Die Geschichte des Meisters SG II

B-Liga statt A-Jugend: Goddelsheim/ Mündens starker Unterbau

Der Meister der Kreisliga B: Das Team der SG Goddelsheim/Münden II
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Der Meister der Kreisliga B: Das Team der SG Goddelsheim/Münden II

Drei Trainer, drei Leithammel und viele Jungspunde – das ist die Mischung, aus der der Meister der Kreisliga B gemacht ist: SG Goddelsheim/Münden II.

14 Tage nachdem ihnen der Aufstieg nicht mehr zu nehmen war, machten die Lichtenfelser mit dem 4:0 über Landau/Nieder-Waroldern auch Platz eins klar.

Dass diese noch abhanden kommt, befürchtete kaum jemand. Zu souverän marschierte die Zweitvertretung des Gruppenligisten durch die Saison, in die sie mit keinen allzu großen Erwartungen gestartet war. Nach dem Abstieg aus der A-Klasse galt es schließlich, fast ein Dutzend Nachwuchsspieler einzubauen. „Wir hatten uns bewusst dafür entschieden, keine A-Jugend zu melden“, erklärt Fußball-Obmann Karl-Reinhard Grosche den „Jugendwahn“ der SG.

Die vielen Junioren werden von drei „Leithammeln“ geführt, wie Grosche Christoph Sippel-Heine, Manuel Schütz und Olaf Volke nennt.

Trainer Seebold lobt die Harmonie

Das gemeinsame Training beider Kader habe allen viel gebracht, sagt auch Markus Seebold. Er stellte sich in der Winterpause in den Dienst des Vereins, als dieser einen Trainer suchte – zum zweiten Mal schon. Gänzlich ohne Coach war man in die Saison gegangen, dann erklärte sich Miguel Lopez-Röhle bereit, diesen Part zu übernehmen. Aus gesundheitlichen Gründen musste „Migo“ den Job wieder aufgeben, und Seebold übernahm. Mit dem verletzungsbedingt pausierenden Kevin Vesper managte er die SG-Zweite – Mission erfolgreich abgeschlossen.

Kurzawe wird neuer Coach

Keine einzige Niederlage kassierte Goddelsheim/Münden II nach der Winterpause, die letzte datiert vom 11. November gegen Volkmarsen II. „Ihre Art kam bei den Jungs sehr gut an“, lobt Grosche die beiden Trainer, deren Nachfolger schon fest steht: Lutz Kurzawe – zuletzt Coach bei der SG Diemelsee – übernimmt. Und er darf sich auf eine Truppe mit viel Teamgeist und homogenem Kader freuen, der personell selten an Grenzen stößt. 

Am Sonntag beispielsweise saßen sieben Leute auf der Bank. „Und keiner ist sauer, wenn er nicht spielen darf“, lobt Seebold vor allem Harmonie und Moral im Team, die sich auch bei zwischenzeitlichen Rückständen zeige. Nicht zuletzt war auch das spielerische Element vorhanden. „Schon sehenswert, was die Jungs zeigen“, urteilt der Coach und erinnert sich etwa an das 4:0 gegen Odershausen; immerhin auch Aufsteiger.

Die Ausgeglichenheit zeigt auch der Blick auf die Torjägerliste: Obwohl die Lichtenfelser 111 Mal ins Schwarze trafen, taucht der erste ihrer Spieler erst auf Platz 15 auf – Nils Grosche mit zwölf „Buden“. Dafür gibt es noch sieben weitere Spieler mit mindestens sieben Treffern.

Die Ausgeglichenheit soll auch in der A-Klasse Trumpf werden. Dort ist das oberste Ziel, die Talente erneut weiterzuentwickeln. Nicht wieder absteigen steht freilich ebenfalls auf dem Wunschzettel. „Für den Verein ist es wichtig, dass der Unterbau in der A-Liga spielt, damit zur Ersten kein zu großes Leistungsloch entsteht“. (schä)

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