Fußballerinnen wollen lieber in der Gruppenliga bleiben

SG Landau: Meister, aber kein Aufsteiger 

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Die Fußballerinnen der SG LandauWolfhagen tragen ihren Trainer Hagen Marquardt auf Händen - jedenfalls für diesen Moment nach dem Abpfiff der Gruppenliga-Saison.

Landau. Mit einem deutlichen 9:0-Sieg über die TSG Kammerbach hat sich die SG Landau/Wolfhagen den Titel in der Frauenfußball-Gruppenliga Kassel geholt. Aufsteigen will der Meister aber nicht, das darf Vize Jahn Calden II.  

Die Spielerinnen der SG hatten sich schon im Vorfeld mit großer Mehrheit gegen den Aufstieg entschieden. Zu viel Aufwand, zu viele Spielerinnen, die wegen Beruf oder Studium nicht immer zur Verfügung stehen. Auch Trainer Hagen Marquardt war für den weiteren Aufenthalt in der Gruppenliga.

Gegen Kammerbach hätte Landau/Wolfhagen schon ein Punkt gereicht, aber der Meister brannte noch einmal ein Feuerwerk ab. „Die Mannschaft hat gut zusammengespielt, Ball und Gegner laufen lassen und so alle Vorgaben des Trainers perfekt umgesetzt“, sagte SG-Sprecher Erich Herbold.

Dorina Fülling erzielte allein fünf Treffer. Die anderen Buden machten  Franziska Heldt (2),  Anna Schäfer  und Sarah Schütz.

Korbach zum guten Schluss remis 

Der TSV Korbach trennte sich am letzten Spieltag mit einem 2:2 vom TSV Obermelsungen.  In der Partie in Nieder-Ense hatte von Anna Steinhof die Gastgeberinnen in der 29. und der 38. Minute in Führung gebracht. Nach dem Seitenwechsel machte sich dann aber Verunsicherung breit in der neu formierten Korbacher Hintermannschaft breit, was Carina Rose (50.)  und Svenja Boge (55.) zum Ausgleich nutzten. Die künftige Spielertrainerin Carolina Martins  bedankte sich noch einmal bei Spielführerin Andrea Rohde und Trainer Peter Kiel, die nach dem Pokalfinale am 10. Juni beim TSV aufhören. 

Odershausen verliert Spiel um Platz zwei 

Die Fußballerinnen des TSV Odershausen verpassten mit einer 1:4-Niederlage beim TSV Grebendorf Platz zwei in der regionalen Oberliga - die Vizemeisterschaft hätte zum direkten Aufstieg geführt, den der Gewinner der Partie jetzt in Anspruch nehmen kann.

„Grebendorf war die ersten 15 Minuten klar besser, aber das Ergebnis ist viel zu hoch ausgefallen“, sagte Odershausens Trainer Sebastian Stahl. Der Coach ärgerte sich zudem über die Leistung des Unparteiischen, der aus seiner Sicht nach einem Foul an Meike Ruhwedel, die allein aufs Tor zulief und von ihrer Gegenspielerin umgerissen worden sei, einen Platzverweis wegen Notbremse hätte aussprechen müssen. Ruhwedel erzielte das einzige Tor der Gäste. (asi) 

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