Gruppenliga: Lieber freut sich auf Schwalmstadt

Erste Sorgen bei Aufsteiger Mengeringhausen

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Die Freude des Schützen über ein spätes Tor: Kevin Wathling bejubelt sein 2:1 in Sachsenhausen, Marvin Schneider und Simon Schwechel sind bedient. Ob Wathling auch heute Abend trifft? 

Volles Programm: In der "englischen Woche" für fast alle Spielklassen sind auch vier der fünf Waldecker Gruppenligisten im Einsatz.

Der 1. FC Schwalmstadt in Bad Wildungen, die SG Goddelsheim/Münden in Brunslar und der TuSpo Mengeringhausen in Großenritte: Drei Waldecker Fußball-Gruppenligisten haben in den Spielen an diesem Mittwoch (19 Uhr) Gegner der Kategorie Hochkaräter vor der Brust. Der VfR Volkmarsen spielt in Edermünde vor.

Bad Wildungen/Friedrichstein – Schwalmstadt. Die Schwalmstädter kommen mit Wut im Bauch nach Altwildungen, der Ärger über den späten Punktverlust beim 4:4 gegen Eintracht Baunatal ist nicht verraucht. „In Bad Wildungen zählt allein ein Dreier“, sagt folgerichtig Trainer Atilla Güven.

Die Wildunger wollen auf ihrem Kunstrasenplatz, auf den sie auch wegen der Lichtverhältnisse ausweichen, dafür gewiss nicht Spalier stehen. Simon Lieber hält freilich große Stücke auf den Gegner. „Aufgrund der Körperlichkeit, ihrer Technik und Spielstärke können sie am Ende ganz oben stehen. Wir freuen uns darauf, uns mit ihnen messen zu können“, sagt der SG-Trainer.

Seine Mannschaft weist den glücklichen 2.1-Sieg in Sachsenhausen vor, aus dem sie aber nur bedingt Honig saugen kann. „Keine Frage, wir müssen besser spielen als in Sachsenhausen, da waren wir zu schläfrig bei der Torchancenverwertung“, sagt Lieber. Dem 1. FC will er mannschaftlich geschlossen begegnen: „Erfahrungsgemäß kommt es uns immer zugute, wenn so wir gegen starke Mannschaften antreten.“ Lieber liebäugelt natürlich nut drei Punkten, der Kader ist komplett.

Brunslar/Wolfershausen – Goddelsheim/Münden. Nach zwei Spielen und vier Punkten geht Andre Gutmanns Daumen beim Blick auf die weitere Saison eher nach oben. Der Spielertrainer der Lichtenfelser hält den Ball aber lieber flach. Zumal seine Mannschaft einem Gegner gegenübersteht, der mit zwei Siegen bestens in die Saison gestartet ist.

Fällt der Name Brunslar, fällt Gutmann und Co. vor allem eins ein: Gegen die haben wir noch nie gewonnen, waren aber immer dicht dran. „Wir haben gute Spiele gegen Brunslar abgeliefert, deshalb bin ich auch diesmal guter Dinge“, sagt Gutmann. 

Er hat das Team von Trainer Timo Rudolph am Sonntag beim 3:1 in Volkmarsen beobachtet und gesehen, dass es vor allem hinten gut steht und wenig zulässt. „Deshalb müssen wir dort an Effektivität vor dem Tor ein stückweit glänzen, um erfolgreich zu sein“, sagt er. Wegen der bereits fünf Gegentore fordert er, „in der Rückwärtsbewegung besser gegen den Ball zu arbeiten“.

Fehlen werden der SG heute Raoul Mitze (Schulterverletzung), Marco Vesper (Achillessehnenreizung), Daniel Butterweck (beruflich verhindert), Eike Stracke und Fabian Thomas. Ein Fragezeichen steht hinter Kevin Vesper. Bei den Gastgebern fällt Philipp Zwicker länger aus, er hat sich im Pokal das Kreuzband gerissen.

Baunatal – Mengeringhausen.Es liegt nahe, dass beim TuSpo nach den zwei Start-Niederlagen die Furcht vor einer Neuauflage der Abstiegssaison wach wird. Zumal die Spiele nicht leichter werden. „Bei den Gegnern, die wir vor der Brust haben, muss man Sorgen haben“, sagt Trainer Jörg Büchse. Allerdings wisse man die bisherigen Ergebnisse einzuordnen – mit den Leistungen sowohl in Homberg (1:2) als auch in Münden (2:4) war er weitgehend einverstanden.

Nun also der Verbandsliga-Absteiger, der in seinen zwei Partien bisher sieben Tore geschossen, aber auch sieben kassiert hat. „Dass die Eintracht nach vorne enorme Qualität hat, ist bekannt“, sagt Büchse. Eine Chance liegt in der anfälligen Abwehr der Großenritter. 

Die Aussichten des TuSpo beurteilt Büchse angemessen zurückhaltend: „Es muss schon optimal laufen, wenn wir da was mitnehmen wollen.“ Fehlen wird aus dem verfügbaren Kader Marcel Löhndorf (berufliche Gründe).

Edermünde – Volkmarsen. „Nicht noch mal Angsthasenfußball wie gegen Brunslar“, das ist der Anspruch beim VfR vor dem ersten Auswärtsspiel der Saison. Aufsteiger Edermünde überzeugte bislang in der Defensive, die beim Saisonauftakt dem TSV Wabern ein 0:0 abtrotzte und aus Gudensberg mit einem knappen 1:2 heimkehrte.

„Edermünde ist für uns ein unbeschriebenes Blatt, aber die Gefahr, dass wir, wie zuletzt, mit zu viel Respekt ins Spiel gehen, besteht auf keinen Fall“, verspricht Trainer Matthias Wiegand: „Wir werden auswärts deutlich offensiver auftreten als am Sonntag.“ 

Bei den Gastgebern, die 2013/14 schon mal ein kurzes Gruppenliga-Gastspiel gaben, sind mit Sami Essid (Körle) Dominik Heldmann (Kirchberg)) und Nico Langhans (Wabern) Spieler im Team, die in den letzten Jahren schon ihre Erfahrungen mit Volkmarsen gesammelt haben. „Alle brennen darauf, nun etwas wirklich Zählbares einzuspielen“, sagt SCE-Coach Christoph Grunewald.

Beim VfR sind bis auf Björn Richter (Schichtdienst) alle Mann an Bord. Gespielt wird im Ortsteil Haldorf. (dv/rsm/mn/ahi)

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