Gruppenliga-Vorletzter enttäuscht gegen Felsberg

Aus 74 Minuten Überzahl nichts gemacht – Edertal verliert 0:4

Fußball, Herren, Gruppenliga, Region Kassel, Saison 2018/2019, Spiel in Böhne am 28.04.2019, Tore 0:4, Edertal in weißen Trikot.Gelb-Rote Karte für Günaydin Öztürk (rechts) Schiedsrichter Fabian Bierau. Links Trainer Günter Klose (Edertal)
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Trauerspiel in Böhne: Konsterniert nimmt Edertals Trainer Gnter Klose die Gelb-Rote Karte zur Kenntnis, die Günaydin Öztürk (rechts) von Schiedsrichter Fabian Bierau erhält.

Böhne – Schlafmützig in der Abwehr bei gegnerischen Standards und schlechte Verwertung bei wenigen Chancen, Eintracht Edertal verlor mit 0:4 (0:1) gegen die FV Felsberg.

Bei fünf Punkten Abstand zum rettenden Ufer besteht zwar noch eine rechnerische Restchance. Doch unter dem Eindruck einer Partie, in der seine Elf bei 70 Minuten in Überzahl keine echte Chance zum Sieg hatte, herrschte bei Günter Klose erst einmal Realismus vor: „Felsberg war die bessere Elf, für diese Niederlage übernehme ich die volle Verantwortung“ erklärte der Eintracht-Coach. 

Unmittelbar zuvor hatte er seine Mannschaft ermahnt, die Runde jetzt ordentlich zu Ende zu spielen und eine optimale Vorbereitung auf das Freitagsspiel beim Schlusslicht Schwalmstadt zu bestreiten.

Simon Heck hatte die ersten drei Chancen des Spiels, bei anderen Gelegenheiten fehlte dem spielstarken Wühler aber ein Abnehmer. Mika Helmetag hatte einige 1:1-Duelle mit Abdullah Al Omari zu bestehen. Einmal schnappt er Felsbergs Torjäger den Ball weg (5.), aber keine 60 Sekunden später musste er hinter sich greifen. Nach Efrem Melkes Freistoß aus 30 Metern halbrechts lauerte Al Omari ungedeckt am linken Pfosten – 0:1.

Ab der 16. Minute war die Eintracht in Überzahl: Schiedsrichter Bierau setzte früh ein Zeichen gegen ungebührliche Härte und schickte den Felsberger Sven Budach wegen groben Foulspiels vom Platz. Doch bis zur Pause gelang der Eintracht nichts mehr, was Anlass zu Hoffnungen auf den Ausgleich gegeben hätte. Beide Seiten lieferten sich vielmehr einen Wettbewerb im Auslassen von Gelegenheiten.

Der Schuss von Giulian Braun in Minute 47 erwies sich als einzige Hoffnung auf den Ausgleich, doch er ging über die Latte (47.). Statt dessen nutzten die Gäste den nächsten Standard zum 2:0. Nach Henrik Heinemanns Ecke überraschte FV-Abwehrrecke Julian Sattelmacher die Eintracht-Defensive mit einem eingesprungenen Kopfball. Die zwei mal bei Standards düpierte Eintracht mühte sich redlich, um endlich aus der Überzahl Kapital zu schlagen, allein es fehlte das Überraschungsmoment.

Das hatten die gegnerischen Spieler dagegen bei einem Einwurf auf Höhe der Mittellinie auf ihrer Seite, Heinemann leitete den Ball nach rechts weiter auf Al Omari, der erneut so frei im Edertaler Strafraum stand, dass er zum 3:0 einschob (72.).

Mit einem Freistoß brachte Alen Muratovic zwar in der 77. Minute das Gebälk des Felsberger Tores zum Erzittern und drei Minuten später musste Elgaz noch eine Doppelchance von Artur Radig abwehren. Doch auch das letzte Tor der Partie ging an die Gäste. Im Spiel 10 gegen 10 – Öztürk hatte für ein Foul an der Mittellinie Gelb-Rot gesehen - hatte Al Omari erneut den Strafraum für sich, legte auf Enes Sezer ab, der aus elf Metern einschob (86.).  (ahi)

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