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Torgefahr sieht anders aus: Mengeringhausen verpasst gegen Homberg große Chance

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Von: Gerhard Menkel

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Comeback beim TuSpo: Tim Schade (Mitte), hier zwischen den starken Hombergern Oghenerure Emavwodia (links) und Nico Brandt, zweifacher Torschütze.
Comeback beim TuSpo: Tim Schade (Mitte), hier zwischen den starken Hombergern Oghenerure Emavwodia (links) und Nico Brandt, zweifacher Torschütze. © Artur Worobiow

Diese 1:2 (0:0)-Niederlage des TuSpo Mengeringhausen bedeutet für die Gastgeber nicht das Ende im Abstiegskampf, aber eine vertane Chance auf echte Big Points.

Mengeringhausen – Leere Gesichter und niedergeschlagene Spieler am Rand, tanzende Fußballer auf dem Platz: Die Bilder nach dem Abpfiff der Gruppenliga-Partie zwischen dem TuSpo Mengeringhausen und dem FC Homberg sprachen Bände. 1:2 verloren gegen einen Mitkonkurrenten im Gerangel um den Ligaerhalt.

Bei Halbzeit, bekannte Spielertrainer Andre Gutmann, habe er das Gefühl gehabt, hier habe niemand den Sieg verdient. Nach den gut 90 Minuten in der prallen Sonne revidierte er seine Ansicht nicht wirklich. „Vielleicht hat Homberg in der zweiten Halbzeit in der Offensive etwas mehr Präsenz gezeigt als wir. Aber ich bleibe dabei: eigentlich war es weitgehend über die 90 Minuten ein klassisches Unentschieden-Spiel.“

Für die Darbietung im ersten Abschnitt gilt das fast uneingeschränkt. Sie entsprach einem Keller-Kick. Daran konnte auch Tim Schade nichts ändern, der erstmals in der Rückrunde das Spiel des TuSpo zu lenken suchte und solide spielte.

Mengeringhausen: zu wenig Torgefahr

Sehr ordentliche Arbeit lieferte der TuSpo, erstmals mit den Gebrüder Schwedes als Paar in der Innenverteidigung, defensiv ab. Homberg blieb bis zur Pause ohne erwähnenswerten Abschluss. Torhüter Moritz Föll hatte mit einem schrägen Kopfball von Mitspieler Sven Schwedes noch die meiste Mühe.

Etwas mehr als der Gegner bot der TuSpo im Angriff, trotz viel Stückwerk. Dominik Lüdtke besaß nach Doppelpass mit dem starken Pascal Löhndorf die erste Torchance, schoss aber drüber (31.). Kurz vor der Pause setzte er einen Freistoß nur auf, nicht in das Tornetz. „Wir haben’s im letzten Drittel spielerisch nicht gelöst bekommen, um wirklich für Torgefahr zu sorgen“, so Gutmann.

TuSpo kassiert vom Elfmeterpunkt das 0:2

Das machte der Gast zwar spielerisch auch nicht besser, aber die Homberger kam entschlossener aus der Kabine. „Wir haben es zumindest geschafft, in der zweiten Halbzeit eine gewisse Wucht zu entwickeln; wir haben gesagt, wir müssen es einfacher machen“, verriet Trainer Florian Seitz. Beim Führungstreffer unterstützte der TuSpo mit Ballverlust am eigenen Strafraum. Der schwer zu bremsende Oghenerure Emavwodia steckte auf Nico Brandt durch, der Föll aus acht, neun Metern keine Abwehrchance ließ (57.).

Das 0:2 fiel elf Minuten später vom Punkt. Der gerade eingewechselte Yannic Weiss fuhr gegen Nick Körber das lange Bein aus, der Homberger stürzte – und Brandt hatte sein zweites Erfolgserlebnis. Föll verhinderte danach klasse gegen Marvin Schmidt (76., 88.) das dritte Gegentor. Der Mengeringhäuser Anschluss fiel viel zu spät in der Nachspielzeit. Er entsprang –was es zu selten zu sehen gab – einem gelungenen Zusammenspiel, Giulian Braun traf nach Pass von Lüdtke. (Gerhard Menkel)

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