Jugendfußballer der JSG Edersee treffen Oliver Kahn

Treffen mit dem Titan: Yannic Schulze und Torben Drews beim Finale der Torwart-Challenge

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Erinnerungsfoto mit „Titan“ beim Goalplay-Finale: Die beiden Torspieler Yannic Schulze (links) u nd Torben Drews von der JSG Edersee trafen Oliver Kahn. 

Stuttgart – Buchenberg war ein gutes Pflaster: Gleich acht Fußball-Torhüter, die im August an Oliver Kahns Train’ N’Fight-Challenge teilnahmen, schafften den Sprung nach Stuttgart, wo einmal mehr das Deutschland-Finale im Goalplay-Torspieler-Wettbewerb stattfand.

Für alle Sieger der Vorrunden-Turniere sowie die Talente, die eine Wild-Card bekommen hatten, ging es auf der großen Bühne um den Traum vom bundesweiten Sieg, der unter anderem ein Stipendium für das deutsche Fußballinternat mit sich bringt.

Auch Yannic Schulze und Torben Drews von der JSG Edersee hatten diesen Traum im Hinterkopf. Gemeinsam mit dem Bromskirchener Tyler Rupprecht und Buchenbergs Vorsitzendem Bernd Backhaus, der als Moderator mithalf, bildeten sie das Waldecker Teilnehmerfeld. „Klar hofft jeder, dass er erfolgreich ist. Man weiß nicht genau, was auf einen zukommt. Aber man will wenigstens die Gruppe überstehen“, gibt Yannic Einblicke in seine Gedanken. Am Ende wusste der A-Jugend-Keeper der JSG, dass vor allem die Erfahrung und das Erlebnis zählen, nicht zwingend die Platzierung.

Bis ins Viertelfinale, also unter die besten Acht, hatte es der 16-Jährige aus Nieder-Ense bei insgesamt 25 Teilnehmern geschafft. Allesamt mussten sie zum Auftakt in verschiedenen Stationen Punkte sammeln – etwa im Eins gegen Eins auf Minitore. Anhand der Punktzahlen wurden für den zweiten Tag vier Gruppen eingeteilt. Nur vier Spieler sammelten mehr Punkte als Yannic Schulze, der in Buchenberg Vorrundensieger geworden war.

Der Vorrundensieger vom Bodensee, Adnan Hodzic aus der Schweiz, holte sich letztlich den Finalsieg in Stuttgart.

Probleme mit dem kleinen Tor

Auch in Stuttgart standen an Tag zwei die direkten Duelle mit allen Facetten des Torspieler-Seins an: Man musste gut halten und den Gegenüber mit Abwurf, Abschlag oder einem gezielten Schlenzer überwinden. „Die ersten drei Spiele waren nicht so das Beste“, erinnert sich Yannic. Unter anderem war gegen das einzige Mädchen, eine U17-Torhüterin des FC Bayern München, kein Kraut gewachsen.

Yannic musste auch gegen seinen Kumpel Torben Drews ran, der bei der JSG Edersee zum älteren C-Jugend-Jahrgang gehört. Unentschieden endete der Vergleich – ein Punkt, der Yannic später noch helfen sollte. Denn nach zwei Siegen zum Abschluss schaffte er es noch ins Achtelfinale. 

Und nach einem Sieg dort war dann nach dem Viertelfinale Feierabend. Sein Gegner, ein Talent, das am deutschen Fußballinternat spielt, war eine zu harte Nuss, zumal dieser als noch recht junger Torspieler ein kleineres Tor zu hüten hatte. „Es war schwer, sich umzugewöhnen“, gibt Yannic zu. Insgesamt sei nochmal ein höheres Niveau zu erkennen gewesen als beim Vorrundenturnier.

Sympatischer Olli Kahn

Auch Torben Drews, der zum zweiten Mal beim Bundesfinale dabei war, sah das Niveau im Vergleich zu 2018 nochmals gestiegen. Dem Neukirchener fehlte ein Punkt zum Weiterkommen ins Achtelfinale, enttäuscht war er aber nicht. „Ich wollte alles geben und möglichst viele Tipps mitnehmen. Es war so oder so ein besonderes Erlebnis“, sagte Torben. Und wer sich nach Turnierende seine Knie ansah, wusste, dass er wirklich gekämpft hatte.

Wie auch Yannic hat ihm gefallen, dass Cheftrainer Markus Gaupp immer wieder seine Leistungen beurteilte und wertvolle Tipps gab.

Doch nur sportlich war das Event für die beiden heimischen Keeper beendet. Es gab ja noch den persönlichen Teil. Zum Beispiel das meist gute Miteinander. Yannic und ein Torwartkollege aus Thüringen zum Beispiel sind nun dicke Freunde geworden. 

Und dann war da ja auch noch der Titan: Oliver Kahn schaute persönlich beim Finale vorbei. „Er nahm sich viel Zeit, um sich die Challenge-Spiele anzusehen“, berichtet Torben. Selfie- und Autogrammwünsche wurden auf später vertagt – aber alle erfüllt. „Ich hätte gedacht, dass er arroganter ist“, gibt Yannic zu. „Aber er war sehr bodenständig und hat sich viel mit den Leuten unterhalten.“

So war denn auch eine Spielermutti angetan vom baldigen Bayern-Präsident. Mit den Worten „das ist ja doch nur ein Mensch“ lief sie mit Autogramm in der Hand halb fassungslos zur Familie. (schä)

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