Zweimal Rot in Mengsberg

1:2 beim Tabellenführer – Couragierte SG Goddelsheim/Münden nicht belohnt

Notbremse: Marco Vesper sah bei Goddelsheim/Münden in der Schlussphase die Rote Karte.
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Notbremse: Marco Vesper sah bei Goddelsheim/Münden in der Schlussphase die Rote Karte.

Keine Bange vor dem Gruppenliga-Spitzenreiter hatte die SG Goddelsheim/Münden am Sonntag beim TSV Mengsberg.

Eher bangten die Schwälmer lange um Zählbares, ehe sie die Abwehr der Lichtenfelser zweimal alt aussehen ließen und am Ende mit 2:1 glücklich gewannen. „Das war ein mutiger Auftritt, für den sich die Mannschaft nicht belohnt hat“, fasste Karl-Reinhard Grosche vom SG-Vorstand zusammen.

Größtenteils habe die Fresen-Elf das Spiel unter Kontrolle gehabt, berichtete Grosche. Etwas überraschend schienen sich die Mengsberger eine Kontertaktik zurecht gelegt zu haben, jedenfalls war erspielte sich Goddelsheim/Münden einige Strafraumszenen.

Sacks Freistoß senkt sich über Keeper Mitze

Raoul Mitze zögerte nach herrlichem Zuspiel von Daniel Butterweck etwas zu lange (6.), Butterweck selbst verpasste kurz danach eine Flanke (15.). Gegenüber musste Fabian Thomas im letzten Moment vor dem einschussbereiten Johannes Müller klaren (25.). Beim schönsten Spielzug der Gast-SG über Philipp Rothe und die linke Seite ließ Mirco Grosche das 1:0 liegen (39.).

Das fiel dann eine Minute später ins andere Tor: Ein Freistoß von Spezialist Maximilian Sack aus 30 Metern wurde, so Karl-Reinhard Grosche, „immer länger und fiel dann auf einmal runter ins Tor“. Manuel Mitze im Gästetor sah, weil ein Stück zu weit vorn postiert, nicht gut aus dabei.

Nach der Pause sah es zunächst so aus, als könnten die Lichtenfelser zurückschlagen. Doch Butterwecks Schussversuch wurde in letzter Sekunden abgeblockt (50.). Und ein Kopfball von Marco Vesper strich über die Latte (63.).

SG Goddelsheim: Pieper trifft erst in der Nachspielzeit

Damit nicht genug Pech für die SG Goddelsheim. Sie lief wenig später, kurz nachdem Dennis Dorfschäfer eine gute Chance ausgelassen hatte (70.), auch noch in einen Konter, und André England ließ die Abwehr in einer 1-gegen-2-Situation alt aussehen – 0:2 (72.). Und als ganz kalte Dusche obendrauf: Rot gegen Marco Vesper fünf Minuten später. Er hatte als letzter Mann am gegnerischen Trikot gezupft.

Mit Zehn gegen zehn – Mengsbergs Dennis Dorfschäfer hatte nach rüdem Foul gegen Raoul Mitze an der Seitenlinie ebenfalls Rot bekommen (82.) – ging es in die Schlussphase. Es hätte nochmal spannend werden, wenn nicht TSV-Keeper Samir Nicocevic einen Kopfball des eingewechselten Max Steger aus dem Winkel gefischt hätte (88.).

Nicht mehr spannend wurde es nach einer Co-Produktion der ebenfalls eingewechselten Nils Grosche und Robin Pieper. Als Letzterer zum 1:2 traf, war die Nachspielzeit schon beinahe zu Ende. „Das war schade, aber dennoch können wir Selbstvertrauen mitnehmen aus diesem Spiel“, so das Fazit von SG-Sprecher Grosche. (schä)

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