Mengeringhausen unter Druck – Wildunger erneut Remis?

Gruppenliga: Viermal Schwalm-Eder gegen Waldeck

Krasser Außenseiter ist Marc-André Garthe (rechts) mit dem TSV Altenlotheim in Wabern. Schwalmstadt mit David Stang (li.) empfängt morgen Mengeringhausen.
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Krasser Außenseiter ist Marc-André Garthe (rechts) mit dem TSV Altenlotheim in Wabern. Schwalmstadt mit David Stang (li.) empfängt morgen Mengeringhausen.

So will es der Gruppenliga-Plan: Am 9. Spieltag messen sich alle vier Waldecker Teams mit Gegnern aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Und die Schwälmer haben jeweils Heimrecht.

1. FC Schwalmstadt - Mengeringhausen (Sa., 15.30 Uhr). Auswärtsspiel beim FC Schwalmstadt – es gab Zeiten, da graute den Fußballmannschaften in Verbands- und Gruppenliga vor solch einem Spieltag. Inzwischen ist der frühere Hessenligist aus Treysa und Ziegenhain quasi ein ganz normaler Klassenkamerad in der Gruppenliga. Erst recht, nachdem er einen personellen Umbruch angegangen ist.

„Soviel Angst wie vor drei, vier Jahren muss man vor dieser Mannschaft nicht mehr haben“, sagt auch André Gutmann, Trainer des TuSpo Mengeringhausen, der mit seiner Truppe eine Wocheam Samstag Herausforderer der Schwalmstädter ist.

Die Mengeringhäuser reisen nach Körles Sieg gegen Kirchberg/Lohne vorigen Sonntag als Tabellenletzter an, und die Lage gebietet, nicht mit forschen Sprüchen daherzukommen. „Verstecken werden wir uns nicht. Aber unser Hauptaugenmerk muss auf der Defensive liegen“, verrät André Gutmann und verweist auf das mit 29 Gegentoren bereits recht „versaute“ Torverhältnis.

Gleichwohl betont der spielende TuSpo-Coach, er wolle nicht zu tief stapeln, da seine Elf grundsätzlich in der Liga mithalten könne. Der 1.FC sei als Team unbekannter als sonst, nachdem es viele Abgänge gegeben habe. „Aber sie haben sich nach magerem Saisonstart jetzt gefangen“, urteilt Gutmann über die Schwälmer, die vorigen Sonntag mit 3:1 beim TSV Altenlotheim gewannen, allerdings am Mittwoch im Kreispokal beim 1:3 in Homberg wieder einen Dämpfer kassierten. „Wir haben über die gesamte Spielzeit nicht wirklich Zugriff auf diese Partie bekommen“, erkannte Trainer Marco Schwab.

Den Tick früher am Ball sein will der TuSpo Mengeringhausen in Ziegenhain. Max Jakobschak (r. gegen Felsbergs Ibrahim Coku) kehrt in den Kader zurück.

Sein Trainerkollege Gutmann macht seiner Elf durchaus Druck. „Wenn wir uns gegen Schwalmstadt cleverer anstellen als zuletzt, dann können wir einen Dreier mitnehmen. Der täte uns sehr gut“, so der Trainer. Denn die Lücke zu den Mannschaften vor Mengeringhausen solle nicht zu groß werden.

Größer ist wieder die Lücke im Kader geworden. Sven Schwedes muss wegen seiner Gelb-Roten Karte aus dem Baunatal-Spiel morgen zuschauen, Denny Benndorf ist beruflich verhindert. Dafür ist Max Jakobschak aus dem Urlaub zurück. „Personell ist die Lage weiter angespannt“, so Gutmann. „Aber wir jammern deswegen nicht.“

Homberg – Goddelsheim/Münden (So., 15 Uhr). Der Vorletzte von der Efze hat einmal gewonnen, die Lichtenfelser erst einmal verloren. Ein Schelm, wer daraus ein leichtes Auswärtsspiel ableitet, sagen die Verantwortlichen der SG Goddelsheim/Münden. Denn Papier und Statistik sagen nicht alles. „Homberg spielt zu Hause und will endlich wieder dreifach punkten. Wir sollten gewarnt sein und mit sehr viel Ernsthaftigkeit in das Spiel gehen“, sagt SG-Trainer Jens Fresen und will von einem Spaziergang nichts wissen. Zumal er registriert hat, dass der FCH das Siegen nicht verlernt hat – am Mittwoch im Kreispokal gab es einen 3:1-Prestigeerfolg gegen Schwalmstadt, nach dem FCH-Coach Florian Seitz den „unbedingten Willen, den Negativlauf zu beenden“ lobte.

In der vergangenen Saison gab es in Münden ein 4:4-Spektakel beider Teams. Und wenn es sich Goddelsheim/Münden so schwer macht, wie beim 3:1 über Felsberg könnte das diesmal ähnlich werden. Was die Aufgabe für die Fresen-Elf ebenfalls nicht leichter macht: Der Coach, der schon während des letzten Spiels zweimal die Abwehrreihe umstellen musste, ist erneut zu Umstellungen gezwungen. Kevin Vespers Oberschenkelprobleme sind nicht auskuriert, Steffen Butterweck fuhr nach seinem Zusammenprall am Sonntag vorsichtshalber sogar ins Krankenhaus. In Raoul Mitze und Michael Kuhnhenne fehlen weitere Spieler, die für Ruhe sorgen im Spielaufbau. Immerhin: Tim Fresen und Benjamin Wendel können wieder auflaufen.

Kirchberg/Lohne – Bad Wildungen/Friedrichstein (So., 14.30 Uhr). Eine Partie, in der es darum geht, nicht den Anschluss nach vorn zu verlieren bzw. nicht in die rote Zone zu rutschen steht an – für beide Teams, denn sie sind Tabellennachbarn. Dass „KiLoHa“ schon zweimal mehr als die Wildunger verloren, aber dennoch nur einen Punkt weniger hat, verdeutlicht die Ergebniskreise der Kurstädter: Für ihre fünf Remis können sie sich nicht viel kaufen.

Sieht man es positiv, dann muss man sagen, dass Bad Wildungen auch beim 0:0 gegen Hertingshausen wieder defensiv gut stand und wenig zuließ. „Mit dem Ergebnis konnten wir gut leben, denn viele Spieler waren angeschlagen“, sagt Trainer Jörg Schäfer, fordert aber auch: „Wir müssen langsam zusehen, mal Spiele zu gewinnen.“ Er verweist auf die vielen Unentschieden und hat die Formel, um aus Gleichstand auch mal wieder einen Sieg zu machen: „Hinten weiter wenig zulassen, vorne mehr Chancen entwickeln, mehr Durchschlagskraft erzeugen.“

Gute Erinnerung hat die SG an das letzte Treffen mit Kirchberg/Lohne. Sie gewann es 3:0. „Wir fahren auch diesmal guten Mutes dorthin, um etwas zu holen“, so Trainer Schäfer. Personell sieht es in seinem Team wieder besser aus als in der Vorwoche.

Wabern – Altenlotheim (Sa., 18 Uhr). Wenn man in einer Ergebniskrise steckt, gibt es sicherlich leichtere Aufgaben, als beim Tabellenzweiten anzutreten – zumal die Gastgeber in ihren drei Heimspielen die maximalen neun Punkte bei 8:1 Treffern erzielen konnten. Wenn man dann als Team ohne Auswärtssieg anreist, erscheint das Ganze als „Mission impossible“. Der TSV Altenlotheim möchte vor dem auf morgen vorgezogenen Match aber die Punkte nicht per Post verschicken. „Wir werden auch in Wabern alles probieren“, gibt sich TSV-Spielertrainer Robin Wissemann zurückhaltend, aber nicht mutlos.

Auf Grundtugenden müsse sich seine Elf konzentrieren und taktisch diszipliniert spielen, so Wissemann, der auch an die Moral appelliert: „Falls wir ein Gegentor bekommen, sollten wir versuchen, weiter Fußball zu spielen und nicht nervös werden.“

Fuchtelig könnte man aber werden, blickt man auf die Ausfallliste des TSV: Fabian Erber, Sascha von Drach und Tim Backhaus fehlen weiterhin. Julian Schneider ist privat verhindert. Obendrein hat Torhüter Mattersberger einen dicken Finger, sein Einsatz ist fraglich. Und Vertreter Mirko Ohnesorge ist im Urlaub. (schä/bb/dv)

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