SV bezwingt Mitaufsteiger TSV Hertingshausen mit 3:2

Diesmal mit Happy End: Zweiter Sieg für Freienhagen/ Sachsenhausen

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Fuß drauf: Daniel Lippe (Freienhagen/Sachsenhausen, links) klärt vor Hertingshausens Marvin Virks.

Freienhagen – Die vier Abstiegsplätze der Gruppenliga sind seit Sonntag fest in Waldecker Hand. Aber die SV Freienhagen/Sachsenhausen hat sich vor den wichtigen Duell gegen Volkmarsen und Kirchberg besser in Stellung gebracht. Das 3:2 (2:1) gegen Mitaufsteiger TSV Hertingshausen war der zweite Saisonsieg

Schon beim 2:2 im Derby gegen Mengeringhausen war der zweite Sieg drin, den verspielte der heimische Liganeuling aber noch. Diesmal aber belohnte er sich einmal für seinen Aufwand.

„20 Minuten schwer getan, dann gut ins Spiel gekommen, aber einiges liegen lassen, und zum Schluss gezittert“, fasste Timo Kiepe die 96 Minuten knapp, aber sehr treffend zusammen. In der Tat: Wer nach 20 Minuten erst auf den Sportplatz kam, sah ein durchweg ansehnliches Spiel der Gastgeber. Wer vor Anfang an da war, hätte nach 20 Minuten nicht gedacht, dass die SV zur Pause auch schon mit 3:1 hätte führen können.

Den schnörkellosen Hertingshäusern gehörte die Anfangsphase, in der es schon zweimal nach dem 0:1 roch, ehe dieses dann auch fiel. Einen langen Ball von halblinks köpfte Marvin Virks vom Fünfmeterraumeck über Torwart Julian Paul in die Mitte, wo Leroy Bawuah aus kurzer Distanz nur noch einnicken brauchte – all das fand ohne Gegenwehr der Heimelf statt, die zunächst überhaupt keine Zweikämpfe annahm oder zu weit weg stand, um dies zu tun. Und Pascal Theis hätte fast nachgelegt für den Gast, verzog aber knapp, ebenfalls ohne „Geleit“ (22.).

Urplötzlich ist Freienhagen/Sachsenhausen im Spiel

Wie oder wodurch Freienhagen/Sachsenhausen ins Spiel fand, wussten auch die Trainer nicht so genau. Fakt war: Der erste vernünftige Angriff ergab eine Nachschusschance für Simon Schwechel, dessen Direktabnahmen-Aufsetzer aus 20 Metern ins Netz ging, wobei Gästekeeper Peter Helm nicht gut aussah (24.).

Urplötzlich war die SV da, gewann Zweikämpfe und hatte Zug zum Tor. Nur ein Abschluss kam nicht so oft zustande. Eugen Ruf verzog knapp (27.), gegenüber wehrte der erstmals in der Gruppenliga eingesetzte Paul (Robin Heinemann verletzte sich beim Aufwärmen) Timon Rübs Schuss gut ab (38.).

Als sich Ruf über links gegen drei Gegenspieler durchsetzte und Daniel Lippe die starke Vorarbeit mit einem wuchtigen Schuss aus 18 Metern vollendete, war das Spiel gedreht (40.), und die TSV-Abwehr hatte noch ein, zweimal Glück, dass nicht noch mehr passierte.

„In der Kabine haben wir den Jungs gesagt, dass sie es selbst in der Hand haben, ob sie heute punkten. Denn es war erkennbar, dass Hertingshausen schlagbar war“, sagte SV-Coach Andreas Josefiak, nachdem der Mitaufsteiger Wackler in der Abwehr offenbart hatte.

Zwei Einwechslungen mit Folgen

Und die Heimelf hatte auch nach Wiederbeginn ihre Chancen, wenngleich der Gast zunächst auf den Ausgleich drängte. Nico M+ller säbelte freistehend über den Ball (54.), die Gäste glichen fast nach einem abgefälschten Schuss fast aus, doch Paul boxte den Ball auf der Linie raus (58.). Nico Mannweiler traf mit sattem Linksschuss zum 3:1 (63.), doch die Messe war noch nicht gelesen.

Dann zwei Wechsel, die Wirkung zeigten: Beim Gast kam Halmat Ibrahim in den Sturm und besorgte mit dem ersten Ballkontakt das 3:2 (66.). Nach Vorlage von Mario del Colle, den der schwache Schwechel ungehindert flanken ließ, stieg der „Joker“ ebenso ungehindert hoch.

Die erste Aktion des bei den Platzherren eingewechselten Timo Heinemann: Er versuchte vergebens, bei einem Konter den ball zu erlaufen, wurde aber vom am Boden liegenden Theis gefoult, der dafür die Rote Karte sah (76.). Pech für Heinemann: Fünf Minuten später musste er wieder raus, weil er sich in der Aktion verletzt hatte.

Es blieb spannend, weil Nico Müller dreimal aus fünf Metern nicht am Keeper vorbei kam (80.), aber Hertingshausen war letztlich zu zweikampfschwach und uninspiriert, um Angst zu verbreiten. (schä)

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