Gruppenliga-Aufsteiger beendet lange Sieglos-Serie

TuSpo dreht das Derby gegen Goddelsheim/Münden

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Schwer zu kontrollieren: Jonathan Vach war die zentrale Figur im Spiel der SG Goddelsheim/Münden. Hier attackiert ihn TuSpo-Kapitän Philipp Schwedes.

Mengeringhausen – Der TuSpo Mengeringhausen hat eine seiner vermutlich längsten Sieglos-Serien gegen einen Waldecker Konkurrenten beendet. Das 2:1 (0:0) der Fachwerkstadt-Fußballer gegen die SG Goddelsheim/Müden war der erste „Dreier“ der Dekade.

Gleichzeitig legte der Gruppenliga-Aufsteiger einen denkbar guter Start in die Rückrunde hin. Der Statistikkram war den glücklichen Gewinnern hinterher eher egal. Für sie zählte vor allem, dass sie einen Gegner aus dem oberen Tabellenabschnitt bezwungen hatten. Ohne derartige „Bonuspunkte“ könnte der Weg aus dem Keller der Tabelle zu weit werden. „Ein immens wichtiger Sieg“, sagte Trainer Jörg Büchse folglich, „auch wenn Goddelsheim mehr verdient hatte als diese Niederlage.“

Dieser Einschätzung der Kräfteverhältnisse stimmte Andre Gutmann zu. „Die glücklichere Mannschaft hat gewonnen“, stellte der Trainer der SG fest. Und: „Es war eine unnötige Niederlage, definitiv.“ Den Ärger, der in diesem Statement lag, hatte Gutmann seinen Spielern da bereits vernehmbar mitgeteilt. Man kann es verstehen. Die Gäste besaßen mehr Torchancen, wirkten spielerisch reifer – und gaben ja einen Vorsprung her.

Mirco Grosche am Anfang nur auf der Bank

Gutmann hatte kurz vor Anpfiff umplanen müssen, weil Torjäger und Lenker Mirco Grosche wegen Kreislaufproblemen erst mal auf der Bank Platz nehmen musste. Die Aufbauarbeit übernahm bald Jonathan Vach, der erst über links und später im Zentrum die Gäste mit Ideen versorgte und sehr torgefährlich war.

Vach war es auch, der TuSpo-Torhüter Fabian Figge zur ersten Glanzparade zwang, nachdem er am Fünfmeterraum sehr stark den Ball behauptet hatte (36.). Zwei Minuten später bewahrte Figge sein Team gegen Vach und Kevin Vesper in einer turbulenten Situation vor dem Rückstand. Kurz vor der Pause (43.) jagte Vach den Ball an den Außenpfosten.

Die große Chance für da Silva

Auch der TuSpo hatte gefährliche Abschlüsse, etwa von Kevin Jäger (17., 34./Freistoß), Die größte Chance zur Führung des Aufsteigers vergab Marcos da Silva, als er nach Heber von Jäger den Ball aus kürzester Distanz übers leere Tor köpfte (45.).

„Wir hätten schon früher das 1:0 machen müssen“, meinte Gutmann angesichts der Gelegenheiten. Immerhin schien das Derby dennoch zugunsten der Gäste zu laufen, als Vach einen Freistoß aus 20 Metern herrlich direkt verwandelte, nachdem die TuSpo-Abwehr zuvor nicht konsequent geklärt hatte (63.). Jakobschak hatte das 1:1 auf dem Schlappen, der Ball rutschte ihm über denselben (60.). Dann verhinderte Figge wieder gegen Vach das 0:2 (67.).

Sek elfemeterreif gefoult

Der Ausgleich kam ein bisschen wie aus dem Nichts. Nach einem Blitzpass gegen die aufgerückten Gäste von Henry Hosse hatte der gerade eingewechselte Adam Sek plötzlich freie Bahn, legte den Ball an Torwart Manuel Mitze vorbei, der ihn bei seinem Rettungsversuch ins Fallen brachte. Den Strafstoß verwertete Jäger zum 1:1 (74.), nachdem zuletzt Dominik Lüdtke zweimal verschossen hatte. 

Sechs Minuten später führte der nächste Standard zum 2:1. Benedikt Menkel spielte eine kurz ausgeführte Ecke zu Lüdtke zurück, der den Ball in den Fünfer schlug – wo Tim Schade ihn mit dem Rücken zum Tor kunstvoll per Spann ins Netz schaufelte (80.). Die kurze Ausführung sei abgesprochen gewesen, erzählte Büchse. Den rest konnte man nicht planen.

Die Gäste wollten wenigstens einen Punkt und attackierten. Figge parierte jedoch gegen den mittlerweile eingewechselten Mirco Grosche (88.). Und in der Nachspielzeit köpfte Kevin Vesper über das Tor. Der TuSpo jubelte. „Heute haben wir’s mal umdrehen können“, freute sich Jörg Büchse, „ich bin sehr zufrieden damit.“

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