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Goddelsheim/ Münden geht selbstbewusst ins Derby, Wildungen und TuSpo daheim unter Druck

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Hier geht’s zur Sache: Zweikampf zwischen Altenlotheims Spielertrainer Robin Wissemann (links) im Hinspiel gegen Tim Fresen von der SG Goddelsheim.
Hier geht’s zur Sache: Zweikampf zwischen Altenlotheims Spielertrainer Robin Wissemann (links) im Hinspiel gegen Tim Fresen von der SG Goddelsheim. © bb

Wandern ist ein anderes Mal: Die Gruppenligisten müssen am Ende ihrer langen Saison auch am Vatertag aufs Feld. Nur der TuSpo Mengeringhausen spielt bereits am heutigen Mittwochabend.

Altenlotheim - Goddelsheim/Münden (Do., 15 Uhr): Zum letzen Mal in dieser Fußballsaison sind am Himmelfahrtstag zwei Waldecker Gruppenligisten unter sich: Der TSV Altenlotheim empfängt die SG Goddelsheim/Münden, die im Abstiegskampf mit 37 Punkten noch nicht aus dem Schneider ist. Anders die Gastgeber: Obwohl sie mittlerweile sechs Spiele hintereinander verloren haben, sollten ihre 41 Zähler zum Klassenerhalt reichen.

Eine Favoritenrolle möchte keiner der beiden Trainer übernehmen. „Goddelsheim spielt einfachen Fußball und ist nicht leicht zu bespielen. Die Abwehr steht oft gut und die SG verfügt über eine immer gefährliche Offensive“, findet TSV-Spielertrainer Robin Wissemann. Die Vorgabe für sein Team: „Wir brauchen auf jeden Fall eine stabile Defensive und weniger Spektakel.“

Kollege Jens Fresen argumentiert mit der Tabellenlogik: „Altenlotheim steht in der Tabelle vor uns, daher sehe ich uns auswärts nicht als Favorit“, sagt der SG-Trainer. Fresen erwartet einen Altenlotheimer Gegner, der „alles raushauen wird, um gegen uns zu punkten“. Er selbst will das auch: punkten. „Man hat ja gesehen, dass am Ende der Saison komische Ergebnisse zusammen kommen.“ Deswegen wolle man von anderen unabhängig sein.

Immerhin reisen die Gäste nach dem 1:0 in Melsungen mit breiter Brust an. „Ein wichtiger Sieg, gerade wenn ich mir die anderen Ergebnisse vom Wochenende so ansehe“, sagt Fresen. Wissemann und die Seinen müssen die 2:6-Schlappe von Homberg wegstecken, wo der TSV in der ersten Halbzeit komplett enttäuschte. Das Hinspiel im August endete mit einem klaren 3:0 für die Lichtenfelser.

Eines steht für das Rückspiel fest: In Bestbesetzung tritt keines der beiden Teams an. Laut Wissemann fallen Florian Green und Tim Backhaus aus, weil sie sich in Homberg gezerrt hätten. Die beiden Sechser Rudi Hofert und Manuel Neuschäfer fehlen verletzt. Dafür kehren Yannik Leisner, Niklas Bräutigam und Patrick Wissemann in den Kader zurück. Bei der SG fällt Marcel Fernandes aus. Ein Fragezeichen setzt Trainer Fresen hinter den Einsatz von Marco Vesper, Daniel Butterweck und Benjamin Wendel.  (bb)

Mengeringhausen – Edermünde (Mi, 19 Uhr). Das nicht gegebene „Phantomtor“ im Hinspiel, das den TuSpo einen Punkt kostete, ist heute (19 Uhr) bestimmt im einen oder anderen Kopf präsent. Gegenwärtig aber ist der Abstiegskampf und der verlangt, um es mit Andre Gutmann zu sagen: „Dass wir das erste Mal in dieser Saison zwei Siege hintereinander einfahren.“

Das 1:0 am Freitag in Lohre hat den Grün-Weißen und ihrem scheidenden Spielertrainer diese Möglichkeit eröffnet. In der Tabelle hat der „Dreier“ ihre Lage nicht verbessert, weil die Konkurrenz ebenfalls gepunktet hat. Dazu zählt im weiteren Sinne auch Edermünde. Der SCE liegt mit 37 Zählern sieben vor dem TuSpo. „Eine Mannschaft, die noch den ein oder anderen Punkt benötigt; so erwarte ich sie auch“, sagt Gutmann. Er kann abermals auf Kevin Jäger setzen. Der 31-Jährige hatte in Lohre seinen ersten Rückrundeneinsatz für den TuSpo.

Gutmann hatte ihn gebracht, weil Jäger zuletzt für seinen Zweitverein Concordia Eschersheim (KOL Frankfurt) öfter getroffen hatte. Dass ausgerechnet er einen Elfmeter versemmelte, konnte Gutmann mit Humor nehmen. „Er hat gutgespielt, ist viel gelaufen und hat Räume geöffnet“, sagt er. Auch Tim Schade ist heute mit von der Partie, dagegen könnte Giulian Braun (Zerrung) ausfallen. Aman Tesfu und Pascal Löhndorf müssen arbeiten. (mn)

Bad Wildungen/Friedrichstein – Melsungen (Do., 15 Uhr). Wir hatten das Glück des Tüchtigen“, sagt SG-Trainer Jan Leimbach zum überraschenden 2:1 am Sonntag in Schwalmstadt. „Fußballerisch war das eher schwach von uns, aber kämpferisch und als Gruppenleistung top“, fügt er hinzu, „alle waren bereit bis zum Schluss alles zu geben.“

Mit den Melsungern wartet am Himmelfahrtstag der nächste starke Gegner auf die SG. „Sie haben mit Peter Wefringhaus den wohl besten Trainer der Liga und sind eine sehr gut besetzte Mannschaft mit Verbandsliga-Erfahrung“, findet Leimbach. Zuversicht spendiert den Badestädtern das 1:0 von Goddelsheim/Münden auf der Freundschaftsinsel. Es mache Hoffnung, dass was zu holen sei, sagt Leimbach, und erweitert diese Sicht gleich um das Sonntagsspiel gegen Eintracht Baunatal: „In dieser Woche können wir den Klassenerhalt festzurren.“ Dazu braucht es vermutlich zwei „Dreier“, und eine Antwort auf die Frage, ob die Mannschaft zweimal binnen vier Tagen an ihre Grenzen geht.

Bei der Aufgabe fehlen Leonard von Körber, Jan Kramer und Almedin Zahovic. Zurück nach Sperre ist Norayr Jalilyan, Janis Schuldts Einsatz ist fraglich (dv)

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