Gruppenligist verliert überdeutlich

TuSpo wehrt sich gegen Melsungen lange, doch erfolglos

Verteidiger klärt mit langem Ball im Zweikampf gegen Angreifer
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Der Patzer am Ende war ein bisschen egal: Denny Benndorf (links), der hier gegen Nils Schöneberg klärt, war einer der besten Mengeringhäuser.

Das Ergebnis klingt nach krachender Niederlage. 2:5 (2:2) unterlag der TuSpo Mengeringhausen dem Melsunger FV. Na ja, so einfach war es nicht.

Mengeringhausen - Selbst FVM-Trainer Peter Wefringhaus fand das Resultat, „deutlicher, als es das Spiel hergegeben hat“. Als Gewinner kann man leicht generös sein. Die Verlierer sind darauf angewiesen, auch aus einer Pleite Honig zu saugen. Das konnten sie.

„Wir haben über weite Strecken mehr als gut mitgehalten“, stellte Spielertrainer André Gutmann fest, nachdem er 90 Minuten geackert hatte. Und sein neuer Co Marcel Schilling sieht die Grün-Weißen trotz allem „auf einem guten Weg“. Auf dieser Partie könne man aufbauen.

Intakt sind Moral und Einsatzbereitschaft der TuSpo-Fußballer. Auch taktisch finden sie Lösungen. Das Trainerteam hatte eine Dreierkette mit Gutmann im Zentrum installiert, die sich bei Ballbesitz der Gäste auf fünf Glieder erweiterte. Das klappte ganz gut, obwohl Melsungen schnell mit 2:0 führte.

Nach 13 Minuten führen die Gäste 2:0

Das 1:0 für den FVM fiel als Produkt günstiger Umstände. Nils Schöneberg hielt einfach den Fuß Ivan Durdeks Schuss – und lenkte den Ball unhaltbar ab (10.). Das 0:2 fiel vom Punkt. Schiedsrichter Waldinger gab Strafstoß, nachdem Eugen Wagner im Zweikampf mit Nico Müller zu Boden gegangen war. Durdek verwandelte sicher (13.).

Die Weichen für ein Debakel schienen gestellt, der TuSpo stellte sie um. Die Elf brauchte, bis Pässe ankamen und nicht mehr im Nirgendwo landeten. Sven Schwedes markierte nach langem Lauf den ersten guten Abschluss (20.). Dann: Auftritt Dennis Jacob. Mit klasse Einsatz angelte er den Ball, gab ihn, mehr Flanke als Torschuss, nach innen – und das Ding zappelte im Netz (35.). 1:2.

Es kam noch besser, das 2:2 fiel nach dem schönsten Angriff der Partie: Denny Benndorf spielte auf Adam Sek, der den Ball direkt zu Pascal Löhndorf weiterleitete. Dessen Flanke verwertete Sven Schwedes mit Wucht und Kopf (42.). Wefringhaus war so sauer, dass seine Halbzeitansprache (im Freien) danach zu einem einzigen zornigen Monolog geriet.

Jakobschak vergibt den möglichen Ausgleich

Für den TuSpo kam die Pause zur Unzeit. „In der Halbzeit hatte man nicht den Eindruck, dass wir untergehen“, sagte Gutmann. Der Gast kehrte jedoch entschlossener und aggressiver zurück. Es waren aber mehr die individuellen Fehler des TuSpo, die Melsungens Sieg begünstigten. Das 2:3 leitete ein schlechter Freistoß ein. Er landete beim Gegner, dessen Konter schloss Durdek mit einem Hammer ab. Torwart Daniel Roschanski, zuvor gegen Luca Miedl (43.) und Wagner (49.) zur Stelle, war noch dran (54.).

Der eingewechselte Max Jakobschak hätte den Gang der Dinge aufhalten können, vergab aber auf Löhndorfs Zuspiel zweimal hintereinander (79.). Die größten Chancen des TuSpo in Halbzeit zwei. Im Gegenangriff die Entscheidung; Waldinger pfiff Handspiel, obwohl Dennis Jakob vehement auf angelegtem Arm insistierte. Wagner traf nach dem abgewehrten Freistoß flach zum 4:2 für Melsungen.

Am Ende verlor Benndorf, insgesamt mit starker Vorstellung, den Ball gegen Benet Berisha, dessen Hereingabe Maurice Mager über die Linie drückte (90.). Melsungen freute sich. „Keine gute Leistung“, fand Coach Wefringhaus, „aber drei Punkte.“

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