Die reine Enttäuschung beim TuSpo

Gruppenliga: Mengeringhausen erreicht nur ein 3:3 gegen SG Brunslar

Stefan Grasse (Brunslar) beim Kopfball zwischen den Mengeringhäusern Tim Schade (vorn) und Daniel Sinemus; halb verdeckt: Philipp Schwedes.
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Traubenbildung: Stefan Grasse (Brunslar) beim Kopfball zwischen den Mengeringhäusern Tim Schade (vorn) und Daniel Sinemus; halb verdeckt: Philipp Schwedes.

Nach dem Abpfiff war die Enttäuschung mit Händen zu greifen. 2:0 und 3:1 hatte der TuSpo Mengeringhausen gegen die SG Brunslar/Wolfershausen geführt und doch stand am Ende nur ein, sogar noch glückliches, 3:3 (3:2).

Mengeringhausen – Das Resultat bringt die heimischen Gruppenliga-Fußballer keinen Schritt weiter. „Das ist jetzt richtig frustrierend und macht schwer nachdenklich“, sagte Trainer Oliver Hintschich folgerichtig nach einer Partie, in der die Mengeringhäuser einen immensen läuferischen und kämpferischen Aufwand betrieben hatten. Eigene Fehler brachten sie um den Drei-Punkte-Lohn.

Doch auch im Lager der Gäste war die Stimmung nicht fröhlich, sondern von einer Art Entgeisterung bestimmt. Sie rührte daher, dass SG-Stürmer Marco Wollmann es tatsächlich geschafft hatte, diesen allerletzten Ball in der 93. Minute am Tor vorbeizulegen. Frei stand er und vielleicht sechs Meter vom Kasten entfernt.

Trost spendete das späte Glück den Gastgebern kein bisschen. Am Anfang hätte man auch nicht geglaubt, dass sie es brauchen würden. Schon in der 2. Minute hieß es 1:0, als Spielertrainer Andre Gutmann, erstmals seit drei Wochen wieder in der Startelf, eine Ecke von Dominik Lüdtke einköpfte.

Kurz darauf der erste Rückschlag, als Simon Schwechel mit blutender Wunde ausschied. Für ihn kam Marcel Löhndorf, und die Trainer mussten umstellen. Einen Bruch im Spiel gab es nicht. Zwar wurden die Gäste stärker, aber der TuSpo erwischte sie kalt.

Pascal Löhndorf zog nach einem Konter ab, traf Sven Hofmeister, den Abpraller schoss Lüdtke erst auf Torhüter Clas Beuscher, um dann im zweiten Versuch zum 2:0 abzuschließen (17.). Alles war gut, bis Leon Folwerk von vielleicht 30 Metern draufhielt, TuSpo-Keeper Fabian Figge den Ball nur abklatschen konnte, und Fabian Tippel zum Anschluss abstaubte (22.).

Sven Schwedes vergibt das mögliche 4:2

Die SG war jetzt gefährlich, die Heimelf effizienter. Nach einem prima Angriff und schöner Flanke von Sven Schwedes erhöhte Lüdtke per Seitfallzieher auf 3:1 (32.). Pascal Löhndorf vergab nach Bilderbuchangriff das vierte Tor, seinen Kopfball konnte Beuscher parieren (37.). Das tat spätestestens weh, als Lukas Tippel mit dem Halbzeitpfiff einen stark abgefälschten Ball unhaltbar zum Pausenstand versenkte.

Der Schock wirkte nicht nach, der TuSpo machte im zweiten Abschnitt engagiert weiter. Sven Schwedes hatte das 4:2 auf dem Außenrist seines linken Fußes, doch sein Ball kam nicht platziert (51.). Der Vorsprung blieb fragil – und war nach einem Blackout von Figge futsch. Der Torwart nahm einen, auch nicht gerade angebrachten Rückpass mit der Hand auf, nachdem Wollmann die Latte getroffen hatte. Der SG-Stürmer glich nach dem fälligen indirekten Freistoß zum 3:3 aus (64.) und Hintschich klagte später: „Diese Fehler heute, das war eklatant.“

Christopher Scholz hätte für den TuSpo nachlegen können (74.), doch die klarere Chancen besaß am Ende der Gast. So gesehen, gewann der TuSpo sogar einen Punkt. Ein weiterer Lichtblick: Der eingewechselte Denny Benndorf bestritt erstmals nach seinem Kreuzbandriss wieder ein Punktspiel in der „Ersten“ des TuSpo.

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