Gruppenliga: Felsberg zu harmlos

Erst leichtes Spiel, dann schwere Geburt – Goddelsheim/ Münden siegt 3:1

Eigentor, verletzt und auch noch Pech mit einem Weitschuss aufs leere Tor: Für Kevin Vesper und die SG Goddelsheim/Münden gab es aber dennoch drei Punkte zu feiern.
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Eigentor, verletzt und auch noch Pech mit einem Weitschuss aufs leere Tor: Für Kevin Vesper und die SG Goddelsheim/Münden gab es aber dennoch drei Punkte zu feiern.

Eigentlich musste man kaum Zweifel haben daran, dass die SG Goddelsheim/Münden diesen Gegner packt. Aber im Fußball zählen ja nun mal die Tore. Also dauerte es, bis der Spieler und Anhang aufatmen durften.

Goddelsheim – 89. Minute in der Lehmekuhle: Der humpelnde Kevin Vesper zielt vom Mittelkreis auf das leere Tor. Der Ball geht knapp daneben. Haare raufen war angesagt. Schon wieder. Denn diese Szene war ein Sinnbild für das gesamte Match zwischen Goddelsheim/Münden und der FV Felsberg/Lohre/Niedervorschütz.

Zum einen, weil es die gastgebende SG auch in der Schlussminute noch nicht geschafft hatte, auf ein unterdurchschnittliches Gruppenliga-Spiel toremäßig den Deckel drauf zu machen. Andererseits, weil Kevin Vesper quasi als Symbol für einen Goddelsheim/Mündener Kader stand, der schon ohne eine Handvoll guter Leute ins Spiel ging, dann auch noch Steffen Butterweck und Fabian Thomas verletzungsbedingt auswechseln und deshalb defensiv umstellen und letztlich den ebenfalls angeknockten Kapitän humpelnd auf dem Platz lassen musste, da eben die Gruppenligisten keinen Profiluxus genießen und nur dreimal auswechseln dürfen.

Goddelsheim/Münden: Trainer Fresen gefallen nur die ersten 25 Minuten

Obendrein blieb es Vesper verwehrt, sein Eigentor aus der 30. Minute wieder gutzumachen. Erst in der vorletzten nachspielminute flankte Mirco Grosche mit Auge auf Niklas Göbel, und der Eingewechselte vollendete zum 3:1. Eine Erlösung.

Eigentlich hätte die Heimelf schon zur Pause einen Gang rausnehmen können. Denn gegen harmlose Schwälmer kam sie auch ohne große Anstrengungen, aber dank viel Laufarbeit immer wieder zum Abschluss. Marcel Fernandes kratzte den Ball von der Torauslinie nach innen, Gästekeeper Erik Strube ließ ihn abprallen, und Mirco Grosche fans aus der Drehung die Lücke zum 1:0 (8.). Nach Doppelpass mit Daniel Butterweck erhöhte Florian Mitze auf 2:0 (19.). Alles lief nach Plan für die SG, die allein durch die beiden Torschützen noch mindestens zwei Tore hätte nachlegen können oder gar müssen.

Es kam anders. Plötzlich tauchte Sebastian Kraus rechts außen völlig frei auf, passte flach in die Mitte – wo kein Abnehmer in Schwarz-Grün war, dafür aber Kevin Vesper, der mit dem Außenrist ins Dreieck traf – Eigentor (31.). Spätestens bei Fabian Thomas" Direktabnahme kurz nach der der Pause hätte die Partie gelaufen sein können. Doch Felsberg blieb im Spiel und machte nun auch ohne Ball etwas mehr Druck für die Heimelf.

Die wurde hektischer und hatte deutlich weniger Ballbesitz und Torannäherungen. Strube klärte gegen Mirco Grosche per Glanzparade (74.), die folgende Ecke klatschte, vom Gegner verlängert, gegen den Pfosten. Auf der Gegenseite parierte Manuel Mitze binnen Sekunden zweimal klasse gegen Ibrahim Coku und den Nachschuss von Selcuk Yikar (84.). Insgesamt aber fehlten dem Gast Qualität, Genauigkeit und Durchsetzungsvermögen, um einen Punkt mitzunehmen.

„25 Minuten haben wir richtig gut gespielt. Aber wir hätten deutlich mehr Tore machen müssen. So haben wir es uns selbst schwer gemacht und wurden unruhig, auch, weil wir in der Abwehr umstellen mussten“, sagte Jens Fresen, Trainer der Lichtenfelser.  (schä)

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