Gruppenliga: Kiepe-Elf mit Respekt in Heimpremiere

Und noch ein Derby: Neuling Freienhagen fordert SG Bad Wildungen

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Eins höher: Das Spiel Freienhagen/Sachsenhausen gegen Bad Wildungen gab es zuletzt nur in der KOL (hier Marcel Nasemann gegen SGler Sören Schengel/r.). 

Die SV Freienhagen/Sachsenhausen steht vor ihrer Heimpremiere in der Gruppenliga – und hat gleich einen Gegner aus der Nachbarschaft vor der Brust: Die SG Bad Wildungen/Friedrichstein kommt am Sonntag (15 Uhr) zum Derby nach Sachsenhausen.

Sportlich schon auf Klassenniveau, leider noch nicht so effektiv: Diese Bilanz zieht Timo Kiepe vor dem ersten Heimspiel. „Wir haben in Felsberg zwei Hundertprozentige nicht genutzt“, deutet der SV-Trainer einen verschenkten Punkt bei der 1:3-Pleite an. 

„Wir sind zu spät in Schwung gekommen, gerade nach dem zweiten Gegentreffer habe ich das Aufbäumen vermisst. Gegen Wildungen erwarte ich einen galligeren Auftritt von der ersten Minute an“, fordert Kiepe – weniger aus Prestigegründen, mehr im Hinblick auf die Serie von Auswärtsterminen gegen hochkarätige Gegner im September. „Die Punkte sind gut fürs Selbstvertrauen.“

Die Wildunger zählt Kiepe spielerisch zu den starken Teams der Liga und hat nicht nur deshalb Respekt. „Da die Reserve spielfrei hat, kann ich mir vorstellen, dass Waldemar Schubert unsere Abwehr auf die Probe stellt, während Carsten Laun hinten für Stabilität sorgen soll“, rechnet Kiepe mit Verstärkung der SG durch die spie-lenden Trainer der Zweiten.

Erkenntnisse trotz Abbruchs

Die eigene Elf ist auch besser aufgestellt als beim Saisonauftakt: „Jan Drebes haben wir sehr gegen Felsberg vermisst, er wird unsere Abwehr stabiler machen“, so Kiepe. Jan Schwechel steht ebenfalls zur Verfügung. Christian Weishaupt fehlt aus beruflichen Gründen.

Die Gäste haben zwar noch keine 90 Liga-Minuten in den Beinen – die Partie in Volkmarsen wurde ja nach einer Stunde beim Stand von 2:1 für den VfR wegen eines Gewitters abgebrochen – Trainer Simon Lieber hat trotzdem Erkenntnisse gewonnen. 

„Wir haben es stellenweise wirklich gut gemacht, der Spielaufbau war nicht verkehrt“, sagt er, fügt aber gleich an: „Die Absicherung nach hinten muss besser sein.“ Eine Anspielung vor allem auf das zweite Gegentor, als weder Vorlagengeber Andre Michel noch Doppel-Torschütze Jannik Herbold konsequent angegriffen wurden.

Auf die kommende Partie ist Lieber gespannt. Die SV sei eine eher unbekannte Größe für sein Team. „Sicher ist, dass die Aufstiegs-Euphorie noch groß ist und sie gegen den Nachbarn gewinnen wollen. Wir wollen aber auch möglichst schnell Punkte sammeln, denn die Liga ist eng“, so der SG-Coach. Er muss als einzigen Jan Kramer ersetzen. (ahi/dv)

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