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Grosche trifft vom Punkt: SG Goddelsheim gewinnt auch in Mengeringhausen

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Mal kurz orientierungslos? Torschütze Mirco Grosche (Goddelsheim/Münden) beim Kopfball, links Tim Sommer vom TuSpo, hinten Jannik Guntermann.
Mal kurz orientierungslos? Torschütze Mirco Grosche (Goddelsheim/Münden) beim Kopfball, links Tim Sommer vom TuSpo, hinten Jannik Guntermann. © Artur Worobiow

Die SG Goddelsheim/Münden kann Derby. Nach den 4:0-Siegen gegen Altenlotheim und in Korbach entschieden die Lichtenfels-Fußballer auch den Vergleich beim TuSpo Mengeringhausen für sich, hatten beim 1:0 (1:0) aber auch Glück.

Mengeringhausen – Nach dem Spiel auf überschaubarem Niveau waren sich beide Trainer einig, dass nicht unbedingt die bessere Mannschaft die Punkte einkassiert hatte. SG-Coach Jens Fresen sagte es so: „Wir waren einfach nicht gut heute. Mengeringhausen war viel griffiger in den Zweikämpfen und hat fast alle zweiten Bälle bekommen.“

Fresen hatte die gleiche Startelf aufs Feld geschickt wie am Mittwoch. Diese präsentierte sich jedoch ganz anders als auf der Hauer. „Unsere Mannschaft hat einfach zwei Gesichter“, stellte SG-Vorstand Uli Grosche fest.

Gute Spielzüge eine Seltenheit

TuSpo-Coach Patrick Gries musste im Vergleich zur Vorwoche seine Startformation ändern. Leistungsträger Giulian Braun fiel wegen einer Weisheitszahn-OP aus, für ihn spielte Tim Sommer von Beginn an. An der Leistung seiner Mannschaft wollte Gries nur wenig bemängeln: „Nach zuletzt drei wirklich schlechten Halbzeiten haben wir heute von der kämpferischen Einstellung her ein gutes Spiel gemacht. Darauf müssen wir aufbauen.“

Die Partie war von vielen Zweikämpfen und Fouls im Mittelfeld geprägt. Einen vernünftigen Spielzug bekamen auf tiefem Boden beide Teams nur selten hin.

Die Szene, die das Spiel entscheiden sollte, sahen die Zuschauer bereits in der 19. Spielminute. TuSpo-Innenverteidiger Daniel Sinemus bekam den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum und spielte ihn Jannik Guntermann genau in die Füße. Dessen Versuch eines Schlenzers verhinderte der reingrätschende Marlon Paul mit seinem Arm, der nach Ansicht von Schiedsrichter Bastian Rüddenklau zu weit weg war vom Körper. Strafstoß.

Grosche bereits im zweistelligen Bereich

„So ist nun einmal die Regel. Das war eine richtige Entscheidung“, ließ Patrick Gries in dieser Szene keine Kritik am Unparteiischen zu. Mirco Grosche verwandelte vom Punkt sicher und erzielte bereits seinen zehnten Saisontreffer. Mengeringhausen erarbeitete sich in der Folge eine optische Überlegenheit, ohne dabei wirklich gefährlich zu werden. Die beste Möglichkeit vergab Luca Lüther nach einem schönen Pass des spielenden Co-Trainers Dominik Lüdtke, als er am langen Pfosten vorbeizog (25.).

In der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild: Goddelsheim/Münden agierte mit langen Bällen, die überwiegend im Nirgendwo landeten. Bis auf eine Möglichkeit in der 78. Minute, als Marcel Löhndorf in letzter Sekunde vor dem einköpfbereiten Niklas Göbel rettete, waren Chancen der Lichtenfelser Fehlanzeige.

„Uns hat heute einfach die Frische in den Beinen, aber auch im Kopf gefehlt. Unser Spiel war ideenlos“, gab Jens Fresen zu Protokoll. Mengeringhausen warf in den Schlussminuten alles nach vorn, der eingewechselte Max Jakobschak brachte noch einmal Schwung in die Offensive. Ein Treffer gelang ihm ebenso wenig wie Lüdtke, der zweimal aus aussichtsreicher Position vergab. „So eine Niederlage“, bekannte Patrick Gries danach, „ist schon bitter.“ (mr)

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