflichtspielbetrieb könne „nach Gewährung eines angemessenen Trainingsvorlaufes“ aufgenommen werden, heißt es laut Pressemitteilung im Beschluss des HFV-Vorstands. Fünf bis sechs Wochen will Henkelmann den Clubs zugestehen. Seine Rechnung: Wenn die Corona-Inzidenz 14 Tage unter 100 bleibt, könnte in Waldeck-Frankenberg am 16. oder 17. Juni wieder auf den Platz zurückgekehrt werden. Auf dieser Basis erscheint ein Saisonstart früh im August als realistisch.

Kreispokal wird noch ausgespielt

Auch mit „Altlasten“ der vergangenen Saison hat sich der HFV-Vorstand am Freitag beschäftigt. Dass der Kreispokal auch nach dem 30. Juni noch ausgetragen werden kann, ist eine gute Nachricht für den Kreis Waldeck. Der hat im Gegensatz zu manch anderen Kreisen, die noch keine Pokalspiele angesetzt hatten, den Wettbewerb schon fast beendet, nur noch das Finale zwischen der SG Bad Wildungen/Friedrichstein und dem TSV Altenlotheim steht aus.

„Wir wollen die Kreispokalrunde zu Ende bringen. Ich habe die beiden Vereine bereits gebeten, sich auf einen Termin zu einigen“, sagt Gottfried Henkelmann. Bis 1. August hat er Zeit, um den Sieger zu melden. Mitte Juli, so sein Plan, soll das Endspiel de Saison 2020/21 stattfinden. (schä)

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