Turnier hängt am seidenen Faden

Futsal: Kreismeisterschaft am Samstag – Bad Arolsen Gastgeber

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Erneut Favoriten: Der TuS Bad Arolsen und die SG Goddelsheim/Münden – hier im Finale des Vorjahres. 

Stellt dir vor, es ist Meisterschaft und keiner geht hin. Dieses Phänomen tritt am Samstag wieder im Fußballkreis Waldeck auf.

Bad Arolsen – „Nächstes Jahr kommen wir wieder.“ Mit diesen Worten hatte Torsten Mähl, Trainer des TuS Bad Arolsen, die Futsal-Kreismeisterschaft 2019 verlassen. Die Nordwaldecker hatten den Titel-Hattrick knapp verpasst, die SG Goddelsheim/Münden das Turnier durch ein 5:1 gegen die Arolser im Finale gewonnen. Und die Unterlegenen sich eine Revanche vorgenommen.

An diesem Samstag nun finden die Titelkämpfe im Futsal 2020 statt – und beide treffen auf jeden Fall aufeinander. Denn erstens treten die Lichtenfelser mit zwei Mannschaften an, zweitens wurden SG I und TuS Bad Arolsen beide in die Gruppe A gelost.

Sie dürften dort die klaren Favoriten aufs Weiterkommen sein, die Außenseiterrollen nehmen die SG Fürstenberg/Immighausen und der TuS Massenhausen ein.

Altenlotheim Favorit in Gruppe B

In der Gruppe B ist auf dem Papier der Kreisoberliga-Primus TSV Altenlotheim die stärkste Mannschaft; wobei sicher nicht alle Topleute aus der ersten Mannschaft die Hallenschuhe schnüren werden. Kontrahenten sind neben Goddelsheim/Münden II die SG Nieder-Waroldern/Landau und der TuS Helsen.

In der Arolser Großsporthalle sind die Gruppenspiele (Spielzeit: 12 Minuten) gegen 15.50 Uhr beendet. Danach bestreiten die Dritt- und Viertplatzierten die jeweiligen Platzierungsspiele, bevor es dann um die Podestplätze geht. die ersten beiden Teams jeder Gruppe stehen im Halbfinale. Der Titel wird im Endspiel ab 17.10 Uhr vergeben.

Soweit der sportliche Rahmen. Der sportliche Stellenwert der Futsal-Kreismeisterschaft ist weiterhin äußerst gering. Wie im Vorjahr kicken nur acht Teams mit, davon stellt ein Verein zwei. Um zwei volle Vierergruppen zu bekommen, erklärte sich zuletzt der TuS Helsen noch bereit, mitzumachen. Nachdem seine Zukunft schon vor einem Jahr vom Kreisfußball-Ausschuss in Frage gestellt wurde, hängt dieses Turnier weiter am seidenen Faden.

1000 Euro Prämie der Waldecker Bank

Ein Ausrichter wurde im TuS Bad Arolsen gefunden, nachdem zuletzt die Schiedsrichter-Vereinigung diesen Part übernommen hatte. „Die Halle war ohnehin reserviert. Und nachdem unser eigener Hofbrauhaus-Cup dieses Mal nicht stattfindet, haben wir uns gerne bereit erklärt, Gastgeber zu sein“, sagte TuS-Vorsitzender Carsten Strippel. Er zeigte sich allerdings enttäuscht darüber, dass es erneut so wenige Teilnehmer gibt. „Man muss sich wohl damit abfinden, dass kaum ein Spieler in der Halle kicken will.“

Am finanziellen Anreiz kann es nicht liegen. Die Waldecker Bank hält als Sponsor dem Turnier die Treue und schüttet auch diesmal wieder insgesamt 1000 Euro an Prämien aus.  (schä)

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