Einbruch nach gutem Start:

3:6 gegen Felsberg: Mengeringhäuser Team gibt in der zweiten Halbzeit Rätsel auf

Pascal Löhndorf
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Pascal Löhndorf erzielte die Führung für den TuSpo

Am Ende bleiben zwei leere Blicke der TuSpo-Trainer Oliver Hintschich und André Gutmann.

Mengeringhausen – Die beiden stehen nach dem Abpfiff der Gruppenligapartie Mengeringhausen gegen den FV Felsberg/Lohre/Niedervorschütz wie versteinert am Spielfeldrand und ihre Gedanken kreisen um die vergangenen 90 Minuten und der Frage: Warum ist uns dieses Spiel in Halbzeit zwei so entglitten, dass die Gäste noch ein 6:3 (2:2) erzielten?

„Die ersten 30 Minuten waren wir gut im Spiel und mussten eigentlich schon drei- oder viernull führen und dann ist es uns unerklärlich, warum dieses Spiel so dahingeht“, sagt Hintschich. Die Partie begann oder taktische Spielchen. Mengeringhausen trug die Angriffe aus einer stabilen Grundordnung gut vor. Adam Sek und Dominik Lüdke ließen gute Möglichkeiten aus und nach einer halben Stunde war sie endlich da, die Führung.

Doch die TuSpo-Elf ließ dieses wertvolle Produkt guter Arbeit wieder fahrlässig aus den Händen gleiten. Der Vorsprung hielt keine 60 Sekunden. Ein Fehlpass aus dem eigenen Strafraum heraus vor die Füße eines Felsberger und schon war Almedin Zahovic zur Stelle. „Dafür haben wir eine halbe Stunde lang hart geackert“, schimpfte Hintschich. Hier begann der Faden im TuSpo-Team schon zu reißen, denn nur vier Minuten später brachte Enes Sezer die Gäste in Führung.

Ein verwandelter Foulelfmeter durch Adam Sek in der Nachspielzeit zum Ausgleich hätte eigentlich ein guter Motivationskick für die zweite Halbzeit sein können. Aber Felsberg machte mit dem schnellen 3:2 (46.) all diese Gedanken zunichte.

Die Mengeringhäuser waren nun zwar bemüht, aber ihnen schien der rechte Plan für den Ausgleich zu fehlen, denn ihre Offensivaktionen waren zu offensichtlich, leicht auszurechnen. So kam Felsberg mit gut ausgespielten Kontern zu weiteren Treffern durch Sezer (48./55./86.) und Al-Omari (83.) mit einem Foulelfmeter. Sebastian Hess (90.) gelang noch das 3:6.

Während sich der Felsberger Coach Björn Kördel über den ersten Saisonsieg mit seiner Mannschaft „nach einer tadellosen zweiten Halbzeit“ freute, waren seine Kollegen doch sehr verstimmt. Das TuSpo-Trainer-Duo wird sich in dieser Trainingswoche vermutlich auch mit Konzentrationsübungen und individuellen Fehlern beschäftigen.  rsm

TuSpo Mengeringhausen: Roschanski - Jakob, Hess, Bastian Schade (46. Scholz), Marcel Löhndorf (68. Jäger) - Gutmann, Sven Schwedes, Pascal Löhndorf, Philipp Schwedes - Lüdke, Sek (68. Jakobschak)
SR: - Goronzy (Marburg) - Z:. 150
Tore: 1:0 Pascal Löhndorf (31.), 1:1, Zahovic (35.), 1:2, 2:3, 2:4, 2:6 Sezer (37./46./55./86.), 2:5 Al-Omari (FE/83.), 3:6 Hess (90.)

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