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Gruppenliga: Gries will beim TuSpo mit 21 Punkten übergeben

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Ganz schön viel wegräumen vor dem Tor wird die SG Goddelsheim/Münden in Wolfhagen wohl müssen – so wie hier Marco Vesper gegen Brunslars Timo Rudolph.
Ganz schön viel wegräumen vor dem Tor wird die SG Goddelsheim/Münden in Wolfhagen wohl müssen – so wie hier Marco Vesper gegen Brunslars Timo Rudolph. © bb

Die Pause steht vor der Tür, und in der Gruppenliga könnten alle heimischen Mannschaften oberhalb der Abstiegszone überwintern.

Um sicher zu gehen, wollen der TuSpo Mengeringhausen (bei der SG Brunslar) und der TSV Altenlotheim (gegen den TSV Mengsberg) am ersten Spieltag der Rückrunde noch einmal punkten. Der TSV/FC Korbach empfängt die SG Neuental. Die SG Goddelsheim/Münden hat sich die Nagelprobe bei Rot-Weiß Wolfhagen bis zum Schluss aufgehoben.

Korbach – Neuental/Jesberg (Sa., 19 Uhr). Lange konnten sie beim TSV/FC Korbach nicht mehr auf ein so erfolgreiches Kalenderjahr zurückblicken – nur vier Niederlagen gab es 2022, allesamt nach dem Aufstieg. „Es ist viel mit uns passiert in diesem Jahr, auch wenn es positiver Stress war. Die Pause ist jetzt genau richtig – für die Knochen, aber auch für den Kopf“, sagt Uwe Tenbusch, und Korbachs Coach muss nicht lange über den gewünschten Ausgang des Heimspiels gegen das Schlusslicht philosophieren. Im Anschluss steigt die Jahresabschlussfeier – deswegen der Samstagstermin.

Nach dem 1:1 im Hinspiel habe man noch nicht gewusst, welche Rolle man wird spielen können, erinnert sich der Trainer an den SG-Ausgleich in letzter Minute. „Die Verwertung der Chancen wollen wir diesmal besser hinkriegen“, so Tenbusch, dem Dominik Imöhl für die Abwehr wieder zur Verfügung steht. Argjend Muharremi (Gelb-Rot) ist gesperrt, Raphael Chirakakis will im Abschlusstraining versuchen, ob er mitwirken kann.

Korbach trifft auf Gegner ohne Coach

Tenbusch trifft an der Trainerbank morgen einen Polizei-Kollegen: Michael Heimrich ist interimsweise Coach bei Neuental/Jesberg, nachdem sich der Verein und Trainer Philipp Ziegler getrennt haben. Nach dem Absturz ans Tabellenende sollen damit neue Impulse entstehen, teilte der Verein mit, der den aus den eigenen Reihen stammenden Ziegler erst im Sommer angeheuert hatte. „Das macht die Sache nicht einfacher, der Gegner kommt sicher mit mehr Schub. Aber das ändert nichts an unserem Ziel“, folgert Tenbusch.

Brunslar/Wolfershausen – Mengeringhausen (So., 14.30 Uhr). Dass die volle Kapelle parat steht, hat nichts mit dem Abschied von Patrick Gries zu tun. Der TuSpo-Trainer hat aller Voraussicht nach den gesamten Kader zur Verfügung, wenn er letztmals den Schwalm-Eder-Kreis bereist. Die Partie am Sonntag beim Tabellensiebten geht Gries mit voller Konzentration an, ehe er schon am Montag beim neuen Team, den Frauen von Jahn Calden, auf dem Trainingsplatz steht.

Mengeringhausen erwartet abgezockter Gegner

Ohne Frage wolle er auch vom Ergebnis her einen schönen Ausstand, sagt Gries, der sich wie beim 2:1 gegen Schauenburg auf ein umkämpftes Spiel auf schwerem Boden einstellt. Und auf einen ligaerprobten, „eingespielten und abgezockten Gegner auf Augenhöhe“. Allerdings: Nach starkem Saisonbeginn holte Brunslar aus den letzten sechs Begegnungen nur drei Punkte.

Das Spiel ist auch deshalb durch besonders, weil es vor vier Wochen noch nicht so aussah, als würde Mengeringhausen noch im alten Jahr auf 21 Punkte kommen können. Selbst wenn es Sonntagabend nur 19 oder weiterhin 18 sind: Nach sieben Zählern aus den letzten drei Partien übergibt Patrick Gries eine taktisch und vor allem defensiv gereifte Truppe, die über dem Strich steht.

SG Goddelsheim fürchtet Tormaschine nicht

Wolfhagen – Goddelsheim/Münden (So., 14.30 Uhr). Es ist nicht zwingend ein Spitzenspiel, wenn am Sonntag der Erste auf den Vierten trifft. Satte 19 Punkte trennen den Überflieger von den Lichtenfelsern. „Auch wenn es ein vermeintlich leichtes Spiel für uns ist, weil uns sowieso keiner auf der Rechnung hat, fahren wir mit der nötigen Spannung nach Wolfhagen“ gibt sich Gästetrainer Jens Fresen betont selbstbewusst.

Die Tormaschine – 74:4 lautet das FSV-Torverhältnis – ist Fresen nicht verborgen geblieben. „Auch nach Rückschlägen in Form von Gegentoren darfst du nicht aufhören, gegen den Ball zu arbeiten, sonst kann es bitter ausgehen“ fordert der Medebacher. Immerhin: Sein Team hat die drittbeste Abwehr.

Altenlotheim fehlt auch Backhaus

Mut macht das Hinspiel, das der Spitzenreiter mit etwas Glück 3:1 gewann. Weniger Mut macht die personelle Lage: Mit Benni Wendel, Steffen und Daniel Butterweck, Flo Mitze, Michi Kuhnhenne, Fabian Thomas, Raoul Mitze und Kevin Vesper fällt fast eine ganze Elf aus.

Altenlotheim – Mengsberg (So., 15 Uhr). Der 3:1 Erfolg in Gudensberg war Balsam auf die geschundene Seele des TSV – Negativserie endlich beendet und Kontakt zum unteren Mittelfeld hergestellt. „Ein starkes Auswärtsspiel“, freute sich Trainer Robin Wissemann.

Die Mengsberger, gegen die Altenlotheim im Hinspiel 2:1 gewann, präsentierten sich zuletzt wie auf einer Achterbahnfahrt: 5:0 über Gudensberg, 1:3 gegen Korbach, 1:6 in Baunatal und 4:1 in Hertingshausen. „Mengsberg ist sehr giftig und aggressiv. Aber wir wollen unsere Ausgangslage für die Rückrunde noch verbessern und punkten“ so Wissemann.

Doch auch vor dem Jahresfinale reißen die Hiobsbotschaften nicht: Nils Backhaus hat sich in Gudensberg das Innenband im Knie gerissen. Auch Raphael Menkel (beruflich), Sven Penzenstadler (Adduktorenverletzung) und wahrscheinlich auch Till Buckert (krank) fehlen.  (schä/bb)

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