Fußball-Gruppenliga:

Gegner Tor und Tür geöffnet: Mengeringhausen unterliegt Melsungen 3:4

Pascal Löhndorf ( TuSpo Mengeringhausen)  überspringt Marvin Haas (Melsungen)
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Luftaufnahme: Dem TuSpo Mengeringhausen gelang gegen Melsungen kein Sprung nach vorn, auch wenn das hier durch Pascal Löhndorf so aussieht.

Wenn das Einfache im Fußball schwer wird, ist die spielerische Leichtigkeit weg. In dieser misslichen Situation befindet sich derzeit der TuSpo Mengeringhausen, dem auch beim 3:4 (1:2) im Gruppenliga-Spiel gegen den Melsunger FV einmal mehr zu viele einfache Fehler unterliefen.

Mengeringhausen – Ein verärgerter Trainer Oliver Hintschich wollte zum Spiel auch kein Wort mehr verlieren: „Wieder zu viele individuelle Fehler, was soll ich dazu noch sagen, es gibt dazu eigentlich nichts mehr zu sagen, wir wiederholen uns schon seit Wochen.“

Dabei war es ein sehr ansehnliches Spiel, mit technischen Vorteilen für die Melsunger. Und genau diese Ballsicherheit ist einigen TuSpo-Akteuren abhanden gekommen, denn sie ist es, die einen leichten Pass über zehn Meter zum Fehlpass oder eine einfache Ballannahme zur technischen Höchstschwierigkeit werden lässt.

Einige Aktionen wirkten fahrig, unkonzentriert. „Wir sind mit den Gedanken nicht auf dem Platz, schon seit Wochen nicht“, schimpfte Spielertrainer André Gutmann, nachdem Melsungen ein Gastgebergeschenk gern annahm. Die Situation auf der rechten Abwehrseite schien bereits geklärt, aber Kevin Koch kam durch schlampiges Defensivverhalten doch wieder an den Ball, wurde von Sören Schwechel im Strafraum von den Beinen geholt. Wojziech Bijan verwandelte den Strafstoß zum 1:3. Zudem fiel dieses Tor zu einem ungünstigen Zeitpunkt. 48. Minute. Damit waren alle Motivationsschwüre aus der Kabinenansprache im TuSpo-Team schon wieder verpufft.

Beide Mannschaften sind derzeit nicht gerade mit viel Selbstbewusstsein ausgestattet, aber die Melsunger wollten dieses Manko durch einen fast schon überzogenen Ordnungssinn ausgleichen. Anfangs rückte Trainer Peter Wefringhausen an der Seitenlinie fast jeden Schritt seiner Akteure gerade. Doch die TuSpo-Elf begann ebenfalls recht verheißungsvoll, musste aber nach einer Ecke das 0:1 durch Maximilian Kördel (19.) hinnehmen. Tim Schade (32.) gelang der Ausgleich. Darauf ließe sich aufbauen, wenn, ja wenn, sich die TuSpo-Viererkette nicht in Luft aufgelöst hätte, und Kevin Koch (37.) das Zuspiel in die Schnittstelle zum 2:1 nutzte.

In dieser Szene wurde die Hintschich-Kritik „wir lassen dem Gegner immer die Tür weit offen“ sichtbar. Und auch beim 1:4 bei Kochs zweiten Treffer (65.) zerfiel die Abwehrkette in ihre Einzelglieder. Das Spiel war gelaufen, aber Pascal Löhndorf weckte mit seinem Weitschusstor (88.) noch einmal leichte Hoffnungen im TuSpo-Lager.

Tim Schade hatte in der Schlussphase mit zwei Fernschüssen Pech und nach seinem Freistoß fast von der Außenlinie klatschte der Ball an die Latte. Er trat in der Nachspielzeit einen weiteren Freistoß, den Benndorf zum 3:4 nutzte. Aber die Mengeringhäuser blieben wieder einmal auf der Niederlage sitzen. (rsm)

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